von Julian Schmauch | Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten
Sounddesign: Synth in

Sounddesign: Synth in "Sternenstaub" von RIN + Schmyt  ·  Quelle: Gearnews

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Verträumt epische Pad-Sounds wie den Synth in „Sternenstaub“, aktueller Hit von RIN und Schmyt, oder auch in vielen Tracks von Deep-House-Wunderkind Ben Böhmer selbst bauen! Wir zeigen euch, wie ihr in den VSTs Vital (Freeware) und Pigments von Arturia das Pad von Sternenstaub ganz leicht selbst erstellt.

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Der Track – Sternenstaub – RIN, Schmyt, Miksu/Macloud

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„Alles blau und wir driften im Leerlauf – so hoch, Kometen und Sternenstaub“ – verträumt, melancholisch, episch. In dem Song von RIN und Schmyt, produziert von Miksu und Macloud, steckt nicht nur in den Lyrics und im Gesang der beiden eine besondere Stimmung. Auch die Synth-Sounds tragen bei. Im Workshop geht es heute um den Pad-Sound, der bei 00:13 im Song einsetzt.

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Jedes Mal, wenn der Refrain einsetzt, läuft ein sanfter, melancholicher Pad-Sound im Hintergrund, wie man ihn auch von Ben Böhmer kennt. Von ihm als Beispiel bei 02:20 im Track „Beyond Beliefs“. Und dieser Pad-Sound ist in den meisten aktuellen Synthesizern, Hardware wie Software, schnell gebaut. Wir zeigen euch in diesem Sounddesign-Workshop, wie ihr den Pad-Sound in den Soft Synths Vital und Arturia Pigments erstellt.

Synth in „Sternenstaub“ mit Vital

Sounddesign: Synth in "Sternenstaub" von RIN + Schmyt

Die Akkorde von Sternenstaub · Quelle: Gearnews

Als Erstes braucht ihr Akkorde, turmhoch! Drei, vier Noten pro Akkord, sonst bringt das Sounddesign wenig, denn die Synthesizer-Stimmen müssen sich vermischen, ineinander verschwimmen.

Sounddesign: Synth in "Sternenstaub" von RIN + Schmyt

Die Amp-Hüllkurve in Vital · Quelle: Gearnews

Stellt anschließend die Hüllkurve bei Env1 oben rechts auf die angezeigten Werte bei Attack und Release, so fadet das Pad sanft ein und aus. Den Oszillator lasst ihr auf der voreingestellten Saw-Wave. Weder braucht es Unison, noch weitere Oszillatoren, sonst klingt der Sound schnell zu riesig und nicht intim genug.

Sounddesign: Synth in "Sternenstaub" von RIN + Schmyt

Der Cutoff muss sehr weit unten sein, damit der Sound sanft bleibt · Quelle: Gearnews

Stellt nun das Filter unten auf Analog: 24 dB, den Cutoff of 73 Hz und Resonance auf 50 %.

Sounddesign: Synth in "Sternenstaub" von RIN + Schmyt

Envelope 2 des Synth in Sternenstaub · Quelle: Gearnews

Die kleine Bewegung um Sound direkt am Anfang wird durch eine Modulation mit einer zweiten Hüllkurve auf dem Cutoff erzeugt. Verbindet Env 2 mit dem Cutoff und stellt dessen die Werte so ein, wie auf dem Bild zu sehen.

Sounddesign: Synth in "Sternenstaub" von RIN + Schmyt

Zu hohe Modulationswerte öffnen das Filter zu stark · Quelle: Gearnews

Um den Sound nun möglichst sanft zu lassen, darf die Modulationsstärke nur bei 10-15 liegen, alles darüber klingt zu spitz. Welcher Wert passt, hängt von dem Tempo eures Tracks ab.

