von Dirk Behrens | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Zoom F3

Zoom F3  ·  Quelle: Zoom

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Zoom zeigt einen neuen Field-Recorder mit dem sehr knackigen Namen F3. Zu den Highlights gehört eine 2-Kanal-Aufnahme mit 32-Bit Float, Kontrolle über ein LC-Display, die optionale Bedienung über eine App und die Möglichkeit, den Recorder als USB-Audiointerface zu nutzen.

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Zoom F3

32-Bit Float Recording steht für die zwei Aufnahmespuren in einer Auflösung bis zu 24 Bit und 192 kHz bereit. Wenn der kleine Field-Recorder über USB-C als Audiointerface am Rechner oder einem iOS-Device angeschlossen wird, kommt der F3 auf maximal 96 kHz. Dabei steht sogar eine Loopback-Funktion zur Verfügung und macht das Gerät ebenso für Streaming attraktiv.

Duale A/D-Wandlerstufen und rauscharme Mikrofonvorverstärker (aus der F-Serie des Herstellers) versprechen Zoom zufolge hochwertige Aufnahmen, unabhängig von der Umgebung und Situation. Um Übersteuerungen soll sich dabei niemand Sorgen machen müssen.

Zoom denkt natürlich auch an Filmsets, deshalb lässt sich das kompakte Gerät mit seinen 242 g Gewicht per Klettverschluss direkt am Mikrofonarm befestigen. Über die F3 Control App ist für solche Momente auch eine Fernsteuerung aus einer Distanz von bis zu 10 m möglich. Die App läuft auf iOS und Android – die Android-Version ist für das laufende Jahr versprochen. Wireless Timecode ist da ebenso denkbar, dafür sind aber ein optionales BTA-1 Bluetooth-Adapter und UltraSync Blue von Timecode Systems erforderlich.

Zoom F3

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Das Eingangssignal zeigt F3 als Wellenform in Echtzeit auf dem LC-Display an. Ein Kopfhörerausgang befindet sich am Recorder. Über einen Line- Ausgang ist es möglich, direkt in eine Kamera oder andere Geräte gehen.

Stabile Seitenverstrebungen, eine Standard-Stativhalterung und rutschfeste Gummifüße gehören zur Ausstattung. Ein robustes Metallgehäuse und verriegelbare XLR-Anschlüsse sind für den Einsatz in den unterschiedlichsten Umgebungen konzipiert.

Mit zwei Alkaline-Batterien kommt der Recorder auf eine Laufzeit von acht Stunden, bei Lithium-Batterien sind bis zu 18 Stunden drin. Alternativ ist der Betrieb über das AD-17 Netzteil oder ein USB-Akkupack vorgesehen. Die Aufzeichnung erfolgt über microSD-Karten mit bis zu 1 TB Speicher, damit sind laut Zoom bei höchster Auflösung bis zu 180 Stunden Aufnahmezeit garantiert.

Zoom F3

Zoom F3

Features

  • 2-kanaliger 2-Spur-Field-Audiorecorder
  • Ausgestattet mit 32-Bit-Float-Aufnahme und dualen A/D-Wandlern für maximale Dynamik und verzerrungsfreie Audioaufnahmen
  • 2 separate Eingänge mit verriegelbaren XLR-Buchsen
  • Eingangssignale können in Echtzeit als Wellenform auf dem LCD überwacht werden
  • kann per Klettverschluss am Mikrofonarm befestigt werden
  • geringes Grundrauschen (-127 dBu EIN)
  • Aufnahme von Mono- oder Stereodateien im WAV-Format mit bis zu 192 kHz Samplingrate/32-Bit-Float
  • Stereophone 3,5 mm Phone-/Line-Ausgangsbuchse mit eigenem Lautstärkeregler
  • Aufzeichnung direkt auf microSDHC- und microSDXC-Karten mit bis zu 1 TB Kapazität
  • Drahtlose Fernsteuerung in iOS/Android über optional erhältlichen Bluetooth-Adapter BTA-1 (Android-Version erscheint 2022)
  • Betrieb als USB-Audiointerface mit jeweils zwei Ein- und Ausgängen (bis 24 Bit/96 kHz)
  • Über 7 Stunden Betrieb mit zwei Typ-AA-Alkaline-Batterien
  • Betrieb mit zwei herkömmlichen Typ-AA-Batterien oder Wechselstromnetzteil (AD-17) oder USB-Stromversorgung
  • Drahtlose Timecode-Synchronisation (in Verbindung mit dem optionalen BTA-1 Bluetooth-Adapter und einer UltraSync Blue Einheit von Timecode Systems)
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Verfügbarkeit und Preis

Der F3 soll im zweiten Quartal 2022 erhältlich sein, den Preis verrät uns Zoom noch nicht.

