Roland DS76

Roland DS76  ·  Quelle: Roland

Die DS Serie ist ansich schon länger erhältlich, es gibt nun eine neue Tastatur für die Junos. Roland stellt den Juno-DS76 vor.

Die DS-Serie ist eigentlich eine klassische Serie von Romplern, die aber auch eigene Samples erlauben. Damit sind sie prinzipiell für nahezu jeden Musiker mit Wunsch nach Sampling auf der Bühne oder im Studio sinnvoll. Bisher gab es eine Version mit 88 Tasten und eine weitere mit 61 Tasten. Die schwerere Tastatur des 88er-Keyboards wird sehr gern und oft durch eine 76er-Tastatur ergänzt, da nicht jeder unbedingt gewichtete Tasten im Klavier-Stil benötig, aber durchaus den großen Umfang schätzt, um Splitsounds über die Tastatur zu verteilen und als Masterkeyboard zu benutzen.

Roland Juno-DS76

Das Instrument ist leicht und kompakt und daher gut für Bühnen und Proberäume. Auch Bands wie Front 242 bis hin zu Nite Jewel sind für simples Equipment bekannt und nutzen eben diese Synths auch gern. Die Maschinen werden gern etwas unterschätzt im Zeitalter der Emulation und des Analogen, denn man hat eigentlich den „Emulator“ quasi dabei. Denn die eigenen Sounds kann man unsparsam dort anlegen. Ein 8-Spur-Sequencer ist an Bord und mit den 128 Stimmen kommt man schon gut zuerecht. Die Klangerzeugung hat zudem 16-fache Multitimbralität und ist daher ein guter Partner als „Alles-Synthesizer“. Mit knapp unter 7 Kilo ist gegenüber dem kleineren DS61 mit 5.3 Kilo das Gewicht auf dem Niveau eines Blofeld-Keyboards.

Das einzige, was böse ist, ist das Fehlen von MIDI-Thru und das Fehlen von Aftertouch, was in der günstigen Liga der Workstations und Sample-Synths heute eine Art Quasistandard ist. Das sollte man bald wieder abschaffen, dass man da unbedingt sparen muss. Aber wegen kleinerer Displays und einfachem Design sind diese Art Synths auch günstig und erschwinglich. Es gibt USB für MIDI und Speicherstick (Sounds und Samples). Ja: Es gibt noch immer Sampler – dies ist indirekt einer!

Der DS ist tatsächlich neu und wird einigen ein „gääähn“ abringen, aber für die Zielgruppe ist das deutlich besser als 16,2 Kilo umherzuschleppen mit dem 88er, nicht wahr? Ist also doch sehr sinnvoll. Für mich übrigens noch immer eher sowas wie ein Geheimtipp für Bands – auch Synthpop und EBM klassischer Art, da diese sehr gerne und viel mit Sampling arbeiten. Ebenso Ethno und andere Stile mit viel Bedarf für „Naturklänge“ oder krasse Schrottplatzsamples für Industrial. Ja – nur das biedere Äußere mag nicht jeder. Isdochwahr™!

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