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Universal Apps für iOS und macOS – Eine DAW für iPad und Mac?

Universal Apps für iOS und macOS – Eine DAW für iPad und Mac?  ·  Quelle: Apple Inc. / Gearnews

Als in der Nacht die Betaversion der Entwicklungsumgebung Xcode 11.4 veröffentlicht wurde, erfüllte Apple damit einen lange gehegten Wunsch der Entwickler. Jetzt ist es möglich, Apps im Bundle für mehrere Plattformen gleichzeitig zu veröffentlichen. Dazu gehören neben macOS die Betriebssysteme iOS/iPadOS sowie tvOS. Mit einem Kauf Unterstützung für alle Plattformen – Universal Purchase soll es in Zukunft möglich machen. Ist das der erste Schritt zu einer Universal App, die zumindest gleichzeitig auf iPad und Mac läuft? Stellt euch einfach mal vor, Ableton Live, Logic, Bitwig, FL Studio oder eine andere DAW ohne Probleme auf dem iPad zu starten.

Universal App für iOS und macOS?

Ganz so weit ist es noch nicht, aber die Weichen sind gestellt. Die Leistung der Tablets wird immer besser, der Unterschied zum „Computer“ immer geringer. Die Betriebssysteme passen sich aneinander an. Microsoft hat es mit dem Surface vorgemacht. Anfangs noch als Tablet mit eigenem OS gestartet, ist es jetzt ein mit Windows funktionierender Hybrid aus Laptop und Tablet.

Auch bei Apple zeichnet sich ab, dass die iOS- und macOS-Welt aufeinander zugehen. Mit iPadOS öffnet sich das iPad immer mehr den vom Rechner bekannten Funktionen. Endlich gibt es die Möglichkeit, externe USB-Medien anzuschließen oder auf einen Download-Ordner zuzugreifen. Und auch eine Maus oder Controller von Konsolen können verbunden werden.

Die DAW auf iPad und Rechner

Dass die Software-Hersteller Interesse an dieser Entwicklung haben, ist offensichtlich. Plug-in-Entwickler wie Audio Damage, Sugar Bytes oder jüngst auch Eventide veröffentlichen mittlerweile sowohl für iOS als auch macOS. Mal sehen, wie lange es dauert, bis AUv3 Plug-ins in DAWs auf macOS funktionieren.

Bei DAWs achten die Entwickler immer mehr auf Kompatibilität. Projekte, die auf dem iOS-Gerät angefangen werden, sollen auch auf dem Rechner laufen. Apple selbst verknüpft für dieses Ziel GarageBand mit Logic Pro X, Steinberg setzt auf Cubasis, Image Line Software öffnet mit dem FL Studio Mobile Plug-in auf dem Tablet angefangene Projekte.

Aufholjagd

Als Apple vor ein paar Jahren ihr iPad mit der „What’s a Computer“-Kampagne bewarben, witterten bereits einige, dass das Unternehmen aus Cupertino selbst die Zukunft eher im iPad und Consumer-Markt sieht. Die Überraschung war groß, als Apple sich mit dem Mac Pro und dem dem 16-Zoll MacBook Pro wieder den professionellen Anwendern gewidmet hat (auch wenn das nicht alle so sehen). Zu diesem Bereich zählt neben Grafik, Film und Software-Entwicklung natürlich auch die Musikproduktion. Die Leistung dieser neuen Rechner schafft allerdings wieder einen Vorsprung, den Tablets erst einmal aufholen müssen.

Dass eine DAW sowohl auf Tablet als auch Rechner die gleichen Features anbietet, wird also bestimmt noch dauern. Die Frage ist nur, wie lange?

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