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Wide Blue Sound ORBIT - Das schick gemachte GUI lädt zum Schrauben ein  ·  Quelle: widebluesound.com

Wide Blue Sound ORBIT - Die Effektabteilung  ·  Quelle: widebluesound.com

Wide Blue Sound ORBIT - Die Sequencer-Ansicht  ·  Quelle: widebluesound.com

Mit dem ORBIT stellt das neu gegründete Entwicklerstudio Wide Blue Sound ein virtuelles Instrument vor, das sich besonders dazu eignen soll, im Handumdrehen cineastisch anmutende Synthesizer-Flächen und atmosphärische Klang-Texturen zu erschaffen.

Der ORBIT ist das erste Instrument des jungen US-Unternehmens, welches unter anderem von dem Film-Komponisten Jeff Rona gegründet wurde. Er zeichnet auch verantwortlich für die Idee und Konzeption des neuen virtuellen Klangerzeugers. Zur Nutzung wird die aktuelle Version von Native Instruments KONTAKT benötigt. Eine Kompatibilität mit der kostenlosen Player-Version von KONTAKT ist derzeit nicht gegeben, anscheinend wird daran aber bereits gearbeitet.

Die Arbeitsweise des ORBIT entspricht nicht der eines klassischen Synthesizer Plugins, stattdessen verfügt er über vier sogenannte Orbits als Ausgangspunkte seiner Klangerzeugung. Aus einer Library von derzeit exakt 101 so genannten Soundsources kann für jeden der vier Orbits eine eigenständige Klangquelle ausgewählt werden. Diese Soundsources bestehen dabei nicht nur aus kurzen Audio-Snippets, laut Angaben des Entwicklers haben diese z.T. eine Länge von über einer Minute und verändern ihre Klangfarbe über die Dauer der Wiedergabe. Infolgedessen startet die Wiedergabe einer Soundsource beim Spielen eines Tones auch an der Position des letzten Stopps, statt jedes Mal erneut zurück zur Startposition zu springen. Das bringt klanglich eine Menge Varianz ein!

Jedem der vier Orbits steht ein eigenständiges, resonanzfähiges Filter zur klanglichen Formung der Soundsources zur Verfügung. Der Filtertyp kann dabei zwischen Low- und Highpass variiert werden. Weiterhin verfügen die Orbits jeweils auch über eigenständige Regler für Tune, Gain und Panorama. Nicht benötigte Orbits lassen sich über die darüber angeordneten mondförmigen Icons muten. Über den Clone-Button lassen sich die Einstellungen des ganz links befindlichen Orbits auf alle weiteren übertragen, damit erhält man gewissermaßen einen Unisono-Modus. Der Random-Button hingegen füttert die vier Orbits mit zufällig ausgewählten Soundsources und bietet damit überraschende neue Klänge.

Die Ausgangssignale der vier Orbits werden nicht einfach summiert, vielmehr sorgt eine Engine für dynamische Wechsel und Übergänge zwischen den Soundsources. Dazu verfügt der ORBIT über drei verschiedene Modi: Der Pulse Mode dient der Erstellung perkussiver Elemente,  der Chop Mode schafft elektronische, stutter-artige Effekte und der Flow Mode eignet sich für Flächen und Sphärenklänge. Die Regler Rate, Depth, Punch sowie Attack und Release ermöglichen eine weitreichende Anpassung an die eigenen Klangvorstellungen.

Zur finalen Klangformung bietet der ORBIT eine global agierende Effekt-Abteilung. Diese ist mit den Effekten Scream, Distort, Chorus, Delay und Space sowie einem ebenfalls resonanzfähigen Lowpass Filter recht umfangreich ausgelegt. Komplettiert wird die Ausstattung des ORBIT durch vier unabhängige, je 64 Steps umfassende Sequencer. Diese sollen nahezu jeden Parameter des virtuellen Instruments modulieren können und bieten demzufolge zusätzliche Möglichkeiten der klanglichen Ausgestaltung.

Der ORBIT ist seit dem 25.03 über die Website des Entwicklers erhältlich, derzeit noch für einen reduzierten Kurs von umgerechnet ca. 137 Euro. Regulär werden dann ca. 183 Euro fällig. Eine Demoversion ist aktuell leider nicht verfügbar, die Soundbeispiele auf der Website hingegen sind ziemlich vielversprechend.

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