von Lasse Eilers | Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten
Modular-Boutique

Modular-Boutique: Dimension, Blades Of Ingenuity und NEXUM  ·  Quelle: ZIQAL, Gearnews

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Willkommen zur Modular-Boutique, in der es in dieser Woche wieder drei Eurorack-Module zu entdecken gibt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. ZIQAL hat mit Dimension einen Serum-kompatiblen Wavetable-Oszillator mit beeindruckenden Morphing-Möglichkeiten am Start. Frequency Central steuert mit Blades Of Ingenuity ein kompaktes Hüllkurven- und LFO-Modul bei, während Jolin dem Ärger mit kaputten Kabeln ein Ende setzen möchte.

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ZIQAL Dimension

ZIQAL Dimension

Dimension

Mit Dimension präsentierte der neue Hersteller ZIQAL aus Belgien bereits im Herbst letzten Jahres einen polyphonen Wavetable-Oszillator im Eurorack-Format, der definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Dimension ist nämlich nicht nur mit Serum kompatibel, wodurch man aus einem riesigen Vorrat an Wavetables schöpfen kann; das 10 HP breite Modul kann im Unison-Modus auch bis zu 24 Stimmen gleichzeitig abspielen und somit für extrem mächtige Sounds sorgen. Die 25 enthaltenen Wavetables bestehen jeweils aus 256 Waveforms zu je 2048 Samples; weitere lassen sich einfach per microSD-Karte laden.

Dimension arbeitet in vier verschiedenen Modi. Im Classic-Modus werden vier Oszillatorstimmen in Stereo über die beiden Ausgänge ausgegeben. Über CV angesteuert, kann das Modul intern programmierte oder mit dem integrierten „Note Scaler“ erzeugte Akkorde wiedergeben. Alternativ lässt es sich über MIDI spielen.

Im namensgebenden Dimension-Modus kann die Schwingungsform über den gesamten Speicher des Moduls hinweg gemorpht werden. Bei 25 Wavetables zu je 256 Waves sind das nicht weniger als 6400 Schwingungsformen, die mit den beiden Reglern A und B oder den entsprechenden CV-Inputs wie mit einem X/Y-Pad durchfahren werden können.

Daneben gibt es noch Dual- und LFO-Modi, in denen jeweils zwei verschiedene Wavetables an den beiden Ausgängen anliegen. Das macht das Modul auch als Modulator interessant.

In allen vier Modi können die vier Stimmen sechsfach multipliziert und gegeneinander verstimmt werden, was in der Summe 24 Oszillatoren ergibt.

ZIQAL Dimension kostet 330 Euro und ist auf der Website des Herstellers erhältlich.

Frequency Central Blades Of Ingenuity

Frequency Central Blades Of Ingenuity

Blades Of Ingenuity

Blades Of Ingenuity von Frequency Central wurde erstmals im Mai 2021 als Prototyp gezeigt. Jetzt ist das Modul erhältlich, das auf nur 4 HP viele nützliche Funktionen vereint. Es handelt sich um eine Kombination aus AR-Envelope und LFO, die sich auf verschiedene Weisen zu interessanten Modulationen verknüpfen lassen.

Die Hüllkurve verfügt über One-Shot- und Loop-Modi, wobei ein Zeitbereich von 19 Hz bis 5 Sekunden abgedeckt wird. Der LFO lässt sich zwischen Sägezahn, Dreieck und Ramp umschalten und über einen Reset-Eingang triggern. Sein Frequenzbereich reicht von 19 Hz bis 60 Sekunden.

Die beiden Elemente können natürlich separat verwendet werden. Man kann sie aber auch durch Cross-Patching miteinander verknüpfen. Zum Beispiel kann man den Ausgang der Hüllkurve zum Triggern des LFO verwenden oder andersherum – oder sogar beides zugleich. So bietet das schmale Modul viele interessante Modulationsmöglichkeiten und nutzt den begrenzten Platz optimal aus.

Blades Of Ingenuity ist fertig aufgebaut oder als Bausatz erhältlich. Das fertige Modul kostet 100 GBP (ca. 120 Euro). Der Bausatz mit allen Teilen ist für 50 GBP zu haben (60 Euro). Wer sich die elektronischen Bauteile selbst besorgen möchte, hat auch die Möglichkeit, für je 12 GBP (14 Euro) nur die Platine und/oder die Frontplatte zu erwerben.

Jolin NEXUM

Jolin NEXUM

NEXUM

Nun zu etwas sehr Praktischem: Mit NEXUM bietet Jolin ein Kabeltester-Modul an, mit dem sich alle im Eurorack-Bereich gebräuchlichen Kabel schnell und unkompliziert überprüfen lassen. Das 8 HP breite Modul testet nicht nur Mono- und Stereo-Patchkabel, sondern auch Flachbandkabel mit verschiedenen Pinzahlen und -abständen. Im 2,54-mm-Raster können 10- und 16-polige Kabel getestet werden. Darüber hinaus stehen Stiftleisten mit je 2 x 10 Polen in den 2-mm- und 1,27-mm-Rastern zur Verfügung. LEDs zeigen die korrekte Funktion der Kabel an. Zwei weitere LEDs geben darüber Auskunft, ob die Spannungsversorgung (+12 V, -12 V) korrekt funktioniert.

In einem kleinen Performance-System wird man wohl kaum 8 HP für einen Kabeltester übrig haben. Wer jedoch ein großes System betreibt oder selbst Module entwickelt und mit entsprechend vielen Kabeln zu tun hat, erhält mit NEXUM eine umfassende Teststation direkt im Rack.

Das Modul ist fertig aufgebaut für 89 Euro oder als Bausatz für 69 Euro erhältlich.

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