Weitere Infos über Zoom F3

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10 Antworten zu “Zoom F3: Kompakter Field-Recorder mit 32-Bit Float Recording”

  1. Ich frag ja nur ... sagt:

    Wie viel Gain haben die mic preamps?

    • not tested sagt:

      Gain – „offiziell“ keinen.
      Dieses Gerät soll mittels „dualer AD-Wandlern“ den ganzen Dynamikbereich abdecken, den dieses Gerät beherscht.

      Dual heißt hier wohl: einer mit Gain und einer mit ohne (bzw. weniger). So dass keinerlei Aussteuerung „nötig“ bzw. möglich ist. Andere Rekorder haben auch mehrere AD-Wandler, z.B. auch „duale“, allerdings werden die anders benutzt, in der Regel, um einen größeren Dynamikbereich abzudecken.

      Warum beim Zoom-F3 jetzt 2 Wandler für alles ohne Aussteuern reichen sollen, ist natürlich nicht ganz selbsterklärend, allerdings ist das Konzept schon bestechend mit „32-Bit Float“, wenn man nicht weiß, wie laut etwas werden kann, hat man hier sicherlich einen interessanten Kompromiss.

      Ich weiß nicht wie gut dieses Gerät wann sein wird. Ich habe einige Tests mit dem Zoom-F2 gemacht, der ähnlich ist, nur in Mono und mit 3,5mm Klinke statt XLR, und das war schon viel besser als jede Auto-Aussteuerung (dann gibt es z.B. bei Tascam noch „level-reduce“, welches die Aussteuerung absenkt, wenn es zu laut wird, aber die Aussteuerung bleibt dann dort!). Ich weiß auch nicht, ob der F3 nicht z.B. doch mehrere Gainstufen hat (pro Wandler), was theoretisch das Risiko einer Übersteuerung haben kann, aber auf Kosten der Transienten „von 0 auf 100“ ziemlich gut funktionieren könnte, wenn es geschickt gemacht ist, da dann nicht nur alles irgendwie abgedeckt ist, sondern es auch noch auf geschickte Weise mit hohem Auflösungspotential geschieht. (Also Raten hier…) Klar ist aber, dass das 32-Bit-Float-Format erlaubt auf jeder Dynamikstufe einen extremen Detailgrad darzustellen (ob das Gerät das auch in der Realität schafft ist eine andere Frage).

      Womit ich rechnen würde (keine Gewähr!):
      – Ein dynamisches Mikrofon könnte sich bei nicht so starken Signalen im unteren Bereich aufhalten, was vielleicht ein Verstärkerzwischenstück in der XLR-Verbindungskette erforden würde, trotz allem. Denn wird der Gain des „unteren Wandlers“ hier nicht hochgeregelt, bzw der des „oberen Wandlers“ runtergeregelt, könnte es theoretisch sein, dass sich die (eher subtilen) Signale in den untern 16-24 Bit des „unteren Wandlers“ abspielen, und das Gerät damit nicht das theoretische Potential eines Wandlers mit einstellbarem Vorverstärker erreicht. Hier wäre es nett, mehr zu wissen, allerdings ist das Gerät noch nicht mal auf dem Markt…
      – Extrem laute Signale auf einem Mikrofon, dass das auch leistet, könnten eventuell trotzdem übersteuern. (Mikrofon liefert mehr als das Gerät analog kann, wobei ich nicht weiß ob es das bei dieser Spezifikation gibt, da ich sie nicht auswendig kann. Dann wäre ein Dämpfungsglied in der XLR-Kette nötig.)
      – Die Vorverstärker, besonders bei festgelegtem gain (nicht dynamisch), laufen vielleicht nicht im optimalen Bereich, je nach Signalstärke, obwohl sie „alles“ abdecken. Es wird dann vielleicht nicht so gut klingen, wie dieselbe Hardware, würde man sie mit optimalem Gain aussteuern können.
      – Preislich ist es ähnlich zum Tascam DR-100 mk3 (auch duale Wandler, aber anders benutzt bei 24 Bit).

