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Fender Telecaster Harley Benton TE-52 Blindtest SHootout

 ·  Quelle: intheblues / youtube

Ich liebe Blindtests. Sie holen mich aus der Komfortzone und zwingen mich, neuen Dingen eine Chance zu geben. YouTube ist sicherlich nicht die beste Plattform dafür, aber rein vom Audio kann man schon viel vom Ergebnis ausmachen. So zum Beispiel bei diesem Telecaster Blindtest vom YouTuber intheblues, in dem zwei grundverschiedene Telecaster-Modelle vergleichen werden. Traust du dich an den Blindtest?

Telecaster vs. Telecaster-Kopie

Fender hat die Telecaster erfunden. Trotzdem gibt es das Modell (leicht verändert) auch von anderen Herstellern, die beispielsweise das Horn etwas spitzer machen, das Cutaway tiefer, einen Bellycut in das seit den 1950er Jahren fast unveränderte Brett „erfinden“ oder sich sonst etwas einfallen lassen, um nicht eine Klage am Hals zu haben.

Für uns Gitarristen heißt das: Es gibt mehr Auswahl von der gleichen Sorte Gitarre. Es birgt aber ein Problem:

Fender vs. Nachbauten

Darf ich nur das Original spielen – oder soll/kann ich zu einem Nachbau greifen? Die Frage muss jeder für sich selbst beantworten. Vorab kannst du aber schon einmal dank Neuland in deine ausgewählten Modelle reinhören und für dich herausfinden, ob die Stimmen in den Foren Recht behalten und nur dem Original der typischen Klang entlockbar ist. Hier am Beispiel der Telecaster.

Für viele muss ja der große Name auf der Kopfplatte stehen und gehört zum guten Spielgefühl einfach mit dazu. Auch ich ertappe mich sehr oft dabei, dass ich eigentlich nur bei Fender oder Gibson umschaue und selbst deren „Billigmarken“  Squier oder Epiphone kaum im Laden oder auf Bühnen anschaue – zum Glück aber nicht immer. Andere belächeln das nur und greifen fast automatisch zur Kopie, da die entweder (bedeutend) preiswerter ist oder in bestimmten Bereichen vom Original abweicht, etwa der Qualität oder bei bestimmten Features.

Die Harley Benton TE-52 Vintage* ist abgesehen vom Headstock, einem etwas tieferem Cutaway und einem flacheren, oberen „Horn“ von Thomann selbst ein Nachbau der klassischen Telecaster, kostet im Vergleich zur Fender American Original 50 Tele* aber gleich 10x weniger: 139 Euro vs. 1599 Euro. Gut, die Lackierung ist auch anders, fällt aber für mich hier nicht ins Gewicht.

Hört man den Preisunterschied heraus oder kommt der über Verarbeitung, Bauteile und Name zustande?

Blindtest

Nun die Frage aller Fragen: Klingt sie gleich? Kannst du die preiswerte Kopie vom teureren Original unterscheiden? Oder ist da ein deutlicher Unterschied?

Und wenn du mit dem Video durch bist, verrate uns gerne, ob du im Telecaster Blindtest richtig lagst.

Video

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20 Antworten zu “Besteht die Harley Benton Tele gegen eine Fender Telecaster?”

  1. Marc sagt:

    egal wie man jetzt zu Rob Chapman steht, aber zusammen mit Andertons UK wurde auch mal ein Blindtest durchgeführt mit diversen Tele Modellen diverser Hersteller, bei denen zwei Squier Modelle auch gut bis sehr gut abgeschnitten haben.
    Klar sind diese immernoch doppelt so teuer im Vergleich zur Harley Benton, aber die Zeit, in denen Billig Gitarren Sperrmüll waren sind dann doch hoffentlich endlich vorbei.

