Robert Keeley Germanium Super Phat Mod Overdrive Front

AC125 inside, die Gehäuse wurden falsch beschriftet  ·  Quelle: Keeley

Super Phat Mod ist ein bekanntes „Transparent Drive“ aus dem Hause Keeley Electronics. Nun hat die Firma aus den USA die Schaltung mit einem Germanium-Transistor statt dem JFET versehen und verkauft es als Germanium Super Phat Mod Overdrive. Grund genug für einen Neukauf?

Zugegeben, und bitte steinigt mich nicht, ich bin kein Fan von Verzerrern auf Germanium-Basis für mein Setup. Aber ich mag den Klang bei anderen. Und im (unten verlinkten) Video klingt das neue Pedal astrein dick und typisch bröckelig nach Germanium. Die Originalschaltung ist übrigens eine Abwandlung vom Boss Blues Driver BD-2, für den der „Phat Mod“ ursprünglich als Modifikation angeboten wurde.

Der eingesetzte Transistor ist ein Tungsram AC125, der oft in Pedalen zu finden ist und durch den Einsatz u. a. im Tonebender Supa Fuzz oder dem Fuzz Face bekannt geworden ist. Der allein kostet zwischen 5 und 15 USD, das ist ziemlich viel für ein einzelnes Bauteil, das sonst kaum mehr als 2 USD kosten dürften. Nicht von der Grafik verwirren lassen, die spricht von einem AC128, der aber laut Erbauern nicht so gut wie der AC125 klang, aber die Gehäuse waren schon fertig.

Das Germanium Supa Phat Mod kostet mehr als sein JFET-Bruder: 169 USD. Das ist aber immer noch für ein GE-Overdvive sehr wenig, vor allem, wenn er von Hand in den USA gebaut wird. Die gehen sonst erst so ab 200 USD los und wie immer je nach Firmenname und Voodoo-Grad nach oben offen. Die ersten 100 sind handsigniert.

Noch gibt es das Pedal zum 16. Schaltkreisgeburtstag nicht zu bestellen, es dürfte aber nicht mehr lange auf sich warten lassen.

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