Die beliebtesten DAWs Teaser

Welche DAW wird wirklich am meisten genutzt?  ·  Quelle: gearnews

Ich liebe Umfragen. Auch wenn diese nur schwer repräsentativ sind oder gar absolute Zahlen verraten, zeigen sie doch eine Tendenz. Die Leser von Ask Audio wurden Ende letztes Jahr gefragt, welche DAW sie nutzen. Die Ergebnisse unterscheiden sich tatsächlich ziemlich von den Zahlen, die eine deutsche Umfrage in verschiedenen Foren 2016 herausbekommen hatte.

Die beliebteste DAW

Wie schon eingangs erwähnt: Die Umfrage ist nicht repräsentativ im Vergleich zu den Verkaufszahlen oder echten Nutzerzahlen – die rückt kein Hersteller raus. Vielleicht um nicht ganz so schlecht da zu stehen, vielleicht wissen sie es aber auch nicht so ganz genau. Umfragen in Magazinen spiegeln auch nur eine gewisse Filterblase an Usern wider. Je nach Ort und Zeit kann das unterschiedlich ausfallen – deswegen weichen die Zahlen teils auch ziemlich krass von den Ergebnissen von 2015 in D-A-CH ab. Aber man kann trotzdem einiges ablesen.

Die Top-Liste sieht wie folgt aus:

  • Live – 20,52%
  • Logic – 19,20%
  • Pro Tools – 16,13%
  • Cubase – 10,43%
  • FL Studio – 6,40%
  • Studio One – 5,71%
  • Reason – 4,98%
  • Reaper – 4,96%
  • Other – 4,28%
  • Sonar – 3,01%
  • GarageBand – 2,22%
  • Bitwig Studio – 1.22%
  • Digital Perfomer – 0,94%

most_popoular_DAW_2017_graph

Dass Live „weltweit“ auf Platz 1 ist, wundert mich nicht. Dass Logic auch mit unter den Top 5 ist (und sogar auf Platz 2) auch nicht. Aber dass Pro Tools, der selbstbetitelte „Branchen Standard“ nur auf Platz 3 ist, wundert mich ehrlich etwas. Ist die Zeit vorbei?

Danach etwas weiter hinten folgt Cubase. FL Studio, Studio One, Reaper und Reason sind gleichauf, das mittlerweile reanimierte Sonar war damals auf dem absteigenden Ast und vielleicht sind deswegen eher wenig User damals vorhanden gewesen. Die DAW dürfte mit dem neuen Bezahlmodell (sie ist kostenlos) wieder etwas nach oben ändern. Bitwig Studio als quasi Newcomer ist immerhin bei 1,22 % und damit über Digital Performer.

Verglichen mit der Umfrage von 2015 in Deutschland, an der mit 630 Nutzern nur ein sehr kleiner Bruchteil teilgenommen hat, war Cubase bei sagenhaften 34%, dahinter ab 13% absteigend Logic, Pro Tools, Live, Studio One und Reaper. Schon ein krasser Unterschied. Wobei man auch bemerken muss, dass u.a. bei Recording.de nachgefragt wurde, was ja eher ein von den „Steinis beherrschtes Forum“ ist.

Was meint ihr? Entspricht die neue Umfrage auch euren Erkenntnissen? In welchem Lager steht ihr? In den letzten Jahren haben die DAWs ja abgesehen von der Usability fast die gleichen Funktionen bekommen, laufen alle stabil und haben auch klanglich keine Unterschiede. Oder?

Quelle

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14 Kommentare auf "Die beliebtesten DAWs international sind …"

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Diese Umfrage ist kompletter Schwachsinn. Von einer Seite die vermehrt Beiträge über Live veröffentlicht ist klar, dass so ein Ergebnis zu Stande kommt.
Und man braucht sich um Pro Tools keine Sorgen machen. Schon gar nicht auf Grund solcher Ergebnisse…

keine Überraschung 😉

FL Studio lag immer vorne, wenn es offizielle Umfragen gab, weil die Kids (aus bekannten Gründen) häufig damit arbeiten. Bei Umfragen aus dem Fachbereich wie diese, kommt es darauf an was selber oft dort promotet wird, und zu guter letzt, kommt es auf das Land/Region an. Ich sehe ganz klar Pro Tools in den USA, und Cubase in Europa vorne. Live und Studio One für beide Regionen auf Platz 3 und 4. Was die Asiaten so benutzen interessiert mich nicht, genauso wie deren Musik.

Zum Beispiel Avicii hat auch mit FL-Studio gearbeitet.
Mit Sau-flottem Workflow, wie man auf Youtube sehen kann.

In der DJ und EDM Branche arbeiten viele mit FL Studio, allerdings kann man auch oft in Tutorial-Videos sehen, das wohl der „Besitzer“ dieser und anderer Software, das Team Air ist;-)

Aha, die beliebteste DAW ist die, die am „kostengünstigsten“ zu erwerben ist. Oder was soll mir dieser Artikel sagen? Das würde ja bedeuten, dass alles, was die Unterschiede in einer DAW ausmachen, nicht entsprechend gewürdigt werden. So, so.

Eine Umfrage, die nicht repräsentativ ist, kann auch keine Tendenz zeigen, weil das heißt, dass die Ergebnisse komplett zufällig zu stande gekommen sein können.

Auch wenn nicht wissenschaftlich „repräsentativ“, bei 30 000 Umfrageteilnehmern sind die Resultate trotzdem nicht zufällig. Umso mehr mitmachen, desto genauer wird das Ergebnis, auch wenn es nie exakt sein wird… Bei 10 oder 100 wäre es viel zufälliger, aber so lässt sich schon einiges herauslesen…

mir komplett egal wer wie was macht solange das ergebniss stimmt.