Waldorf Iridium MK2: 6 Synthese-Engines und eine Prise Aphex Twin
Großes Upgrade für den Multi-Engine-Synthesizer mit vielen neuen Features
Mit dem Waldorf Iridium MK2 geht der leistungsstarke Multi-Engine-Synthesizer in die zweite Generation. Wie hat Waldorf es geschafft, den Iridium noch besser zu machen – und was hat Aphex Twin damit zu tun?
Alles zum Iridium MK2
Waldorf Iridium MK2 offiziell vorgestellt
Nach einem kurzen Teaser-Video und einem Leak ist es jetzt offiziell: Der Waldorf Iridium MK2 ist da! Der Iridium war bekanntlich schon bisher ein Paradies für kreative Sounddesigner – was hat Waldorf sich einfallen lassen, um noch eine Schippe draufzulegen?
Neben einem aufgefrischten Design verfügt der Synthesizer über eine neue Hauptplatine mit mehr RAM und doppelt so viel Flash-Speicher: Statt wie bisher 2 GB stehen nun 4 GB für Samples zur Verfügung; 2 GB davon sind bereits ab Werk gefüllt. Auch der Patch-Speicher wurde erweitert und fasst nun unglaubliche 7.000 Sounds. 1.750 Presets werden mitgeliefert.
Dank des RAM-Upgrades ist der neue Iridium MK2 vierfach multitimbral und bietet somit doppelt so viele Parts wie der Vorgänger. Neben herkömmlichen Split- und Layer-Konfigurationen unterstützt der Synthesizer auch andere Verknüpfungen der Parts wie Round-Robin und Random-Robin.
Die wohl wichtigste Neuerung in Sachen Synthese: Zu den bisherigen fünf Synthese-Engines (Wavetables, virtuell analog, Particle (granular), Resonator und Kernel) gesellt sich bei der neuen Version eine sechste. Seeds ist von Wavetable-artigen Klangverläufen inspiriert. Anders als bei der herkömmlichen Wavetable-Synthese sind die einzelnen Waves (also die „Stationen“ des Wavetables) jedoch nicht statisch, sondern werden von Suboszillatoren („Seeds“) permanent dynamisch erzeugt, wofür verschiedene Techniken wie Ringmodulation, FM, Wavetables und Partials genutzt werden können. Das klingt sehr spannend – was genau mit Seeds möglich ist, werden sicher die ersten Soundbeispiele zeigen.

Inspiriert von Aphex Twin: Per-Note Parameter Locks
Für die zweite Generation des Synthesizer hat Waldorf sich außerdem mit dem langjährigen Iridium-Fan Aphex Twin zusammengetan. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist ein Feature namens „Per-Note Parameter Locks”: Für jede der 128 MIDI-Notennummern lassen sich bis zu 16 Parameter-Änderungen festlegen – einfach durch Drücken der entsprechenden Taste und Drehen an den Reglern. Sogar der Synthese-Modus kann pro Note gewählt werden. Somit kann der Iridium MK2 auf jeder Taste einen komplett anderen Sound erzeugen – ähnlich wie beim Aphex-Twin-Modus der Novation Bass Station II. Diese Parameter Locks werden mit Patches gespeichert und lassen sich über eine gesonderte Menüseite bearbeiten.

Darüber hinaus hat Waldorf dem Iridium MK2 den vom Protein bekannten Flavour-Regler spendiert. Durch minimale Variationen von Timing, Klangfarbe, Tonhöhe und diversen weiteren Parametern haucht die Funktion Sounds auf Wunsch mehr Leben ein. Auch eine Zufallsfunktion namens Mutator wurde integriert. Und den Arpeggiator hat Waldorf um neue polyphone Modi erweitert.
Wie die erste Generation erscheint der Iridium MK2 zunächst in der Desktop-Variante. Ob auch die Keyboard-Version und der kleine Iridium Core das Upgrade bekommen werden, verrät Waldorf noch nicht – wenn der MK2 erfolgreich ist, dürfte das aber nur eine Frage der Zeit sein.
Firmware-Update 4.0 für Iridium und Quantum angekündigt
Auch Besitzer eines Iridium der ersten Generation oder eines Quantum dürfen sich freuen: Zeitgleich mit dem Iridium MK2 hat Waldorf ein Firmware-Update für alle Synthesizer der Serien angekündigt. Die Version 4.0, die demnächst veröffentlicht werden soll, bringt einige Features des MK2 auch auf die Synthesizer der ersten Generation, darunter den Mutator, den polyphonen Arpeggiator und neue mikrotonale Funktionen.
Preis und Verfügbarkeit
Du kannst den Waldorf Iridium MK2 ab sofort bei Thomann* für 2.369,- € bestellen. Er soll in Kürze lieferbar sein.
Mehr Informationen

Waldorf Iridium MK2 Leak: Wann kommt die neue Generation des Synthesizers?
[02. März 2026] Der Waldorf Iridium MK2 steht offenbar in den Startlöchern! Nach einem mysteriösen Teaser-Video tauchte am Wochenende ein erstes Bild des neuen Synthesizers auf.
Bei Waldorf geht es derzeit Schlag auf Schlag: Nach dem Protein und dem großen Update für den Software-Synthesizer Attack bringt der Hersteller nun offenbar eine neue Version des Iridium. Zuerst hatte Waldorf uns Ende letzter Woche mit einem kurzen Teaser-Video neugierig gemacht. Jetzt ist auf Elektronauts ein erstes Bild des Iridium MK2 aufgetaucht.
Der erste Iridium war bekanntlich quasi ein Quantum ohne Tastatur (bis der Iridium selbst in einer Keyboard-Variante erschien) und ohne die analogen Filter, aber dafür mit mehr Stimmen. Den Quantum gibt es inzwischen nicht mehr – der Iridium ist also unabhängig geworden und erscheint nun offenbar in einer neuen Version.

Viele Details zum Iridium MK2 kennen wir noch nicht. Allerdings hat der Synthesizer wohl die Flavour-Funktion vom Protein geerbt. Flavour verleiht Sounds durch minimale Variationen verschiedener Parameter zusätzliche Lebendigkeit und Charakter. Das funktioniert schon beim Protein gut; mit der größeren Parametervielfalt des Iridium dürften die Ergebnisse noch umso spannender sein.
Außerdem gibt es wohl eine neue Funktion oder Synthese-Engine namens Seeds – was sich genau dahinter verbirgt, wissen wir allerdings noch nicht.
Der Iridium war schon bisher einer der vielseitigsten und inspirierendsten Hardware-Synthesizer unserer Zeit. Und diese Vielfalt dürfte mit dem Iridium MK2 nur noch wachsen. Noch wissen wir nicht, wann Waldorf den Synthesizer offiziell vorstellen wird, aber dass er kommt, scheint nach dem Teaser und diesem Leak sicher.
Wenn du noch einen Iridium der ersten Generation ergattern möchtest, bekommst du die Keyboard- und Core-Versionen noch bei Thomann*.
Mehr Informationen
- Waldorf Website (noch ohne Infos zum Iridium MK2)
- Mehr von Waldorf
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