von Dirk Behrens | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Sound Particles Explorer

Sound Particles Explorer  ·  Quelle: Sound Particles

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Wer viel mit Sounds und Samples arbeitet, kann ein Tool zur zum Organisieren immer gut gebrauchen. Sound Particles veröffentlicht mit Explorer eine kostenlose Standalone-Software, die sich genau um diese Aufgabe kümmert. Im Vergleich zu anderen Management-Tools eignet sich Explorer nicht nur für Mono- und Stereo-Files, sondern ebenfalls für immersive Audioformate wie Surround oder Ambisonics. Ein weiterer Pluspunkt: Die App für macOS und Windows ist kostenlos!

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Sound Particles Explorer

In der App stecken einige sehr praktische Funktionen, mit der die Organisation von Audiodateien fast schon Spaß macht. Du importierst schnell einzelne Files oder gleich ganze Ordner und kannst diese nach einem einheitlichen System kategorisieren. Dabei zeigt dir die Software Wellenform und Kanäle an, dazu gibt es Infos wie das Format, die Länge, die Bittiefe oder die Samplerate. Außerdem siehst du eine (von dir angelegte) kurze Beschreibung, eine Bewertung und weitere nützliche Infos.

Tags gehören natürlich dazu und ebenso Playlists oder Markierungen. Über eine umfangreiche Suchfunktion findest du mit all diesen Daten schnell den passenden Sound. Die App zeigt auch Dateipfade an oder Files, die du dir zuletzt angehört hast. Eigentlich sollte kein Soundschnipsel mehr in den Untiefen deiner Festplatte verschwinden.

Selbstverständlich gibt es eine Möglichkeit zum Vorhören. Und weil Explorer ja als besondere Spezialität immersive Formate verarbeitet, werden Audiodateien automatisch in dein Speaker-Layout dekodiert. Dabei unterstützen dich der integrierte I/O-Manager, Optionen für Bass-Management, Ambisonics-Decoding und die Möglichkeit, 3D-Audio binaural über die Kopfhörer zu checken. Cool!

Sound Particles Explorer

Sound Particles Explorer

Editieren und exportieren

Sehr nützlich ist die Möglichkeit, Audiodateien rudimentär zu bearbeiten. Es muss ja nicht immer großes Processing sein, manchmal geht es ja nur um das schnelle Konvertieren von einem Format zu einem anderen. Vielleicht ist auch mal ein kleiner Schnitt notwendig oder du willst ein Sample rückwärts spielen. Solche Aufgaben erledigt Explorer nebenbei, ein paar einfache Effekte (Pitch-Shifter oder ein Whoosh-Effekt) stehen zusätzlich zur Verfügung.

Wie sich das für einen brauchbaren Audioeditor gehört, ist es auch möglich, einen Audioclip direkt an eine DAW wie Pro Tools, Reaper, Logic Pro oder Nuendo zu übergeben. Das eigene Produkt für immersives Audio – Sound Particles – wird dabei ebenfalls unterstützt.

Wenn du mit Explorer einen Audioexport vornimmst, stehen diverse Optionen bereit. Neben der Bittiefe und Samplerate kann auch das Audioformat geändert werden, es lassen sich Fades integrieren und sogar die Kanäle lassen sich ändern.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch die Möglichkeit für Batch-Processing und Explorer könnte für mich zu einer brauchbaren Alternative zu AudioFinder werden.

Spezifikation und Preis

Sound Particles Explorer läuft standalone auf macOS (10.12 oder neuer – Apple M1 Silicon wird nativ unterstützt) sowie Windows (10 oder neuer). Der Download ist kostenlos, eine Registrierung auf der Website des Hersteller aber notwendig. Eine PDF-Anleitung findest du ebenso auf der Website des Herstellers.

Weitere Infos über Sound Particles Explorer

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Bildquellen:
  • Sound Particles Explorer: Sound Particles
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3 Antworten zu “Kostenlos: Sound Particles Explorer organisiert Audiofiles bis Surround”

    Daniel Blum sagt:
    0

    Ich bin ja der Meinung wer bei seinen Samples und Gedöns nicht mehr klar sieht der macht irgendwas falsch. Man muss ja auch nicht jeden Mist kaufen!

      Ted sagt:
      0

      Meine Samples befinden sich fast ausschließlich in Hardware-Synths. Dennoch glaube ich, wenn man ausschließlich mit Software-Samples arbeitet und man nicht klingen will wie jeder andere, man sehr viel Material benötigt. Ich kann es schon verstehen, wenn jemand dabei den Überblick verliert. Das ist einer der Gründe, warum ich nicht mit Soft-Samples arbeite.

      Marc sagt:
      0

      Hi Daniel,

      ich verstehe Deine Ansicht natürlich schon… und teile sie sogar teilweise. Aber es kommt eben drauf an, worüber wir sprechen. Beispiel: In der Audio Post Production für Film/Video kommt es durchaus vor, dass sich über viele Jahre aufgebaute Sound und Sound FX Libraries zu gigantischen Datenmengen auftürmen. Ich rede hier von mehreren TeraBytes. Da noch durchzublicken, ist ohne ein entsprechendes Tool, wie. z.B. Snapper, Sound Finder oder eben Sound Particles Explorer unmöglich, denn die Quellen und Formate der Sounds sind eben einfach so unterschiedlich, dass das ab einem gewissen Punkt nicht mehr manuell zu handhaben ist. Insofern finde ich Sound Particles Explorer großartig.

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