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Die Hauptansicht: Alles Wichtige auf einem Blick.  ·  Quelle: motion-soundscape.blogspot.co.uk

Oszillatoren intern feinjustieren? Geht!  ·  Quelle: motion-soundscape.blogspot.co.uk

Die Samples werden in einem Pop-up ausgewählt.  ·  Quelle: motion-soundscape.blogspot.co.uk

Schon wieder so eine App, bei der ich mir tatsächlich noch einmal überlegen muss, ob ich mir nicht ein iPad zulegen sollte. Bisher habe ich mich den Tablets gegenüber erfolgreich verwehrt, aber nach und nach werden die Progrämmchen zu ausgewachsenen Programmen, die man tatsächlich sinnvoll einsetzen kann. Und dann stimmt bei vielen auch noch der Preis. Schade, dass SoundScaper nur für iOS und nicht auch parallel als Plugin für PC existiert.

Der russische Programmierer Igor Vasiliev hat mit dem SoundScaper eine Umgebung für Circuit Bender kreiert, die ihresgleichen sucht.

Der Sound wird aus einem Sample mittels drei Oszillatoren und verschiedenen Filtern (Low Pass, High Pass, Band Pass) geschaffen. Das Konstrukt kann dann noch weiter mit drei LFOs und verschiedenen Circuit Bending Einstellungen verändert werden. Es werden übrigens eine Handvoll Samples für den Start mitgeliefert, aber es sind auch eigene erlaubt. Im Mixer können dann noch zusätzlich Effekte wie Reverb dazugeschaltet werden. Damit sind ziemlich abgefahrene Sounds möglich, die vor allem für Sounddesigner interessant sein sollten. Aber auch experimentierfreudige Musiker sollten hier voll und ganz auf ihre Kosten kommen.

Das GUI hingegen ist gewöhnungsbedürftig, aber dennoch klar strukturiert. Alles Wichtige ist auf einer Seite zusammengefasst und mit einem Fingertipp in einer Unterseite konfigurierbar. Aber ich verlinke dazu mal einfach ganz unten ein Video, das die Sache schneller als tausend Worte erklärt.

SoundScaper ist für sehr schmale 5,99 Euro (bzw. USD) im Apple App Store erhältlich. Der Entwickler empfiehlt auf seiner Homepage mindestens ein iPad der dritten Generation mit iOS 7, damit die Oberfläche korrekt dargestellt wird. Die App ist kompatibel zu InterAudio und AudioBus und kann somit auch in einer Tablet-DAW aufgezeichnet werden. Warum gibt es so was in der Preisregion nicht für echte Computer?

Kleine Randinfo: Es gibt nach dem Vorbild der App einen Hardware-Nachbau, der mit Chips aus Spielzeugen seine Sounds erzeugt und verändert. Mehr dazu hier.

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Wie geil. Echt schade, dass sowas immer nur für Tablets kommt. Die Bedienung ist zwar näher an der Hardware, aber das Ganze in ein bestehendes Producing-Setup einzubinden ist krampfig. Für Computer würde das TEil mind. 50 Eus kosten.