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DIY Drum Machine Game Boy Taschenrechner Front

Front der Drummachine – sieht eben echt DIY aus  ·  Quelle: physicalfinalproject

DIY Drum Machine Game Boy Taschenrechner Back

Rückseite  ·  Quelle: physicalfinalproject

Kein Geld für Hardware? Oder schlicht keine Lust? Warum nicht einfach DIY, also selbst zusammenbauen. Die beiden Bastler Nizwan und Valencia aka. Final Project haben eine ausgewachsene Drummachine auf Basis eines Arduinos entwickelt und die Anleitung öffentlich ins Metz gestellt.

Das Endprodukt hat ungefähr die handlich-klobige Größe der ersten Game Boy Generation und ist wie ein Taschenrechner aufgebaut. Gesteuert wird die fertige Drummachine über 3×3 Pads bzw. Touchbuttons und über drei weitere werden die Samples ausgewählt oder die Displayhelligkeit eingestellt. Auf dem Display wird angezeigt, welches Sample gerade geladen ist bzw. abgespielt wird. Die beiden Bastler haben sich für die Barebone-Optik entschieden – muss man drauf stehen. Dazu kommt ein Lautstärkeregler an der Seite und ein On/Off-Knopf auf der Oberseite.

An ein paar Teile muss man selbst Hand in Form von „Widerstände in ein PCB löten“ anlegen, der Rest wird eigentlich nur zusammengesteckt. Betrieben wird es von einer 9 Volt Batterie. An fertigen Bauteilen benötigt man neben einem Arduino Mega einen Converter für Touchsignale und einen SD-Card-Reader. Kostet zusammen zwischen 20 und 25 Euro. Dazu ein LCD und ein kleiner, nicht näher bezeichneter Speaker. Dazu kommen je nach Modellen noch mal 5 bis 30 Euro. Ziemlich fair für eine Drummachine, oder?

Sicherlich gewinnt die Optik keinen Schönheitspreis und ist in etwa so elegant wie Elektronikware der 1980er, hat aber irgendwas für sich. Eben echt DIY, auch wenn das Innenleben weitgehend aus fertigen Teilen zusammengesteckt wird. Macht aber nichts, denn so muss man keine Halbleiterplatten und Minibauteile löten. Das macht keinen Spaß, ich spreche aus Erfahrung. Allerdings geht’s auch nicht ganz ohne.

Finde ich immer wieder klasse, wenn sich jemand hinsetzt und etwas entwickelt und dann auch noch zum Nachbau mit Bildern und Text dokumentiert. Mir fehlen ein Audioausgang, ein Sequencer und eventuell ein Sync mit einer externen Clock. Wen das nicht stört, der findet hier ein recht leichtes Projekt mit Drumsounds für unterwegs. Mit Minispeaker und Game Boy Sound.

How to?

Die Anleitung nebst benötigten Bauteilen findet ihr auf Tumblr unter dem Namen „Physical Computing“ von „Final Project“ – nicht gerade individuell. Neben vielen Bildern gibt es auch Videos.

Danke fürs Ausgraben, CDM. :)

Video

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