Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Behringer Poly D vs Minimoog

Behringer Poly D vs Minimoog  ·  Quelle: YouTube Starsky Carr

YouTuber Starsky Carr hat den möglicherweise ultimativen Vergleich zum Thema Behringer Poly D vs Moog Minimoog veröffentlicht. In über 47 Minuten führt er uns durch beide Geräte und demonstriert verschiedene Sounds und Funktionen direkt nebeneinander. Welcher klingt besser? Spiegelt sich der Preisunterschied im Klang wider? Eure Meinung ist gefragt. 

ANZEIGE
ANZEIGE

Update

Ihr habt abgestimmt. Oder zumindest ein Teil von euch. Denn trotz sehr großem Interesse am Artikel haben längst nicht alle Leser abgestimmt. Die Mehrheit ist sich mit 39 % einig, dass man trotz allem nicht am Original vorbeikommt. 31 % meinen im Blindvergleich keinen Unterschied zu hören, während 17 % sofort zum Portemonnaie griffen. Der Rest war entweder von der Paraphonie genervt oder – in ganz seltenen Fällen – schwer vom G.A.S. befallen und musste beide haben. Danke fürs Abstimmen!

Poly D vs Minimoog

Die Wartezeit ist vorbei! Auch ich konnte die Finger nicht stillhalten und habe seit wenigen Tagen einen brandneuen Behringer Poly D vor mir liegen.

In vielen Punkten stimmt mein Eindruck mit den einleitenden Worten des Videos überein: Die Verarbeitung ist wirklich gut. Sauber abgerundetes Metall, keine wackligen Potis, solide Kippschalter (die allerdings mit ihrem Orange ein wenig an die DDR erinnern). Während Starsky die Tastatur sehr zu mögen scheint, gefällt mir an ihr irgendetwas nicht so hundertprozentig. Wie auch schon beim Odyssey … irgendwie finde ich meinen Grandmother griffiger.

Der Poly D ist kleiner als der Mini, ist damit besser für den Liveeinsatz geeignet bzw. nimmt weniger Platz in euren, wahrscheinlich ohnehin bis zur Decke vollgestellten, Heimstudios ein. ;o)

Auch ich habe das Gefühl, dass der Output etwas gering ist. Das war beim Odyssey auch so. Dagegen hatte dessen XLR-Ausgang ordentlich Dampf.

Klangvergleich

Jetzt aber genug gelabert. Was zählt, ist natürlich einzig und allein der Klang. Um einen fairen Vergleich bieten zu können, wird natürlich auf alle hinzugefügten Effekte (Chorus, Distortion), den Hochpassmodus des Filters und den vierten Oszillator verzichtet. Außerdem empfiehlt der YouTuber, in die Behringer-Synth-App zu gehen, um den „Accent Velocity Threshold“ zu deaktivieren, da der Mini nicht über diese Funktion verfügt.

Eure Meinung ist gefragt!

Was meint ihr: Klingen die beiden Synthesizer identisch? Ist der Poly D ein passabler Ersatz für den legendären Minimoog? Hinterlasst uns eure Meinung in unserer Umfrage.

Ich selbst bin Pragmatiker: Klar hört man hier und da geringe Unterschiede. Doch selbst zwei originale Minis klingen nebeneinander gespielt nicht identisch. Ich finde den Sound fett und er macht Laune. Allerdings …

Kann man ein Gerät für die zusätzlichen Funktionen kritisieren? Theoretisch sollte ich mich einfach nur über die preiswerte Anschaffung mit zusätzlichem Chorus des Juno oder dem DS-1 Distortion-Schaltkreis freuen. Doch schnell merke ich, dass den beiden Effekten ein Blend-Regler sehr gut getan hätte. Spaßtechnisch hält sich das Spielen von Akkorden zudem echt in Grenzen. Man muss auf jeden Fall vorher ordentlich die Oszillatoren durchstimmen und das wiederholte Triggern des Filters ist ja bekannt.

Am Ende sehe ich es ähnlich wie der sehr gelungene Testbericht von Megasynth.de: Steht ihr vor der Überlegung, euch den Poly D anzuschaffen, so betrachtet ihn als gelungene Kopie des Originals, die wirklich hervorragend klingt und, abgesehen von interessanten Spezialklängen, eher monophon als paraphon glänzt.

