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Boss Waza Craft Amp Head Topteil Front

Die Waza Amp Front  ·  Quelle: Boss

Boss Waza Craft Amp Head Topteil Back

Die Rückseite  ·  Quelle: Boss

Boss Waza Craft Amp 4x12 2x12 Cab Box

Die beiden passenden Boxen  ·  Quelle: Boss

Boss Waza Craft Amp Head Topteil Back

Die drei neuen Pedale  ·  Quelle: Boss

Bisher kennt man Boss vor allem als Pedalhersteller für Gitarre und Bass – deswegen wird es auch drei neue Pedale auf der NAMM geben. Aber mit einem Amp und zwei Boxen hat wohl keiner zur NAMM gerechnet.

Der Amp nennt sich passend zur Edelpedalserie Waza Amp Head. Er wird 150 Watt liefern und komplett auf Transistoren aufbauen – ja, keine Röhre. Finde ich persönlich nicht schlimm, das Geschleppe macht mir nie Spaß, und klanglich bekommt man auch mit Transistoren genauso weit, schließlich sind Jazz Chorus und die Tausende Zerrpedale da draußen auch ohne Röhren zum Legendenstatus gekommen.

Boss verbaut hier eine Technologie, die „Tube Logic“ getauft wurde und eben wie Röhre klingen soll. Es handelt sich dabei um das DSP-System, wie man es auch schon in Rolands Blues Cubes vorfindet. (Wir erinnern uns: Roland und Boss gehören zusammen.) Ob damit auch die Tone Capsules passen, ist aber noch nicht bekannt. Ich vermute es aber mal sehr stark.

Das Topteil kann als Head und im Rack (3 HE) genutzt werden und bietet vier Kanäle: Clean 1, Clean 2, Lead 1 und Lead 2. Außerdem bietet der Waza Amp Umschalter für Cabinet Resonance (Vintage, Modern, Deep), Power Control (1 / 50 / 100 / 150 Watt), Line Out Air Feel (Rec, Live, Blend) und den Amplifier Mode (Internal, A, B). A und B sehen wie Tone Capsules aus, vermutlich passen die wirklich und sind frei austauschbar.

Auf der Rückseite befinden sich die Speaker Outs (1x 8 oder 2×16 Ohm), Anschluss für Fußleiste, Line Out, Headphone, FX Loop A und B, USB (Recording) und ein MIDI In.

Passend dazu wird es auch zwei Boxen in der Serie geben: eine 4×12 und eine 2×12. Die Speaker sind „custom made“ insgesamt sind die Boxen 320 Watt bei 8 Ohm (4×12) und 160 Watt bei 16 Ohm belastbar,

Ein bisschen Respekt habe ich aber vor dem angesetzten Preis. 2650 Euro für einen Transistorhead zu veranschlagen, ist sehr mutig in der heutigen Zeit. Aber vielleicht zeichnet sich damit ja so langsam auch die Wende ab.

Ein wenig im Schatten, aber nicht weniger interessant sind die Pedale, die Boss im Gepäck haben wird. Einen Bass Compressor BC-1X, einen Vibrato in der Waza Craft Serie VB-2w und den Vocoder VO-1.

Gerade das durchweg analoge Vibrato Pedal dürfte einige freuen. Das Original ist unerschwinglich, sofern es überhaupt mal in den einschlägigen Portalen auftaucht. Es wird ungefähr 200 Euro (UVP) kosten.

Das Vocoder-Pedal ist für Vocalisten gedacht und soll die Stimme synthetisieren oder nach Vocoder und Talkbox klingen. Passend dazu befindet sich neben dem Großklinken-Input auch ein XLR-Eingang am Gerät. UVP: ca. 240 Euro.

Das Bass Compressor Pedal finde ich jetzt nicht super spannend, aber definitiv ein Pedal, das es auch geben muss. Mit Gain Reduction LED-Leiste und Multiband Kompression auf jeden Fall mal etwas anderes bei den sonst sehr gleichen Kompressoren. UVP liegt bei ca. 195 Euro.

Das alles klingt ziemlich interessant. Ich bin wirklich gespannt, wie der Amp angenommen wird. Vor allem für den nicht so günstigen Preis, für den man auch sehr edle Röhrentopteile bekommen würde.

Mehr Infos bei Boss: Waza Amp, Waza 4×12, Waza 2×12BC-1X, VB-2w, VO-1

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Der Preis ist echt schon sehr krass. :o