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Sonible smart:comp

Sonible smart:comp  ·  Quelle: Sonible

Sonible smart:comp Kompressor Plug-in

Sonible smart:comp Kompressor Plug-in  ·  Quelle: Sonible

Der Entwickler Sonible hat es mit künstlicher Intelligenz. Die steckt nämlich mehr oder weniger in jedem ihrer Plug-ins drin. Zum Beispiel im smart:EQ 2. Soeben wurde das neue Plug-in smart:comp veröffentlicht. Das ist ein „spectro-dynamischer“ Kompressor mit „intelligenten“ Funktionen. Was muss man denn darunter verstehen?

Sonible smart:comp

Die üblichen Parameter lassen sich hier einstellen: Threshold, Ratio, Attack und Release. Mit dem Shaper Tool gastaltet ihr diese Werte grafisch und zeichnet gewünschte Hüllkurven. Ihr könnt aber auch den Learning Mode aktivieren. Dann hört sich das Plug-in das Audiomaterial an und macht auf Knopfdruck eine möglichst optimale Einstellung. Schön, wenn die Tools für uns mitdenken! Im Hintergrund arbeitet die vom Hersteller entwickelte „smart:engine“. Diese basiert auf psychoakustischen Prinzipien und Erfahrungen, die beim Mixing gesammelt wurden.

Der Spektral-Kompressor behält die tonale Balance im Auge Ohr. Definition und Transparenz des Ausgangsmaterials soll dabei so gut wie möglich erreicht werden. Das Plug-in zerlegt Signale dafür in bis zu 2000 Bänder (!) und fungiert wie ein hochauflösender Multiband-Kompressor. Tonale Balance ist das Ziel! Smart:comp will sich damit sowohl für Mixing als auch Mastering empfehlen.

Sidechaining spielt eine ebenfalls wichtige Rolle. Das geschieht abhängig von Frequenzen, die sich möglicherweise überlappen. Der Sensitivity-Regler stellt ein, wie stark das passieren soll. Das Ducking erledigt smart:comp dynamisch, Spectral Ducking ist eine weitere Option.

Features wie Dry/Wet, das Kopieren von Parametern, Auto Gain und ein ganzer Stapel Presets runden das Angebot ab.

Spezifikation und Preis

Windows 7 und höher oder macOS 10.7 und höher und 4 GB RAM sind die Voraussetzung. Der Prozessor sollte mindestens ein Dual Core i5 sein. Sample-Raten von 44.1 kHz bis 192 kHz werden unterstützt. Die Plug-ins des Herstellers sind als VST2, VST3, AU und AAX erhältlich. Kopierschutz wird über iLok geregelt. Der Preis beträgt 129 Euro, es gibt aber einen Einführungspreis von 89 Euro. Mit einer 30-tägigen Demo könnt ihr das Produkt im vollen Umfang testen.

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Gast

Da bin ich mal neugierig, wie der spektrale Kompressor umgesetzt ist. Bei den regulären Reglern sehe ich noch nichts Besonderes, zudem fehlen Feinheiten wie Look-ahead oder Knee. Daher könnte lediglich der Spektral-Modus interessant sein, wobei das auch nichts Neues ist. Native Instruments und Michael Hetrick bieten für Reaktor schon seit langem einen Spektral-Kompressor an (kostenlos), bei dem 256 Kompressoren gleichzeitig arbeiten. Erzeugt bei extremen Einstellungen interessante Artefakte/Verzerrungen und Glizern in den High-End-Frequenzen. PA’s SpecOps besitzt einen Spectral Compander (Compressor+Expander), der ähnlich arbeitet. Ich bin daher gespannt, ob Sonible hier etwas Innovatives abliefert.