Ich jedenfalls bin nicht sicher, ob der Poly D bleiben darf. Der Platz in meinem Musikzimmer ist begrenzt, ich bin mit meinem MOOG Grandmother wirklich sehr zufrieden und mir fehlt noch ein guter polyphoner Vertreter. (Habt ihr Tipps für mich?). Was für eine luxuriöse Zeit, in der wir Synthliebhaber uns aktuell befinden! Da wird doch tatsächlich abgewogen, ob man einen amtlichen Minimoog Sound für 739 Euro wieder retour schickt.

Falls euch der Klang aus dem Video Appetit gemacht hat, kommt hier der Affiliate Link zum Glück.

Weitere Informationen

Video

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

ANZEIGE
ANZEIGE

21 Antworten zu “Behringer Poly D vs Minimoog: Ihr habt abgestimmt!”

  1. Ich kann diese ewigen Vergleiche nicht nachvollziehen. Natürlich klingt der Behringer wie ein Minimoog. Aber darum geht es bei einer Kaufentscheidung (bei MEINER) nicht. Ich kaufe ein Gesamtpaket aus Klangqualität, Verarbeitungsqualität, die Haptik, Tastatur und auch das Image eines Unternehmens. Bob Moog hat viel Entwicklungsarbeit in diesen Synthesizer gesteckt und hat in vielen Bereich Pionierarbeit geleistet. Zudem werden und wurden auch das Reissue in Handarbeit gefertigt. Durch meinen Kauf eines Minimoog honoriere ich diese Punkte im wahrsten Sinne des Wortes. Ja – der Ruf und die Qualität einer Marke sind für mich nach wie vor Kaufargumente. Ich be- und verurteile nie und in keinster Weise andere Produkte und Hersteller – warum auch? Jeder macht das, was er kann und versucht nach besten Wissen und seinen Möglichkeiten das Produkt an den Markt zu bringen. Ich als Käufer bin frei in meiner Kaufentscheidung. Aber ich finde Anfeindungen von Herstellern, die ich nicht in meinem Portfolio habe als völlig unangebracht. Von daher: Behringer hat mit dem Poly D ein tolles Produkt auf den Markt gebracht und sollte für viele die nicht viel Geld ausgeben wollen sehr interessant sein – nur für mich halt nicht.

    • Gingerhead sagt:

      Wohl dem, der sich einen Synth für mehrere Tausend Euro eben mal leisten kann. Die freie Kaufentscheidung haben eben nur Leute ohne größere Geldnöte. Deshalb finde ich solche Kommentare immer etwa müßig, weil von privilegierter Position aus geschrieben.
      Man munkelt ja, dass es Menschen gibt, die einfach nicht mehr Kohle übrig haben, und deshalb mit einem Boog vorlieb nehmen müssen ;) Von nicht so viel Geld ausgeben WOLLEN kann da kaum die Rede sein. Bitte mal über den Tellerrand rausblicken!

    • Digikey sagt:

      „der Ruf und die Qualität einer Marke, “ was ist den das heutzutage, made in China von Maschinen, eher dürftig in denn USA zusammengeschraubt, von der schlechten Firmware gar nicht zu sprechen.
      Hör dir mal den Vergleich Matriarch Mono/poly an, neben dem wesentlich schlechteren Filtersweeps ( Moog verliert gegen ein SSM2044 ) hat der Synth faszinierende Aussetzer. Qualität ist für mich etwas anderes.

      https://www.youtube.com/watch?v=w0MU0c3hRKo

  2. Müller sagt:

    Für mich ist der Model D die beste Wahl, brauche ich einen 4. Oscillator kommt er external input zum Einsatz, was jedoch nicht notwendig war bisher. Die paraphonie brauche ich nicht. Da habe ich Ersatz hier. Und Ulli bringt ja auch polyphone synthesizer irgendwann raus. Solange habe ich wunderbare Ersatz Synthesizer hier die wirklich polyphon sind.