      Kurze Antwort also: kein Gain kann eingestellt werden, pro Kanal sorgen zwei AD-Wandler dafür, einen möglichst großen dynamischen Bereich abzudecken, ohne dass etwas eingestellt werden müsste (bzw. könnte).

      Für meine Zwecke (eher Naturaufnahmen, platzierte Geräte), ist dieses Gerät sehr interessant, da ich bei möglichem Gewitter o.ä. „einfach“ eines irgendwo platziere, und dann mit entsprechender Batterie (150 Wh+?) eine Woche lang aufnehmen lasse. Ich hätte gerne eine Variante für mindestens 100 Euro weniger, dafür mit Stereoklinke 3,5mm zum Platzieren mit EM272-basierten Mikrofonen, um das finanzielle Risiko zu reduzieren, kann letztlich aber auch gut mit XLR leben.

      • Gast sagt:

        Die Frage nach dem Gain ist absolut berechtigt, aber Zoom gibt da wohl keine Auskunft. Hersteller von Profi-Geräten sind da klarer. Und wenn das analoge Signal vor der AD-Wandlung rauscht oder zerrt, nützen 32 Bit float gar nichts.
        Da hilft wahrscheinlich nur testen, ob’s für das eigene Einsatzszenario passt.

        • not tested sagt:

          Absolut relevant, und die analoge Qualität wird die Praxis zeigen müssen.
          Das Gerät scheint allerdings ähnlich dem F2 designt zu sein, um sehr leise und sehr laute Signale ohne Nutzerinteraktion mit hohem Detailgrad aufzunehmen (Siehe Beschreibungen).

          Auf der Website gibt es einige Details:
          (1) Duale Wandler und 32-Bit Float Aufzeichnung.
          (2) „ohne das Gerät neu aussteuern oder sich um Übersteuerungen Sorgen machen zu müssen.“
          (3) Die Mikrofonvorverstärker der professionelen F-Serie (F8N?).
          (4) „−127 dBu or less (IHF-A) when waveform magnification is ×1024 with 150 Ω input“

          Die Anleitung präzisiert:
          (5) „Dual AD converter circuits enable recording the loudest to the quietest sounds without adjusting gain.“
          (6) For each input circuit, the F3 has two AD converters with different input gains.
          (7) Grafik: „High gain“ und „Low gain“ AD-Converters,
          (8) Grafik: „AD-Converter switches in response to input level“ … „Switching between two AD converters“
          (9) Block Diagram (AD)
          (10) „Maximum input level MIC: +4 dBu“

          Mit (5) ist klar, dass keine Nutzerinteraktion für die Aussteuerung möglich ist. Das erfolgt also automatisch (oder fixiert).
          Mit (1) ist klar, dass das Format beliebig laute und leise Signale mit „höchstem“ Detailgrad darstellen könnte, wenn sie dann so aufgenommen werden, sowie dass zwei Wandler pro Kanal eingesetzt werden. Ich sehe daraus natürlich nicht, wieviel Bit die Wandler haben, ob sie einen fixierten Gain haben, oder was auch immer.

          (3) sagt explizit, dass es Vorverstärker gibt, und damit natürlich auch irgendwo Gain.
          (4) 1024-fache Vergrößerung der Waveform klingt etwas obfusktativ formuliert, deutet wohl an, dass dort das Level von -127 dBu dann plastisch zu sehen ist. Das muss nicht heißen, dass es variable Verstärkungsstufen gibt. Auch „bei 150 Ohm“ sagt nicht viel mehr. Mit (6) und (7) ist man auch nicht schlauer (fix oder variabel?).
          (8) Nach anfänglicher Verwirrung scheint hier klar zu sein: Zwei Wandler mit fixem Gain decken also den gesamten Dynamikbereich mit etwas Überlapp ab, und es wird zwischen den Wandlern ausgewählt, welcher wohl besser für das momentane Signal geeignet ist. Vielleicht wird auch mal gemittelt o.ä. Das Ergebnis „32-Bit-Float“ heißt übrigens nicht, dass es 32-Bit-Wandler sein müssen, es könnten ebenso zwei 40-Bit-Wandler sein, oder zwei mal 24-Bit, oder verschiedene Bitzahlen, das ist einfach nicht klar an der Stelle.

