Die neuen Blues-Cubes  ·  Quelle: rolandmusik.de

Ich hatte kürzlich eine News zu einem weiteren Cube-Combo von Roland vorgestellt. Jetzt gesellen sich zwei weitere Modelle dazu, die abgesehen vom Namen eher wenig mit der Cube Serie zu tun haben.

Es fehlen einfach die verschiedenen Verstärkermodelle, um richtig in die neue Cube Serie zu passen. Roland bleibt hier eher bei einem klassischen Aufbau mit zwei Kanälen (Clean und Crunch) und gemeinsamer 3-Band-EQ-Sektion. Die Kanäle lassen sich per Fußschalter bedienen und sogar gleichzeitig betreiben. Das habe ich bisher nur bei den Rath-Amps gefunden und freue mich, dass auch mal ein großer Hersteller auf die Idee kommt. Trotzdem ist es immer noch ein Modelling Amp und – das muss man Roland hoch halten – die Damen und Herren wissen, wie man so etwas anständig klingen lässt. Da mache ich mir also keine Sorgen. Einen Kemper kann auch keiner im Blindtest vom Original unterscheiden. So what?!

Während das Stage Modell mit 60 Watt daher kommt, liefert das Artist Modell gleich mal 80 Watt. Ein Reverb ist bei beiden an Bord, der Artist hat zusätzlich noch einen Tap-Tremolo. Besonders nett finde ich, dass die Endstufe ab Werk über einen Regler in vier Stufen (0,5 / 15 / 45 / 60 bzw. 80 Watt) drosselbar ist. Somit ist jede erdenkliche Situation abgedeckt.

Ganz klassisch sind beide ein offener 1×12 Combo. Hier verspielt man ein wenig Potenzial, ich persönlich bin bei Combos eher der halb-offene bzw. ganz geschlossene Typ. Schließlich möchte ich den Bass vorne raus und nicht irgendwo hinter dem Amp rumschwimmend haben. Die Speaker sind übrigens 80 Watt Modelle aus eigenem Hause. Mit dem Jazzchorus hat Roland zwar schon bewiesen, dass sie Speaker bauen können, bleiben dennoch aber dabei immer sehr speziell.

Die neue Modelling Technik heißt ab sofort ‚Tube Logic‘ und soll besonders ‚vintage‘ klingen und sich an der Charakteristik der alten Röhrenbuden orientieren, sogar die Kompression durch die Stromversorgung wurde bedacht. Was Roland hier als ‚modernen Look mit vintage Feeling‘ beschreibt würde ich kurz als Tweed beschreiben. Nix modern. Aber geschmackvoll.

Beide Amps haben an der Rückseite den Footswitchanschluss, einen Line-Out und einen Kopfhöreranschluss. Auch ein USB Anschluss wurde bedacht. Somit kann es gleich ohne große Studiotechnik in den Rechner gehen. Beim Artist gibt es noch weitere Footswitchanschlüsse wie den hauseigenen GA-FC und einen Effektloop dazu, ob seriell oder parallel bleibt uns Roland noch schuldig.

Preislich ist noch nichts bekannt, sollte aber im dreistelligen Bereich bleiben. Nach der Sommer NAMM wird er dann in den Läden aufschlagen. Die entsprechenden Infos reiche ich wie immer nach.

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