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von Dirk Behrens | 1,3 / 5,0 | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Acustica Audio Lava

Acustica Audio Lava  ·  Quelle: Acustica Audio

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Für Lava lässt es Acustica Audio so richtig krachen. Zumindest was das Marketing angeht. „Lass ein 100 Dollar Mikrofon wie eines für 9000 Dollar klingen“, „Mikrofon-Revolution-Plugin“ oder eine Auswahl von Mikrofonen mit einem Wert von „über 170.000 Dollar“ – das alles verspricht uns der Hersteller diesmal. Und von der Idee her hat Acustica Audio damit auch Recht. Denn Lava modelliert virtuell verschiedene Mikrofone, primär natürlich teure und begehrte Modelle.

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Acustica Audio Lava

Das Konzept ist ganz einfach erklärt. Du startest das Plugin, wählst eines von 100 gängigen Mikrofonen als Profil aus, wählst im nächsten Schritt eines von 41 „Zielen“ und schon kann es losgehen. Deine Aufnahmen bekommen nun wie von Geisterhand den Klangcharakter des ausgewählten Ziel-Mikrofons verpasst. Einfacher geht es nicht. Solltest du keines der zur Auswahl stehenden „Profil-Modelle“ besitzen, macht das auch nichts und das Plugin versucht einfach das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Als kleine Extras gibt es ein Eingangsfilter, einen Gain-Regler für das eingehende Signal und auf der „Ausgangs-Stage“ eine Einstellung für die Distanz (in cm). So kannst du mit verschiedenen Abständen zum virtuellen Ausgabemikro experimentieren und einen gewünschten Nahbesprechungseffekt erzielen. Der Mix-Regler steuert den Anteil von eingehendem und bearbeiteten Signal. Außerdem steht bis zu vierfaches Oversampling bereit. An LED-Meter angelehnte Anzeigen visualisieren Ein- und Ausgangspegel.

Ein weiterer Bonus ist die Option, überhaupt kein „Ziel“ auszuwählen, dann wird dein Mikrofon entsprechend dem gewählten Profil lediglich linear im Sound gemacht. Auch das kann eine gute Basis für weitere Bearbeitungen sein.

Acustica Audio Lava

Acustica Audio Lava

Die Liste der als Modeling verfügbaren Mikros arbeitet sich von A bis Z durch die bekanntesten Marken für Studiomikrofone. AKG, Beyerdynamic, Brauner, ELA, Gefell, Neumann, Ribera Audio, Shoeps, Sennheiser, Shure, Telefunken oder auch Exoten wie Revox – alle sind sie mit diversen bekannten Modellen dabei. Ich frage mich, ob Acustica Audio etwas für Lizenzen bezahlen musste. Die Rechtsabteilung wird es wohl abgeklärt haben.

So ein Plugin eignet sich natürlich hervorragend dafür, weiteren Nachschub von Emulationen zu veröffentlichen und noch mal etwas dafür abzurechnen. Mit einigen Plugins verfolgt der Hersteller bereits dieses Prinzip, wäre also keine Überraschung, wenn es Acustica Audio auch hier versucht.

Spezifikation und Preis

Acustica Audio Lava läuft als VST, VST3, AU und AAX auf macOS (10.14 oder neuer – nativer Support für Apple Silicon) sowie Windows 10 (oder neuer – nur 64 Bit). Ein PDF-Benutzerhandbuch findest du auf der Produktseite als Download. Eine für 30 Tage funktionierende kostenlose Demoversion gibt es auch. Für die Installation und Lizenzierung ist die Aquarius-Software des Herstellers zuständig.

Bis zum 11. Oktober 2022 gibt es das Plugin zum Preis von 128 Euro, regulär liegt dieser bei 209 Euro.

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Bildquellen:
  • Acustica Audio Lava: Acustica Audio
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4 Antworten zu “Acustica Audio Lava: 9000-Dollar-Sound aus einem Mikrofon für 100 Dollar?”

    Teh Real Truth sagt:
    3

    Na endlich: Shit IN, Gold OUT.

    Marco 🤣👍🎶🎶 sagt:
    0

    Immer wieder die gleiche Masche. Verdiene 10000€ täglich mit 20 Minuten Arbeit oder kaufen Sie diese professionelle Drohne für 99€ Sie wird Ihr Leben verändern…. Und jetzt geht es auch mit dem Mikrofon! Wer glaubt wird seelig, aber dieses schlechte Marketing nervt. Egal was die Software können will. Aber man sollte doch bitte einfach mal auf dem Boden bleiben. Für mich ist das bereits tabu.

    super.sump sagt:
    0

    Und wo genau gibt es die 30-Tage Testversion? Finde es leider nicht.

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