Synth in „Sternenstaub“ mit Pigments 3.5

Sounddesign: Synth in "Sternenstaub" von RIN + Schmyt

Pigments muss erst zurückgesetzt werden · Quelle: Gearnews

Setzt Pigments als Erstes zurück, sodass die Einstellungen des Standard-Presets verschwinden. Geht dazu oben links auf die drei Striche und „New Preset“.

Sounddesign: Synth in "Sternenstaub" von RIN + Schmyt

Eine Saw-Wave reicht · Quelle: Gearnews

Wechselt nun bei Engine 1 von Wavetable auf Analog, dreht beim zweiten Oszillator Coarse auf -12 für die tiefere Oktave und stellt dessen Lautstärke bei Volume so ein, dass er Oszillator 1 nicht übertönt. Dreht außerdem, wie links auf dem Bild zu sehen, ein bisschen Unison dazu. So klingen die Oszillatoren breiter.

Sounddesign: Synth in "Sternenstaub" von RIN + Schmyt

Die beiden Hüllkurven in Pigments · Quelle: Gearnews

Stellt nun die Amp-Hüllkurve wie auf dem Bild ein, die Attack-Zeit liegt bei 450 ms und Release bei 1,5 Sekunden. Übernehmt dazu die Werte Env 2 direkt daneben. Die Attack-Zeit ist hier noch etwas langsamer, 650 ms, das Decay liegt bei 3,4 Sekunden, Sustain bei 0,4 und Release bei 1,9 Sekunden.

Sounddesign: Synth in "Sternenstaub" von RIN + Schmyt

In die Mitte die Modulationsstärke von Env2 zum Cutoff, oben rechts der Cutoff-Wert · Quelle: Gearnews

Verbindet dann Env 2 mit dem Cutoff des Filters. Wie bei Vital darf hier für das sanfte Aufgehen nur eine sehr geringe Modulationsstärke eingestellt werden: 0,18. Dreht den Cutoff im Filter auf 100 Hz, die Resonanz auf 0,8 und swä#hlt als Filtertyp Matrix 12. Bei diesem gehen im Vergleich zu Mini oder Jup-8 weniger Bass-Anteile verloren.

Effekte für den Synth in „Sternenstaub“

Vital und Pigments bringt jeweils eine Vielzahl an Effekten mit. Für das Verwaschene im Pad-Sound sind Chorus und Reverb die richtigen Effekte. Falls euch die in den Soft-Synths mitgelieferten Effekte nicht zum gewünschten Sound bringen, gibt es Freeware wie SuperMassive von Valhalla für den Reverb und Ensemble von Kilohearts für den Chorus oder die Effekte in eurer DAW.

Vital und Pigments – wo bekommt ihr die Soft-Synths?

Vital gibt es kostenlos zum Download. Dazu gibt es mehrere Bezahlversionen, die allesamt mehr Presets und Wavetable mitbringen. Aber schon die kostenlose Version bringt die volle Funktionalität.

Pigments 3.5 von Arturia gibt es für 179 Euro bei Thomann. Falls ihr bereits Produkte von Arturia besitzt, schaut in eueren Account auf der Arturia-Website. Oft gibt es dort in diesem Fall vergünstige Crossgrade-Angebote.

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Arturia Pigments 3 Download
Arturia Pigments 3 Download
Kundenbewertung:
(23)

Infos über den Synth in „Sternenstaub“ und die VSTs

Videos über Sounddesign und den Synth in „Sternenstaub“ von RIN + Schmyt

https://www.youtube.com/watch?v=8_5NVbqBS6M&t=1763s

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3 Antworten zu “Sounddesign: Synthesizer Sounds „RIN + Schmyt – Sternenstaub“”

    Samuel sagt:
    2

    Solche Artikel sind sehr cool könnte ruhig zu einer regelmäßigkeit werden. :)

    Maurizio sagt:
    1

    Super Artikel. Gerne mehr davon!

    F sagt:
    1

    Stimme zu, sowas ist Kategoriewürdig. Immer auch interessant zu sehen wie man bei gewissen Dingen ans Ziel kommt.

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