  2. Klaus sagt:

    Ich habe den Eindruck, dass die Seite hier immer weniger informativ wird und immer mehr zur Werbeplattform für Thomann mutiert. Nichts für ungut, ich kaufe gerne bei Thomann. Aber die Art von Schleichwerbung ist doch nun eigentlich gar nicht nötig.

    • claudius sagt:

      Dieser Beitrag ist völlig aus freien Stücken entstanden – wegen des Videos von intheblues, das defintiv seine Berechtigung hat. Leider gibt es nur wenige Vergleichsvideos. Wir bringen aber auch andere, je nach Angebot auf YT. :)
      -> https://www.gearnews.de/tag/shootout/

      • Klaus sagt:

        Naja, früher standen hier wirklich „Gearnews“. Nun kommen Thomannsche Schnäppchen-Hinweise (Stichwort T-Rex-Ausverkauf) und jetzt der Hinweis auf den Vergleich der Thomann-Billig-Hausmarke und dem viel teureren Original…. Kann man ja machen, kommt aber komisch. Zumal hier nicht steht, dass Harley Benton die Thomann-Fernost-Billig-Hausmarke ist. Dann nennt Euch doch „Thomannscher Newsletter“, und die Sache ist klar.
        By the way, meine Harley Benton Erfahrungen waren eher Richtung Sperrmüll. Unbrauchbar und trotz Restaurationsversuch letztlich im Müll gelandet :-(.

        • Zockschmock sagt:

          Ich finde die Videos eigentlich sehr angenehm, HB jibbet bei Big T, okay. Trotzdem sollte deswegen nicht ad hominem argumentiert werden, denn auch T hat schöne Gitarren in der Eigenmarke. Viele sind bescheidenste Chinaböller, aber einige selbst im Blindfühltest im Laden echt richtig gut. Klanglich mal so mal so, generell eher gut, wie auch das vermtl. ausgesuchte Modell für den Videomacher.

          Finde übrigens gut, wie Claudius mit Kritik umgeht. Ich habe nicht das GEfühl, dass Kritik hier gelöscht wird, wobei ich nicht weiß, ob ich die einfach nicht sehe, andere seiten sollten sich hier echt mal eine scheibe abschneiden. vor allem im it sektor. aber auch auf testseiten wie bonedo, amazona, delamar und wie sie alle heißen tun liest man immer nur Shulterklopfen.

          Ich bemängel aber auch die Transparenz des Impressums. Das gehört in den Header oder Footer der Seite, nicht versteckt in die Seitenleiste ganz unten. Hätte an eurer da Angst vor Abmahnungen. Auch Thomann als Initiator und BEstimmer wäre etwas präsenter sicher beser.

        • El Pony sagt:

          Ich bin für den einen oder anderen Schnäppchen-Hinweis bisher wirklich dankbar. Beispielsweise der Lunastone Booster. Diese Hinweise beschränken sich ja auch nicht ausschließlich auf Thomann, sondern werden u.a. durch Softwareangebote, die man direkt beim Hersteller bezieht, ergänzt.

      • Klaus sagt:

        Ok, ich formuliere es vorsichtiger, damit ich nicht geblockt werde.
        Die Seite besteht – nicht ganz offensichtlich, aber im Impressum klar gesagt – auf Initiative von Thomann. Nun – finde ich – wäre es guter Stil, wenn Werbung für Thomann auch entsprechend gekennzeichnet wäre.
        Dass Harley Benton Thomanns Hausmarke ist, das ist sicherlich nicht jedem Leser hier klar.

        • claudius sagt:

          Keine Angst, solange du nicht haltlos beleidigst, wird von mir nichts gelöscht oder geblockt.

          Die Deals werden von den Lesern sehr gut angenommen und es gibt fast durchweg nur positive Rückmeldungen.

