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Das MV5 könnte man fast noch als klassisches MIkro bezeichnen  ·  Quelle: shure.com

Etwas moderner wird es beim MV51 mit Touch-Bedienung  ·  Quelle: shure.com

Nur für iOS: das MV88 mit Lighning Anschluss  ·  Quelle: shure.com

Das erste USB-Audiointerface von Shure: MVi. Ob die Touch-Bedienung überzeugt, bleibt abzuwarten.  ·  Quelle: shure.com

Shure ist bei Mikrofonen wahrlich kein unbeschriebenes Blatt. Zumindest die Modelle  SM58 und SM57 sollten unter den Musikern bekannt sein. Immer wieder kommen neue Kreationen aus der US-Amerikanischen Mikroschmiede. Nun wurden gleich drei neue, digitale Kondensator-Mikrofone angekündigt und – das ist für Shure revolutionär – ein USB-Audiointerface. Fast alle sollen mit Windows, OS X, Android und iOS funktionieren und sehen aus, als hätte jemand alte Zukunftsvisionen aus den 50er Jahren im Lager gefunden, die schon Elvis überzeugt hatten.

MOTIV heißt die neue Serie. Das MV88 ist ein digitales Stereo-Kondensatormikro mit Lightning-Anschluss für iOS. Das Mikro lässt sich bis zu 90 Grad neigen, so dass man relativ flexibel mit seinem iPhone oder iPad aufnehmen kann. Fünf Presets machen den schnellen Start einfacher. Dazu gibt es die neue „ShurePlus MOTIV Mobile Recording App“, die zusammen mit dem MV88 in 24 Bit bei 48 kHz aufnehmen kann und weitere Einstellmöglichkeiten wie Stereobreite, EQ und Gain bietet. Die UVP für das Shure MV88 ist 149 USD. Über die App hat Shure noch nicht mehr verraten, ist für Mikrokäufer aber vermutlich kostenlos.

Das MV51 ist ein digitales Großmembran Kondensatormikrofon. Es sieht ein bisschen aus wie ein aufgestelltes Grenzflächen-Mikro. Unter der Membran befindet sich das Bedienfeld mit Mute, Kopfhörer, ein Mode-Feld (DSP Presets) und der Gain-Regler – alle als Touchversion. Es nimmt ebenfalls in 24 Bit bei 48 kHz auf und kann über ein USB-Kabel mit dem Computer oder Smartphone bzw. Tablet verbunden werden. Im unten verlinkten Video sieht man in einer Seitenansicht, wie es aufgestellt wird. Der Ständer ist zwar einklappbar, verschwindet aber leider nicht komplett im Gehäuse, sodass ein Einsatz als Grenzfläche nicht möglich ist. Die UVP für das Shure MV51 ist 199 USD.

Ein weiteres Modell ist das MV5. Laut Shure ist es durch die Höhe des Schreibtisch-Ständers ideal für sitzende Sänger bzw. Sprecher, Podcaster und Video-Chats – letztere dürften sich in der Soundqualität aber nur in den wenigsten Fällen verbessern. Auch hier sind drei DSP-Presets eingebaut: Vocals, Flat und Instrument. Die Bedienknöpfe sind an der Oberseite angebracht. Es ist als einziges Modell in zwei Farben erhältlich: Silber-Schwarz und Rot-Schwarz. Und natürlich ist es auch wieder über USB an PC, Mac, Android oder iOS Telefon anschließbar und kann ohne Latenz über einen Kopfhörerausgang abgehört werden. Die UVP für das Shure MV5 liegt bei 99 USD.

Die wirklich überraschende Neuheit ist aber das MVi USB-Audiointerface. Die Vorderseite entspricht eins zu eins dem Bedienfeld des MV51: Gain-Regler, Mode-, Mute und Kopfhörerschalter. Alles als Touch versteht sich. An der Rückseite befinden sich XLR-Eingang, Kopfhörer- und USB-Anschluss, der auch Lightning kompatibel ist. Auch an die 48V-Phantpomspeisung hat Shure gedacht, dafür aber keinen eigenen Knopf eingebaut. Man muss dazu den Mute-Knopf drei Sekunden lang gedrückt halten, ziemlich clever gedacht. Als UVP sind für das Shure MVi ebenfalls 99 USB angesetzt.

Generell finde ich die Serie ziemlich interessant. Das Design mag man oder auch nicht. Zumindest ist es mal eine Abwechslung in der heutigen Zeit. Ob ich Touch-Bedienung im Bereich Tontechnik so toll finde, weiß ich noch nicht. Muss ich davor ausprobieren. Vielleicht haben sie ja auch einen Stand auf der Musikmesse im April. Dann schaue ich mir das mal persönlich an. Beim Preis kann man zumindest nicht sehr viel falsch machen. Mehr Infos gibt’s auf der Produktseite und im versprochenen Video.

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