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Dialtone Pickups V3.0 Humbucker

Ungewöhnlicher Look für einen Humbucker  ·  Quelle: dialtonepickups.com

Dialtone Pickups V3.0 Humbucker Frequenzkurve Bridge

Die Frequenzkurven für den Bridge-Pickup  ·  Quelle: dialtonepickups.com

Und wieder einmal eine Idee, die so simpel wie genial ist: Ein Pickup-Hersteller aus den USA hat einen Tonabnehmer entwickelt, der Regler für Resonanzfrequenz und Filtergüte eingebaut hat. Der Clou: Man braucht an seiner Gitarre nichts zu verändern und kann die Regler auch im Lied mit den Fingern justieren.

Seit 2010 gibt es die Idee, die ersten versandfertigen Pickups aber erst seit Anfang 2015. Anfang dieses Monats wurde bereits der dritte Pickup aus dem kalifornischem Hause vorgestellt: V3.0. Und es ist alles Handarbeit: Wicklungen, Schaltkreise, Backplates mit eingestanzter Seriennummer und sogar die Gehäuse und Regler werden mit CNC Maschinen in den USA von Partnern gefertigt.

Im Vergleich zu den Vorgängern wurden beim neuen Modell Stromverbrauch und Störgeräusche weiter optimiert. Der Regler für die Resonanzfrequenz lässt sich grob zwischen 320 und 5400 Hertz justieren, der Q-Wert (Filtergüte) zwischen 0,2 und 5,1. Die ausgewählte Frequenz kann dann bis zu 20-fach verstärkt werden. Wenn man eine perfekte Einstellung gefunden hat, kann man die Regler auch mit der eingebauten Madenschraube feststellen, damit sich nichts aus Versehen verstellt.

Im Prinzip kann man es grob umreißen mit: In den Pickups ist ein aktiver EQ eingebaut. Wie es für aktive Bauteile so ist, benötigt man natürlich eine mobile Stromversorgung. Hier kann man wie üblich einen 9V-Block verwenden, dieser soll dann je nach Qualität bis zu 1400 Spielstunden durchhalten – das sind gut 58 Tage am Stück. Für mehr Headroom kann man sie auch 18 Volt speisen. Wo allerdings die Batterien untergebracht sind, konnte ich nicht herausfinden, der Hersteller geht mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass im Elektronikfach noch genug Platz vorhanden ist. Die Einbauanleitung ist auf jeden Fall sehr einfach zu verstehen und vermutlich umzusetzen, auch für technisch minderbegabte Menschen wie mich.

Für die Zukunft sind auch Single Coils, P90, 7- und 8-Saiten Versionen geplant. Auf jeden Fall eine echt geile Idee. Bin gespannt, ob ich in Zukunft in den Gitarren von Welt diese Technik mal sehen werde. Oder überhaupt in einem Shop in Deutschland. Ich hatte den Pickup übrigens bei Fluff (Youtube Channel: Beards and Gear) entdeckt, deswegen verlinke ich auch mal sein Testvideo – übrigens ein sehr interessanter Channel.

Die neue Technik hat aber auch ihren Preis: Ein Komplettset, bestehend aus zwei Pickups, zwei Rahmen und den nötigen Kabeln kostet im Dialtone Shop 259,99 USD. Ein einzelner V3.0 Humbucker ohne Extras wie Rahmen oder Kabel 149,99 USD.

Mehr Infos: Dialtone Pickups

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Songoku

Ziemlich coole Idee – und Fluff ist auch einer meiner Lieblingskanäle. :)
Aber viel zu teuer und es wird ohnehin bei den konservativen Gitarristen nicht ankommen.