  3. Stefan sagt:

    Also ich hab meinen Poly D (mein erster Behringer) vor einer Woche bekommen und das Warten hat sich gelohnt! Ob das Teil jetzt 1 zu 1 wie ein Minimoog klingt, kann ich nicht beurteilen, ist mir aber auch herzlich egal. Für mich ist der Poly D jedenfalls sehr nah dran, was ich so in dem Video gehört hab.
    Was das Thema Paraphonie anbelangt: Gerade da bin ich erstaunt, welche schöne Flächen, Brass- und Stringsounds man mit sehr wenig Aufwand hinbekommt (dem schönen Chorus sei Dank!). Das hat mich wirklich überrascht. Allerdings müssen die Oszillatoren wirklich sehr sauber gestimmt sein, sonst klingts grottig. Die Tastatur finde ich jetzt nicht spitzenmässig, aber voll in Ordnung. Was mir gar nicht gefällt, aber das ist mein persönlicher Geschmack, ist der Verzerrer. Ich mag keine verzerrten Synthsounds. Aber das Ding muss man ja nicht einschalten.
    Die Verarbeitung wirkt ebenfalls sehr hochwertig. Schon erstaunlich, wieviel Synth man heutzutage fürs Geld bekommt.

    Fazit: Ich bin absolut begeistert!

    • Kazumi sagt:

      Stefan, ich hab beide. Und ich muss sagen, dass ich immer wieder mit dem Gedanken spiele, den Moog zu verkaufen. Warum? Weil der Behringer ein super Synthesizer ist. Und jeder der sich für den Behringer und gegen einen Moog entscheidet, macht definitiv nix falsch. Da spielt es auch keine Rolle, ob sich der Behringer nun 100%ig wie ein Moog verhält oder nicht. (Wobei mir der Behringer moogy genug ist ^^)

  4. Kobi Kobsen sagt:

    Es geht bei der ganzen Diskussion doch eh nicht wirklich um den Klang. Was einen Synthesizer ausmacht ist eher die Bedienung, die Haptik und der Spaß beim Schrauben den er weckt. Im Kontext einer Produktion hört kein Mensch mehr einen Unterschied. Wer sich da bei einem Behringer schlecht fühlt weil er billiger ist oder weil er nachgebaut ist, der hat ein anderes Problem.

  5. P. Wolf sagt:

    Ich habe das Geld für einen originalen Minimoog locker aus der Hüfte sitzen und trotzdem kaufe ich Behringer.
    Denn die Haptik und Qualität von Behringer ist super. Außerdem ist mir das Original zu groß. Und für ein bissl Moog Sound muss ich nicht so viel Geld ausgeben. Für das Geld kauf ich lieber bessere Sachen wie z.B ein Macbeth Ekements. Ein Moog Sound ist ausgelutscht und langweilig und nutze ich nicht oft. Außerdem steh ich voll hinter Behringer und finde es super was sie an Synthesizer machen. Sowas muss ich finanziell unterstützen.
    Die Firma Moog ist nur noch eine Abzocker Firma die den Kunden das Geld aus der Tasche zieht. Viele meiner Musikerkollegen haben eine Grandmother bei der die Potis kratzen. Minderwertiger Dreck für viel Geld. Da ist mir Behringer lieber.
    Ich habe alle Synthis von Behringer und bis jetzt 1A Qualität. Sound sowieso.
    Preislich sogar viel zu billig für das Gebotene. Ich habe hier Synthesizer für 1.000€ die sind schlechter verarbeitet als 300€ Behringer Synths. Tatsache!

    Korg ist in der heutigen Zeit für mich noch ein Hersteller der topp Synthesizer abliefert. Genauso wie früher. Wenn nicht sogar besser.

    Roland liefert Heute nur noch Schrott auf dem Synthi Markt ab. Digitaler überteuerter Plastikbomber Müll.
    Die Analoge Qualität von Früher wird es wohl nie wieder geben.
    Emulationen in einem Plastikgehäuse die schlechter als Plugin Emulationen klingen braucht keiner.
    Richtige Analoge Kisten müssen es sein.
    Kein Kinderspielzeug.
    Gott sei Dank gibt rs Behringer !!!