          Verstehe den faden Beigeschmack, mehr als versichern, dass dieser Post nicht von Thomann initiiert ist, kann ich nicht. Für die Transparenz schreibe ich es aber nochmal dazu, dass es die Hausmarke ist. Ich hatte auch bewusst offen gelassen, ob jemand hier einen Unterschied wahrnimmt – ich höre ihn beispielsweise und würde als nächsten Schritt anspielen gehen. Der Link oben zeigt ja auch, dass wir Harley Benton nicht bevorzugen, sondern auf „alle“ relevanten Shootouts versuchen einzugehen.

  3. Andreas sagt:

    Ich finde diesen Artikel fragwürdig. Hintergrund ist, dass die Seite hier mit Thomann in Verbindung steht, was nicht offensichtlich ist, sondern nur aus dem nicht gerade schnell zu findenden Impressum hervorgeht.
    Dieser Artikel legt nahe, dass die Gitarre der Marke „Harley Benton“ mit dem deutlich teureren Original mithalten kann (sonst wäre ein solcher Vergleich völlig sinnfrei). Ein komischer Geschmack entsteht nun, da „Harley Benton“ wohl die Thomann-Hausmarke ist, das im Artikel aber nicht steht.

  4. modzky sagt:

    Mein Tipp war richtig. Habe den Unterschied schon gehört, vor allem daran, dass die Fender durchsichtiger klingt als die HB, weniger breiig. Hört nochmal rein, es fällt richtig auf. Merkmal teurer Gitarren ist schon meistens, dass sie eben transparent klingen, sogar mit Fuzz und Distortion etc.

    • Klaus Scherbarth sagt:

      Mir ging es auch so. Mir hat Gitarre A vom Klang besser gefallen. Ich hätte hier glatt aufs Original getippt. Jemand verteidigt hier Fender vehement mit dem Argument, der Klang ist transparenter. Oft steckt im Geschack viel Subjektivität und Psychologie. Die Menschen können sich glücklich schätzen, dass es HB gibt. Ich merke einfach keinen 10fach besseren Klang der den zehnfachen Preis rechtfertigt. Fender sollte sich warm anziehen, denn bei mehreren Tests hat die HB Tele hervorragend abgeschnitten. Die Zeit wo die HB-Gitarren schlecht waren ist vorbei.

  5. Ich lag‘ komplette „falsch“ – soll heißen ich dachte die Benton wäre die Fender und sie klang für mich auch deutlich besser, von daher cooles Video + auch danke, dass ihr das mal einfach so veröffentlicht :-)

    • Klaus Scherbarth sagt:

      Mir ging es genauso. Wenn ich ein Effektgerät hinzuschalte oder eine Strat so chaotisch spiele wie Kurt Cobain, dann hört sich eine Fender einfach grauenhaft an. Da kann man auch nicht subtile Eigenschaften wie mehr Transparenz hineininterpretieren. Mir hat Gitarre A vom Klang besser gefallen. Jetzt werden ein paar Fender-Besitzer in die Stuhllehne beissen, weil der Name manchmal reine Psychologie ist.

  6. Bernd Wendholt sagt:

    Ich spiele Gitarre seit über 40 Jahren und mein Rack füllt sich mit immer mehr Harley Bentons. Warum ? Weil ich mir halt keine 3 Fenders und 5 Gibsons leisten kann. Und ehrlich gesagt ist derUnterschied in der Qualität nicht so groß wie der Unterschied im Preis. Man darf natürlich nicht nach ganz unten greifen aber eine 400 Euro Tele oder Strat von Harley Benton ist deutlich besser als ein im Preis vergleichbares Fender Modell.

  7. Bernd Wendholt sagt:

    Was ich noch nachtragen muss, es gibt bei den Harleys mal immer so kleine Probleme. Mal schleifen die Regler, mal ist die Einstellung einfach miserabel. Aber im Großen und Ganzen kann man sagen HB liefert viel Gitarre für wenig Geld und das sollte man auch anerkennen.

  8. mAx sagt:

    Wenn man den Ton im Finger hat bringt man jede Gitarre zum klingen!

    In sachen Spielgefühl schlägt die Fender mMn jeden günstigen Nachbau.

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