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Die New Yorker Pedalschmiede Electro Harmonix hat nicht nur eins, sondern gleich drei neue Fuzz-Dirt-Preamp Pedale auf einmal vorgestellt: Nano Battalion, Flatiron Fuzz und Sovtekt Deluxe Big Muff Pi. Genau richtig für Weihnachten.

Electro Harmonix Sovtek Deluxe Big Muff Pi

Über die Jahre hat der Big Muff PI Schaltkreis ein paar Änderungen erfahren und die Fans streiten sich über die beste Version. Um das Rätsel zu lösen: Es ist die Grüne. Gern geschehen. ;) Die hatte EHX schon mal als Nano-Version neu aufgelegt (die mich allerdings nicht umgehauen hat) und nun kommt die 1991er Version namens Civil War. Benannt wurde die von den Fans aufgrund ihrer blau-grauen Lackierung, die Farben aus dem amerikanischen Bürgerkrieg Nord vs. Süd. Im Inneren steckte grundlegend der gleiche Schaltkreis wie beim Tall Front Sovtekt Green Russian Big Muff Pi, dem grünen Russen.

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Deluxe Big Muff Pi

Deluxe

Hier steht der Sovtek Deluxe Big Muff Pi auf der Speisekarte. Deluxe sind der Tone Wicker Schaltkreis, der den Tone-Regler komplett aus dem Signalweg nimmt, wodurch der Sound rauer und lauter wird, ein „Mids“-Fußschalter, der wie bei den anderen Deluxe-Muffs einen extra EQ zuschaltet. Hier ist es ein Mittenband mit verstellbarer Frequenz und Lautstärke.

Das Gate fand ich schon beim alten Deluxe-Muff sehr praktisch und es wird auch hier wieder gute Dienste leisten. So auch der Blend-Regler, der vor allem für Bassisten interessant ist. Fundament behalten und so.

Besonders interessant ist aber der Expression Pedal Input, mit dem man die Mittenfrequenz via Fuß sweepen kann und so ein eingebautes Fuzz-Wah bekommt. Innen befinden sich noch eine Reihe Regler für den Mid-EQ und ein Schalter, der einen Buffer am Input zuschaltet. Gut für lange Kabelwege.

Für 149 USD ist der neue EHX Sovtek Deluxe Big Muff Pi wohl der umfangreichste Muff von allen. Und mit dem grünen Russen als Unterbau hat EHX alles richtig gemacht. Dürfte sich wie geschnitten Brot verkaufen. Und kostet ungefähr ein Zehntel vom Original – ist aber auch eben nicht das Original.

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Flatiron Fuzz

Der Nächste im Bunde ist das Flatiron Fuzz. Flatiron – glattbügeln, allerdings benannt nach dem ikonischen Gebäude in NYC Es ist EHXs Version des RAT2 Schaltkreises. Dahinter verbirgt sich ein OP-Amp Distortion/Fuzz, EHX sagt aber, dass sie den Klassiker der 1970er verbessert haben. Kann man da noch was verbessern?

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Flatiron aka RAT2

Filter

Warum so viele ausgerechnet den RAT2 mögen? Sicher hat auch das tolle Filter seinen Teil am Erfolg. Grundlegend ist es ein Lowpass mit durchstimmbarer Cutoff-Frequenz. Gain reicht von „bisschen schmutzig“ bis fieser Fuzz – Hard-Clipping via OP Amp. Volume macht laut, daran ist nichts besonders.

Wie die anderen ist es per 9V Batterie oder Netzteil betreibbar. Und mit 72,70 USD ist es preiswert genug, um dem Original gefährlich zu werden. Mal sehen, wie es klingt, EHX bleibt uns noch ein Video schuldig.

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Nano Battalion

Bassisten mit kleinen Effekt-Boards dürften sich über den Release des Nano Battalion freuen. Hier steckt der Sound vom Großen drin, es bleibt aber ein MOSFET-Overdrive. Mit dabei ist auch wieder der 3-Band-EQ (Treble mit 1 kHz, Bass bei 200 Hz und Mid bei 500 Hz).

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Nano BAttalion

Drei Signalwege

Ein spannendes Feature ist die Routing-Möglichkeit: Distortion Mode (Dist → EQ), Input Mode (EQ → Dist) und Dry Mode (EQ only auf Dry-Signal). Damit findet man sicher seine Methode.

Sehr cool ist auch, wenn man mit normalem TS-Kabel reingeht, kommt das normale, unsymmetrische Signal am Ende raus. Geht man aber mit einem TRS-Kabel rein (Stereo-Klinke) rein, kommt auch symmetrisch hinten raus. Klasse für Recording oder Live via DI.

Für 117,50 USD soll es den Besitzer wechseln.

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