    Hoffentlich geht Roland bald Pleite, dass man sich den minderwertigen Kinderkram nicht mehr ansehen muss.
    Ist ja zum Erbrechen…

  6. Interessant ist, wie wieder argumentiert wird dass man eben nicht den Originalsound will, der ja offensichtlich schon deutlich anders ist, aber dann doch das Klongerät kauft, weil die Werbung es eben genau wie das Original aussehen lässt und damit suggeriert, dass es auch so klingt. Wie heißt der Begriff? Bigott? :)

  7. Bongomann sagt:

    Mag er noch so gut klingen, ich werde keinen Behringer kaufen. Ich werde keine Firma unterstützen die mit unseriösen Geschäftspraktiken in der Vergangenheit zu Punkten weiss und dafür noch den CEO Onkel Ulli zu nennen ist so so ziemlich das letzte. Naja passt eigentlich, wenn man so an italienische Mafja denkt, mit ihren Paten usw. Rätselhaft, dass man das so einfach ausblenden kann.
    Und das Argument Geld, da ich selbst jeden cent zwei mal umdrehen muss, überlege ich mir genau wer mein Geld bekommt und das bekommt sicher kein Firma die sich vor allem durch Plagiate, Prozesse, schlechte Arbeitsbedingungen und zuletzt Beleidigung und Verunglimpfung eines Journalisten einen Namen macht.

    • Shoa sagt:

      Ich finde es schon sehr grenzwertig wenn Du eine erfolgreiche, legal agierende Firma samt CEO in Verbindung mit kriminellen Organisationen bringt und Dich dabei nur auf das immer wiedergekaute vage nachgeplappere stützt was im Netz kursiert. Wenn Du unseriöse Geschäftspraktiken bei Firmen suchst wirst Du so ziemlich überall fündig werden. Im Vergleich dazu hat Behringer geradezu eine absolut weiße Weste. Lass Dich da also durch die ganze Stimmungsmache und Hetze im Netz nicht beeinflussen.

      • Bongomann sagt:

        Ich lach mich kapputt,
        Vage Vermutungen? Lol. #peterkirn, #devilfish, #kritiklöschen, mal nur so themen aus den letzten Wochen. Wir reden hier nunmal nicht von anderen, sondern von Behringer, da hilft alles relativieren nicht…..

        • Shoa sagt:

          LOL, nichts für ungut. Aber Deine genannten Hashtags bestätigen nur mein Gesagtes. Passiert halt, wenn man nur Überschriften liest. #kritiklöschen findest du selbst bei amazona.de und synthtopia.com wenn dort die „sogenannte“ Kritik eigentlich nichts anderes als Diffamierung (was Dein Kommentar in meinen Augen übrigens ebenfalls bereits ist) oder noch schlimmer pure Hetze ist. Aber diese feinen Unterschiede scheint man heutzutage immer häufiger nicht mehr zu verstehen (daher muss ja auch jetzt ein (themenlimitiertes) Gesetz her). Und zu #devilfish braucht man wohl nicht mehr viel zu sagen. Wenn man sich mal die Mühe macht, dass englischsprachige Original von dem Typen durchzulesen und zu analysieren versteht man sofort, dass der komplett übergeschnappt ist. Hätte selbst Roland mit Devilfish so gehen können. In diesem Sinne ;-)

      • heinrich sagt:

        Es ist ein höchst zweifelhaftes Verhalten wenn Behringer (in Fankreisen auch liebevoll „der Uli „genannt) sich „Kirn“ als Trademark sichert.
        https://www.musictech.net/news/11-things-need-know-history-behringer-peter-kirn/
        Oder hat er da auch schon wieder zurückgerudert?

      • Priestaman sagt:

        Abgesehen davon, dass gegen Behringer schon immer Geld mit Plagiaten machte
        ( Von Mackie, APHEX, DBX über https://www.clonepedalindex.com/behringer-pedals/clone-list/ bis zu heute) und nun auch noch dreist Namen schützen lässt wie MONOPOLY oder sich höchst fragwürdiger Methoden gegen Kritiker und Konkurrenten bedient,

        abgesehen davon hast du mit den geschmacklosesten Benutzernamen, den ich je in einem „normalen“ Forum gesehen habe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.