          Im Diagram (9) sind offenbar Vorverstärker und AD als ein Element „AD“ dargestellt. Hier will man wohl nicht zu viel zeigen.
          Unter (10) ist klar, dass Mikrofone mit lauterer Ausgabe ab da auf jeden Fall verzerren werden. Die Dynamik spielt sich dann im Wesentlichen von „unter“ -127 dBu bis +4 dBu ab. An den Grenzen können sich also wie bei anderen Geräten auch ein Verstärkungs- bzw. Dampfungsglied im XLR-Weg lohnen, oder es wird ein geeigneter Rekorder/Preamp für die extremen Ränder des Dynamikspektrums genutzt (…).

  2. Patrick sagt:

    Gibt es eine Info ob das Ganze dann auch als Eingangsquelle für Videoaufnahmen möglich ist? OpenCAM läuft meistens gut mit sowas, wäre echt ne nette Idee für schnelle Konzertmitschnitte

  3. not tested sagt:

    Ich habe jetzt zwei Geräte, die Quatsch abliefern.

    Der support meinte, es klinge nach einem defekten Gerät, das zur Reparatur eingeschickt werden sollte.

    Ich habe jetzt zwei Geräte, die unter unklaren Umständen bei Mehrtägigen Aufnahmen offenbar einen Schluckauf bekommen, und Dateien womöglich wieder überschreiben. D.h. die Dateinamen sind wie die ersten beiden Tage, aber das Änderungsdatum ist vom letzten Tag (4./5.). Eines habe ich trocken getestet, also am Strom ohne Mikrofon. Das andere schien bisher gut, hat jetzt aber dasselbe zurückgeliefert.

    „Klingt“ für mich wie ein Softwarefehler, aber wer weiß. Ist nicht klar, dass es frühestens nach 24 Stunden o.ä. passieren kann, kann ich mit solchen Geräten genau gar nichts anfangen :).

    • not tested sagt:

      Tatsächlich haben alle Dateien auf Toplevel das selbe Änderungsdatum (Wiedereinschalten nach Batterie leer), aber Dateinamen vom Anfang der Aufnahme. Unter F2_Settings/Work sind dann noch Dateien, deren erste Datei genauso aussieht, die restlichen aber kohärent sind, bzgl. Änderungsdatum vs. Dateiname (letzterer Enthält ja das Datum, zu dem sie aufgenommen wurde). Die Dateien unter Work sind auch neuer.

      Die Einschätzung des Überschreibens ist so vielleicht also falschm, da muss man anders testen, Datum und Zeit aufsprechen, oder was. Ein Grund immer erst genau zu gucken :).

      Das Änderungsdatum deutet darauf hin, dass alle Dateien beim erneuten Einschalten wieder angefasst wurden. Das ist bei „normalen“ Aufnahmen nicht so gewesen, denn dort ist das Änderungsdatum immer konsistent. Vielleicht hat das Gerät also ein Problem mit Fehlerresistenz (und/bzw. recovery). Ob Hitze, statistisch, IO-Anbindung, sonstwas als Auslöser.

      Vielleicht funktionieren die Geräte immer mindestens 24 Stunden lang, dann kann man irgendwas damit machen, oder sie sind wegen der Langzeitaufnahmen jetzt irgendwie geröstet.

      Die typische Nutzung dürfte sicherlich kürzere Aufnahmedauern betreffen, wobei ja nicht wirklich klar ist, was genau hier passiert, wann und warum…

      • not tested sagt:

        Es gibt ein Firmwareupdate, das so aussieht, als würde es dieses Problem adressieren:

        Version 1.20
        ・ Released as following bug fix and function update in February 2022
        ■Function Update
        1. A new function added to enable formatting the SD card inserted in F2-BT using F2 Control app
        (for iOS/Android).
        ■Bug Fix
        1. There are cases where audio files are not created when recorded.

    • not tested sagt:

      „OOPS“
      Ich schreibe hier vom ZOOM F2, dem Monorekorder, der offenbar das gleiche Konzept hat wie der F3, was die Aussteuerung betrifft.

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