von Moogulator | 4,3 / 5,0 | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Kodamo MASK 1

Kodamo MASK 1  ·  Quelle: Kodamo

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Mask 1 wurde ziemlich ohne große Vorwarnung von dem französischen Entwickler Kodamo gezeigt. Er ist eine „erwachsene“ Version des Bitmaskers, technisch einfacher und damit günstiger, als die bisherigen Geräte von Kodamo.

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Mask 1

Der Bitmasker und der Infini sind die Vorläufer dieses offenbar auch günstigeren Synthesizers. Er besteht faktisch nur aus Tastern, zwei Endlosknöpfen und einer Beschreibung auf dem Gehäuse. Der Mask 1 ist damit eigentlich sehr „80er“ in der Art, wie man seine Parameter ändert. Er liefert 10 Stimmen an polyphonen Klängen.

Gezeigt wurden die Prototypen beim Synthfest und jetzt bei SoundMIT in Frankreich. Die Synthese kann auf erstaunlich einfache Weise neben Standard-Waves auch andere Grundwellenformen erzeugen. Das passiert anhand sogenannter Bitmaps. Der Klang dieser Sounds ist generell digital und aufgrund des Prinzips „rauh“ und ungezügelt.

Features

Die Oszillatoren haben etwa 200 Waves parat, die entsprechend „gebitmasked“ werden können. Dem folgt ein freundliches digitales Filter mit 12 Betriebsmodi und 4 üblichen Typen. Der Mask 1 enthält pro Stimme ganze 7 Hüllkurven mit ADSR-Charakteristik. Davon dienen sie der Modulation der Tonhöhe, der zwei „Delta-Sektionen“ und 4 sind zur freien Verwendung (u.a. Filter). Das Keyboard verarbeitet Anschlagsdynamik und Aftertouch, was leider auch nicht mehr Standard ist. Einen MIDI-Looper hat er auch integriert.
Der Sound klingt irgendwo ähnlich wie die Ästhetik der 80er wie etwa Korg DW-Serie, Ensoniq SQ-80/ESQ-1 und ähnliche, also „harte“ Waves mit Filterung – die auch schöne Flächen hervorbringen können.

Der Preis ist nicht riesig, wenn wir 30 Jahre zurück wären. Heute liegt er gleichauf mit einigen doch schon zur 1k-2k-Euro-Mittelklasse gehörigen Instrumenten. Deshalb wird es interessant, wie sich das Konzept und der Sound auf dem Markt behaupten wird. Kodamo ist noch immer so eine Art liebevoller Geheimtipp und bekannt durch ihren sehr stimmenintensiven EssenceFM.

Mehr über Kodamo Mask 1

Der Preis des Mask 1 wird in etwa bei 1790 Euro plus MwSt. liegen (= 2130,10 €), da es sich noch um einen Prototypen handelt, aber er wird noch etwas auf sich warten lassen. Auch die oben genannten Synthesizer sind eigentlich in diesem Status.

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Kodamo MASK 1

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4 Antworten zu “Mask 1 Synthesizer von Kodamo vorgestellt”

    Marco 🤨👍 sagt:
    0

    Zuerst dachte ich, wow, günstig interessant! Aber 10 digitale verpixelte raue Stimmen durch digitale Filter gejagt und am Ende das Preisschild 1800€🤕au nee, günstig ist das nicht! In der Preisklasse kämpft dieses 80ties Synthi mit ganz anderen Kalibern die deutlich mehr bieten. Also ehrlich gesagt, der wirds nicht ganz leicht haben und dazu noch die derzeitige Krise die ja auch nicht mehr weg geht…..

      Moogulator sagt:
      0

      das ist ohne Steuer. Aber das ist ein sehr kleiner Hersteller – das ist schon länger „asymmetrisch“ was Synths kosten und was sie können – einige haben Displays und andere gerade mal CV oder nur Note on/off und das wird auch so bleiben.

        Marco 👍☺️👍 sagt:
        0

        Natürlich würde man gerne lieber die kleinen Hersteller unterstützen. Denn auch ihnen gehört die Chance zu existieren. Leider sind den meisten Menschen hier die Hände gefesselt und so vermehren sich regelrecht die Behringer Stützpunkte in unserem Land wie die Pilze im Wald. Hat man noch vor ein paar Jahren den Ulli mehr oder weniger belächelt, sieht es heute ganz anders aus. Die Musikanten haben sich ihre Wünsche erfüllen können trotz kleinem Budget und machen damit fröhlich Musik. Somit würde ich den Ulli Behringer gerne als den Robinhood der Musikanten bezeichnen, denn er macht tolle Technik für jeden erschwinglich. Die wenigen Reichen dieses Landes die zufällig auch noch musikalisch sind werden ihren finanziellen Rahmen nutzen um auch den kleinen Herstellern zu helfen und somit zu einzigartigen Instrumenten zu kommen. Die Firma Roland fällt mir hier jedoch etwas unangenehm auf, denn deren Preise sind eindeutig auf Gewinn ausgerichtet und bieten eine durchwachsene und auch durchaus umstrittene Qualität. Ich besitze einige alte Roland Teile älteren Datums wo Roland noch eine andere Philosophie hatte,die geb ich auch nicht mehr her. Der einzige Synthesizer neueren Datums den ich habe ist ein Roland A-01, der bleibt auch. Es gibt eben immer wieder Glücksgriffe.

    Modellwelle sagt:
    1

    Schöner rauer 80er Jahre Sound, gefällt mir gut. Aber das Bedienkonzept der 80er, als Regler nur noch auf das Allernötigste reduziert wurden, hat doch wirklich niemand vermisst oder?

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