Gibson Alex Lifeson EDS-1275 Double Neck
Wer Alex Lifeson nicht kennt, hat aber wahrscheinlich schon mal von seiner Band Rush gehört. Und wenn auch das nicht, dann kann man dem Herren zumindest einen guten Geschmack in Sachen Gitarren zusprechen. Ab den spĂ€ten 70ern hat er eine weiĂe Double Neck SG von Gibson auf der Farewell to Kings Tour gespielt, die der Custom Shop nun als limitierte Serie (100 StĂŒck) neu auflegt. Die ersten 25 sind vom Namensgeber handsigniert. (Warum eigentlich nicht alle?).
Ich persönlich sehe heutzutage keinen Grund fĂŒr eine Double Neck Gitarre. Mal abgesehen vom nostalgischem Standpunkt aus. Damals wurden solche Gitarren entwickelt, weil man im Studio nur begrenzte Spurenzahl hatte â böse Stimmen behaupten, dass man es nur live eingesetzt hatte, weil man damit doof aussehen wollte. Ein Jimmy Page sah mit dem âAnkerâ IMHO aber nie uncool aus.
Alex Lifesons Gibson EDS-1275 ist wie andere Gibsons mit Mahagoni-Body ausgestattet, daran sitzen die zwei AhornhĂ€lse mit Palisandergiffbrett – einmal mit 12 und einmal mit 6 Saiten. Halsprofil und Humbucker sind wie die bei Alex‘ Originalgitarre auf ihn abgestimmt. Wie damals ĂŒblich, wird auch die Neuauflage mit weiĂem Nitrolack besprĂŒht und leicht gealtert (kleine Lackrisse und UV-VerfĂ€rbung). Ich besitze zwar auch kĂŒnstlich gealterte Instrumente, finde die aber nie so schön wie selbst gealterte. Wie immer: Erlaubt ist, was gefĂ€llt.
Mit 7299 USD (UVP) ist sie wahrlich kein SchnĂ€ppchen, reiht sich aber bei den Limited Runs der 2015er Modelle eher im mittleren bis unteren Preissegment ein. Ob einem diese Gitarre das Geld wert ist, muss natĂŒrlich jeder selbst entscheiden. Mir persönlich wĂ€re es zu teuer und eine Double Neck brauche ich ohnehin nicht. Aber wenigstens ist die angenehmer anzusehen als die zuletzt vorgestellte Bonabyrd, bei der es mich jedes Mal schĂŒttelt, wenn ich sie ansehe.
Mehr Infos: Gibson Alex Lifeson EDS-1275