von claudius | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Boss FZ-1W Teaser

 ·  Quelle: boss

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Boss hat ein neues Fuzz-Effektpedal veröffentlicht. Das FZ-1W stammt aus der Waza Craft Serie und soll vintage und modernen Sound verbinden – und angeblich basiert es nicht auf einer alten Schaltung. Wenn wir das aber richtig im Video einschätzen, dann steckt da doch eine bekannte Schaltung irgendwie mit drin.

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Leak

Erst gestern hatte sich ein US-Händler etwas in der Zeit vertan und das Boss FZ-1W unvorsichtig geleakt. Die Seite ging zwar wieder offline, aber „das Internet“ hatte schon alles dokumentiert. Wir natürlich auch. Nun können wir aber mit mehr Gewissheit darüber schreiben und müssen nicht anhand von Namen, blumiger Beschreibung oder Optik raten.

Boss FZ-1W

Wer denkt, dass im Boss FZ-1W auch ein Maestro FZ-1 Fuzz drin steckt, den muss ich leider enttäuschen. Laut Boss basiert die Schaltung auf keiner bekannten, vorhandenen Schaltung. Vielmehr ist die Firma darauf gestoßen, als sie alte Vintage-Pedale für das TB-2W (Tone Bender) auseinander genommen und analysiert haben.

Allerdings klingt der Vintage-Mode doch schon klar in die Richtung „kratziges 60s Fuzz“ und ich würde sagen, dass ein FZ-1 oder ein Tone Bender nicht allzu weit entfernt sind. Zur Erinnerung, das FZ-1 ist DAS Fuzz aus dem Satisfaction-Intro. Allerdings ist es nicht so dünn und schmatzt mehr. Vielleicht eine „Interpretation“?

Boss FZ-1w Leak 1

Vintage vs. Modern

Es bringt, anders als das TB-2W, zwei Modi mit. Vintage für eher aggressive Sounds mit 60s Vibe und leichtem (gefühltem) Oktave-up-Geflubber bei Akkorden und Modern, für eher wärmere und komprimiertere Klänge. Es soll laut Boss immer dynamisch in der Ansprache sein und (auch im Video zu sehen) hervorragend mit dem Volume-Poti ausdünnbar sein. Gegenüber echten Vintage-Pedalen hat es einen extremen Vorteil: Es wird immer gleich klingen. „Damals“ klang gefühlt jedes Modell anders. Auch aus der gleichen Serie. Bauteile waren qualitativ weit gestreut und zudem verändern Alter, Batterietyp und Ladezustand sowie auch die Umgebungstemperatur den Sound zusätzlich. Gerade, wenn Germanium im Spiel ist, braucht die Diode etwas Zeit, um warmzulaufen und zu klingen, wie es gedacht ist. So wurde sicherlich nicht wenige Effekte gegrillt, weil die Dioden zu heiß gemacht wurden. Ein „Trick“ war es, Glühbirnen im richtigen Abstand leuchten zu lassen, quasi als Heizung. Einige Transistoren mochten das nicht.

Preis und Martstart

Das Boss FZ-1W kostet 199 Euro und kann ab sofort vorbestellt* werden. Zur Erinnerung: Das TB-2W hatte 350 Euro gekostet. Ich denke, knapp 200 ist da schon sehr viel fairer. Interessant, dass eine Neuentwicklung weniger kostet als das „Klonen“ einer ollen Schaltung.

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