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Samples der Woche: Interstellar Waterphone, LoFi Lounge, Signals Blue, No Hollyw**d Drums

Samples der Woche: Interstellar Waterphone, LoFi Lounge, Signals Blue, No Hollyw**d Drums  ·  Quelle: AnyDayLong / Gearnews

Samples der Woche sind an einem Mittwoch zurück! Und wieder einmal gibt es drei spannende Produkte, die ihr euch mal anschauen müsst, sowie ein kostenloses Extra. Interstellar Waterphone 1.0 basiert auf Samples eines recht obskuren Instruments mit dem Namen Waterphone (wie heißt das eigentlich auf Deutsch?). LoFi Lounge ist ein eher klassisches Sample-Pack für jazzige Grooves. Signals Blue liefert 120 Akkorde, die allerdings in Ambisonics daherkommen. Kostenlos gibt es die „No Hollyw**d Drums“, Radioh**d Drums und ein paar andere Sachen von AnyDayLong. Viel Spaß damit und bis nächste Woche!

In diesem Sammelartikel findet ihr weitere Empfehlungen!

Soundyan Interstellar Waterphone 1.0

Soundyan Interstellar Waterphone 1.0

Soundyan Interstellar Waterphone 1.0

Dieses VST-Instrument will sich für Scoring, Game Audio und Musikproduktion anbieten. Als Klangquelle dient hierfür das sogenannte Waterphone, das gleich in drei verschiedenen Größen (12, 14 und 16 Zoll) aufgenommen wurde. Dabei wurden die Waterphones sowohl mit und ohne Wasser verwendet. Im Ergebnis gibt es bei einigen Samples typische Schwankungen der Tonhöhe, bei anderen ist das Tuning hingegen „korrekt“. Aber auch perkussive Sounds oder Gongs wurden damit erstellt Bei einer Serie von Aufnahmen kamen Kontaktmikros zum Einsatz und erzeugen so den Effekt, als würde man sich in dem Instrument befinden. Insgesamt sechs Soundsets sind so entstanden.

Mit diversen Parametern bearbeitet man Klänge, ein virtueller Bogen lädt zum Spielen ein und erzeugt sogar MIDI-Daten, die man theoretisch dann für andere Instrumente benutzen kann. Die Parameter lassen sich außerdem in der DAW mappen und unterstützen Automationen.

Hört euch mal die Klangbeispiele in den Videos unten an, da darf natürlich der Score zu dem Film „Interstellar“ nicht fehlen! Interstellar Waterphone 1.0 umfasst 1 GB Daten und läuft als VST3 und standalone auf macOS (11.11 oder neuer) und Windows (7 oder neuer – 10 empfiehlt der Hersteller). Der Preis beträgt 69 US-Dollar.

Interstellar Waterphone 1.0 bei Soundyan

ueberschall LoFi Lounge

ueberschall LoFi Lounge

ueberschall LoFi Lounge

Der Traditions-Sample-Hersteller (was für ein Wort!) ueberschall möchte euch ein paar „smoothe, jazzige Grooves“ anbieten. Wenn ihr einen neuen Downtempo-Track machen wollt und dafür noch ein bisschen Sample-Futter braucht, kann euch diese Library mit 10 Construction-Kits und 795 Loops/Phrasen vielleicht weiterhelfen.

Akustikbass, E-Bass sowie Synthbass, elektrische und akustische Pianos, Orgeln, Synthesizer, Pads, Gitarren, Saxophone, Trompeten und Flöten – alles findet ihr in diesem Paket. Dazu gibt es Vinyl-Knistern (wichtig!), Sound-Effekte und natürlich stapelweise Drum-Sounds.

Der kostenlose Elastik-Player ermöglicht Timestretching, Pitchshifting, Scale-Syncing und Funktionen wie Resample, Formant oder Reverse. Und auch ein Multimodefilter ist in Elastik enthalten. Der Browser erleichtert das Auffinden von Samples. Der Player ist als AU, VST, AAX und sogar als Standalone-Version für macOS und Windows verfügbar.

LoFi Lounge umfasst 5,6 GB und kostet 49 Euro.

LoFi Lounge bei ueberschall

audio brewers Signals ‚Blue‘

audio brewers Signals Blue

audio brewers Signals Blue

Harmonische Texturen stehen bei diesem Kontakt-Instrument im Fokus. Und die passen nicht nur zu unterschiedlichen Tonarten, sondern können auch in Dur oder Moll sein. Vielfältige Voicings und Akkorde passen sich quasi dem Song an, an dem ihr gerade arbeitet. Ihr füllt eure Musik also nicht nur mit Ambiences auf, sondern benutzt diese auch noch vollkommen musikalisch.

Ein weiteres Merkmal ist, dass diese Texturen eher „roh“ sind und ihr so mit mehreren Texturen den Sound kreiert. Dabei bestimmt ihr, wie dieser pulsieren soll, moduliert wird oder welche Effekte darauf liegen.

Der Hersteller hat aber noch eine Spezialität auf Lager, die den Unterschied zu vielen anderen Produkten ausmacht. Und zwar bekommt ihr die Instrumente in Ambisonics– und Stereo-Mischungen. 3D-Sound steht damit nichts im Wege.

10 „rohe“ Atmosphären, 120 Akkorde und 50 Presets stecken hier drin. Alle Samples liegen in 24 Bit und 48 kHz vor. Insgesamt umfasst dieses Instrument 15200 Samples! 28,3 GB müsst ihr für das komprimierte Soundmaterial einplanen. Die Vollversion von Kontakt 6.2.1 (oder neuer) ist Pflicht. Im Augenblick bekommt ihr Signals Blue für 49 Euro, später sind 89 Euro fällig.

Signals ‚Blue‘ bei audio brewers

Kostenlos: AnyDayLong No Hollyw**d Drums, Radioh**d Drums

AnyDayLong No Hollyw**d Drums

AnyDayLong No Hollyw**d Drums

AnyDayLong hat früher (wohl den ganzen Tag) Drum-Librarys für einen anderen (nicht genannten) Hersteller zusammengeschustert. Irgendwann reichte es dann wohl und so geht AnyDayLong nun den eigenen Weg. Auf der Website Ko-fi werden nun die eigenen Kreationen angeboten, bezahlen müsst ihr dafür nichts – wenn ihr nicht wollt. Neben Jazzy Piano Chords, 007 String Chords, M*town Drums Vol.7 und dem Walrus ´67 Drumkit sehen No Hollyw**d Drums und Radioh**d Drums (oops, fast hätte ich es ausgeschrieben!) besonders interessant aus.

Die Samples sind als WAV-Dateien enthalten, dazu gesellt sich aber immer ein NKI-File, das für Kontakt 5.4.3 (oder neuer) angelegt ist. Die Samples liegen in 24 Bit und 48 kHz vor und wurden teilweise direkt auf Band aufgenommen. Außerdem gibt es unterschiedliche Artikulationen und Round-Robins. Das klingt doch ganz ordentlich, oder?

Die Samples gibt es bei Ko-fi

Videos und Soundbeispiele

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