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Das neue F8 sieht nicht nur auf dem Datenblatt gut aus  ·  Quelle: zoom-na.com

Warum sind die Anschlüsse auf der schwer zugänglichen Rückseite gelandet?  ·  Quelle: zoom-na.com

Genug In- und Outputs für den taglichen Gebrauch  ·  Quelle: zoom-na.com

Fernsteuerbar über Bluetooth mit der iOS App  ·  Quelle: zoom-na.com

Als ehemaliger Location-Recorder liefen mir schon einige kalte Freudeschauer über den Rücken, als ich die Liste an Features zum neuen F8 überflogen habe. An dem Field-Recorder wurde auf jeden Fall an die Bedingungen und Wünsche am Set gedacht. Das Zoom F8 ist eine richtige Kampfansage aus Japan an den Markt.

Der Name verrät es schon: Das F8 bekommt acht Inputs – alle als XLR/Klinke-Kombibuchsen. Zwei Main-Out (Mini-XLR), ein Kopfhörer-Out (6,3 mm TRS), einen Sub-Out (3,5 mm TRS) runden die Sache nach außen ab (der Wortwitz sei mir bitte gegönnt). Aufgenommen wird intern mit 24 Bit und bis zu 192 kHz auf zwei SDXC-Karten mit je bis zu 512 GB. Auf die eine lassen sich so die acht Spuren separat aufzeichnen, auf die zweite Karte die Stereo-Summe.

Auch an den Saftety-Track Modus wurde gedacht, dabei lassen sich im Dual-Channel Modus separate Tracks mit anderer Lautstärke aufnehmen. Gut, wenn man nicht genau weiß, wie laut die folgende Szene plötzlich wird. An der Rückseite lässt sich zudem noch eines der modularen Mikros (XYH, MSH, SGH, SSH) von Zoom anschließen, das aber nur auf die Kanäle 1 und 2 geroutet werden kann. Warum der Anschluss an der Rückseite ist, erschließt sich mir aber nicht.

Im Inneren arbeitet ein Timecode-Generator mit einer Genauigkeit von 0,2 ppm (part per million). Es lässt sich aber auch über einen BNC-Anschluss mit externen Geräten synchronisieren – in beide Richtungen. Die Preamps arbeiten mit einem Noisefloor bei -127 dBu und können mit +75 dB verstärkt werden. Da sollten auch leise Mikros gut ausgesteuert werden können. Jeder Input kann individuell mit Phantomspeisung und Limiter (-10 dB Headroom) versorgt werden.

Die Front ist ebenfalls genial. Jeder Input hat seinen eigenen Gain-Regler, PFL-Button, Rec-Ready Button und eine 6-Segment LED-Kette für den Input. Das 320×240 LC-Display zeigt Panning und aktivierte Kanäle an, den Timecode (Take und global), Tackname und die Stereo-Summe. Auf Wunsch lässt es sich auch auf monochrom schalten.

An der Rückseite lässt sich der Akku tauschen – der nebenbei kein echter Akku ist, sondern mit acht AA Batterien zu füllen ist. Über den Hirose Anschluss lassen sich externe Akku-Packs verwenden. Für Generator oder Indoor Recording-Sessions steht aber auch ein normaler Stromanschluss bereit. Damit sollte man auch sehr lange Takes gut meistern, da das F8 automatisch umschaltet, wenn eine Quelle zu wenig Power liefert.

Via Bluetooth lässt sich das F8 auch über ein iPhone, iPod touch oder iPad fernsteuern. Man bekommt dabei einen kompletten Mixer, das Display und Steuerknöpfe für Play, Pause und Record auf seinem iOS Gerät angezeigt. So lassen sich auch die Tracks, Takes und Metadaten schnell ändern.

Die komplette Feature-Liste des F8 gibt es auf der Produktseite bei Zoom. Es soll im Juli für 999,99 USD erhältlich sein. Konkurrenten in dem Preissegment müssen sich sehr warm anziehen.

Eine Antwort zu “Neuer Standard für Field-Recording? Zoom F8?”

  1. set toni sagt:

    Und da ist mein DR-680 schon in den Kleinanzeigen. :D

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