von claudius | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Orange discrete OP Amp

So sieht Orange's OP-Amp aus  ·  Quelle: Orange

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Orange Amps hat angekündigt, dass sie ab sofort eigene „doppelt diskrete“ OP-Amps, also Operationsverstärker, bauen werden. Laut der Produktseite sollen diese besonders natürlich und musikalisch klingen und die Transienten „reell“ klingen lassen. Klingt auf jeden Fall gut – aber gut genug, um die Teile für einen nicht mal so kleinen Preis zu kaufen und selbst bei sich einzubauen?

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Die diskreten Operationsverstärker sind für den musikalischen Einsatz gedacht, heißt alles, was irgendwie mit Audio zu tun hat. CD-Player, DAC (Konverter), Vorverstärker – je nachdem, wo diese eben zum Einsatz kommen. Orange setzt auf das weit verbreitete DIP-8 Format.

Auf jeden Fall nicht schlecht, dsas Orange eigene OP-Amps baut. Vor allem, weil sie das auf ihr eigenes Equipment anpassen können und nicht fertige und vielleicht nur „vielleicht passende“ Modelle anderer Hersteller einkaufen können. Ob das dann wirklich ein klanglicher Zugewinn ist oder aber nur ein anderer Name mit marginalem Klangunterschied, muss jeder für sich selbst ausprobieren bzw. wissen – zumindest wenn man es solo kauft.

Laut Orange sitzt eine JFET-Stufe am Anfang und das Teil kommt auch mit Eingangsimpedanzen über 1 MOhm klar. Die Höhe beträgt 22 mm und die Breite 5 mm. Es soll folgende Modelle ersetzen können, sofern die Maße in den Platz passen – etwas Handarbeit wird aufgrund der Bauweise vorausgesetzt:

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  • OPA2604
  • OPA2134
  • TL072
  • NE5532
  • LM4562
  • OP275
  • OP285

Preis

Umgerechnet fast 50 Euro kostet ein Dual Discrete OP-Amp von Orange. Nicht wenig für ein so kleines Bauteil – ist aber nicht ungewöhnlich viel für (vermutlich) höherwertige Operationsverstärker. Im Vergleich zu den Preisen der von Orange aufgelisteten ist es aber schon eine ganze Menge Holz.

Ob die Dual Discrete OP-Amps von Orange am Ende wirklich musikalischer klingen oder die Aussage Schlangenöl ist, wird sich sicher (oder hoffentlich?) irgendwann zeigen. Vielleicht will Orange ja auch damit in andere Märkte vorstoßen und in Richtung Outboard entwickeln? Nur eine Idee …

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7 Antworten zu “Orange baut OP-Amps speziell für Musik – Must-Have oder Schlangenöl?”

    Der Perception Bias hilft natürlich dabei, dass es besser klingt. Ansonsten sind OpAmps seit vielen Jahren ausgereift und haben noch ein paar Sachen mehr an Bord, als den reinen Operationsverstärker (eine Temperaturkompensation z. B.). Diskreter Aufbau bedeutet noch lange keinen besseren Klang – sieht aber natürlich wichtiger (und ganz wichtig: analoger) aus!

    Zudem ist der einfache Drop-In eines OpAmps oft keine so gute Idee, auch wenn er pin-kompatibel ist, denn die Dinger fangen dann gerne mal an zu schwingen, was sehr unschöne Folgen haben kann. Ein OPA-Typ als Ersatz für einen Wald-und-Wiesen TL072/74 oder NE5532 kann ganz schön Ärger machen und ein prüfender Blick mit dem Oszi an dessen Ausgang (im Megahertzbereich) ist nie verkehrt.

    Immer erst einmal an den großen Einflussgrößen der Audiokette drehen (Musiker, Performance, Song, Können des Tontechnikers, Raumakustik). Dann kann man mal mit dem Mikro und Preamp weitermachen. Für alles weitere genügt im Zweifelsfall auch ein Voodootänzchen.

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