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iMac Pro Front Teaser

Ist das der perfekte iMac (Pro)?  ·  Quelle: Jonathan Morrison / Youtube

Hand aufs Herz: Ich bin kein Fan von Apple und deren Preis- bzw. Modellpolitik, aber ich mag das macOS sehr gern. Deswegen nutze ich neben meinem älteren MacBook Air auch einen Hackintosh, der mir die nötige Performance bringt, die ich ohne richtig teure Hardware von Apple selbst nicht bekommen könnte. Nun kommt der iMac Pro in den Handel und will in die Musik- und Filmstudios der Welt Einzug halten. Ein paar ausgewählte Menschen durften schon einmal schnuppern und berichten, was der neue iMac Pro so kann.

Specs

27“ 5K Display, 32 bis 128 GB RAM, 8 bis 18 Core Xeon CPUs, AMD Vega Grafikkarte, bis zu 4 TB SSD, 4x Thunderbolt 3 / USB-C, 4x USB-2, 10 GB Ethernet, SD-Card Reader – und die neue Farbe Space Grey. Da kann einem schon mal das Wasser im Mund zusammenlaufen. Viel Leistung auf kleinem Raum – das muss man erst einmal schaffen, ohne dass der Computer den vorzeitigen Hitzetod stirbt. Dazu gibt es (optional) Alu-Tastatur und Magic Maus in Space Grau und einen Riser, in dem der iMac reinpasst und es optisch nicht den top designten Schreibtisch zerreist …

Zwei YouTuber hatten schon die Chance, die neuen iMacs eine Woche lang zu testen. Einer hat damit seinen „aktuellen“ Mac Pro ersetzt. Beide berichten über den guten, neuen iMac Pro – was er auch ohne Zweifel technisch ist. Die beiden Videos verlinke ich euch ganz unten. Es gibt aber zwei Dinge, die mir überhaupt nicht behagen, auch wenn einer eher sehr subjektiv ist.

Man kann nichts mehr selbst tauschen

Wo früher die letzte verbliebene User-Klappe für den RAM war, sind nun Lüftungsschlitze. Das heißt: Man kann gar nichts mehr selbst ändern. Wo man früher einfach den günstigen Weg gegangen ist und vielleicht die kleinste Ausführung gekauft hat und dann bei Bedarf einfach Festplatte und RAM getauscht hat, ist nun schon von vornherein auszumachen, was man braucht. 32 GB RAM Grundausstattung hört sich erstmal viel an, aber wer Film, Animation und wohl auch aufwändiges Audio außerhalb von Stereo macht, der findet sicher schnell das Limit. Die Programme gehen zusätzlich wegen der enormen Leistungsanforderung auch nicht zimperlich mit den Ressourcen um.

Also das Maximum nehmen? Nicht jeder kann oder will sich das leisten, auch wenn es wirtschaftlich nun keinen Sinn mehr macht, eine kleine Version zu nehmen, wenn man weiß, dass die Anforderungen die nächsten Jahre weiter steigen werden. Und Apple hält natürlich gern die Hand auf.

Aber die sind nicht die einzigen: Microsofts letztes Surface Book ist sogar so verklebt, dass man das Gehäuse aufschneiden muss und anschließend ein neues (Gehäuse) kaufen muss. Das nenne ich mal dreist – wobei sich natürlich beiden nicht viel nehmen.

Preis

Und da kommt das subjektive Problem ins Spiel: Der iMac Pro kostet ordentlich Geld. In der Grundausführung muss man mit mindestens 4999 USD rechnen. Das ist eine Menge. In der Topausführung kommt man mit Sicherheit über die 15000 hinaus. Schließlich kostet der CPU mit 18 Kernen und 3 GHz Taktfrequenz aktuell allein schon fast 4000 Euro. Für einen Computer, der in zwei Jahren nicht mehr schnell genug sein kann (!) und man nicht einfach mal den RAM erweitert, sondern wenn es nach Apple geht, einfach mal einen neuen kaufen muss. Also lieber gleich die 15000+ ausgeben, damit man länger Ruhe hat?

Klar hat Design (Optik und Hardware), Konzept, Name und natürlich auch die schnelle Hardware ihren Preis. Wenn man auf den Formfaktor verzichten kann, kommt man sicher günstiger ans Ziel. Aber das wollen manche ja nicht, schließlich ist der iMac Pro zumindest in meinen Gedanken ein Rundum-sorglos-Computer, mit Fokus aufs Wesentliche. Allerdings eben für einiges Geld.

So Apple, jetzt bitte auch mal einen Mac Mini Pro machen. Da würde ich beim richtigen Preis eventuell wieder schwach werden. Ich vermisse meinen 2012er mit Quadcore, SSD und 16 GB RAM. Die Nachfolger waren ja lachhaft.

Was meint ihr?

Geiler Computer mit ordentlich Power und macOS darf kosten, was Apple will? Oder habt ihr spätestens jetzt umgesattelt auf Windows oder gar Linux?

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Videos

11 Antworten zu “iMac Pro – nicht einmal mehr der RAM ist erweiterbar”

  1. Freudenmensch sagt:

    Ich finde es einfach nur frech, was Apple hier als „Pro“ vertreibt. Tolle HW hin oder her, es ist dreist, derlei Preise aufzurufen und dann kann man genau nix ändern ohne das Teil entweder fast zu zerstören oder den teuren Support in Anspruch zu nehmen…

  2. derschrecklichewegdesapfels sagt:

    Adios Apple – ohne mich – HP macht auch super AIOs – da kostet i7 mit 16 Gig 1 TB SSD und 4k Screen nur schlappe 1500 Bucks – ich kauf denen nix mehr ab

  3. Mario Paler sagt:

    Ich liebe auch das macOS. Es ist einfach zu nutzen und stabil.

    Mein MacBook Pro (15″, 2016er) werde ich bis zum Verrecken ausreizen und
    dann kann Apple mir den Buckel runterrutschen mit ihrer Produktphilosophie!

    Ein 5-stelliger Betrag für nen Apple-System?
    Die haben doch nicht mehr alle weißen Porzellantassen im Schrank!

  4. Richard Kimble sagt:

    ich habe bis heute nicht verstanden was im hirn kaputt sein muss, um sich einen mac zu kaufen.. ich hatte noch NIE probleme mit meinem WIN-pc .. und ich nutze ihn für:
    – DJing
    – producing
    – motion-design/3D/rendering (AfterEffects/Maya/3DSMax)
    – coden

    meinen letzten systemabsturz hatte ich mit WIN-ME (!!!) . und ich habe ein cluster mit allen möglichen peripherie-geräten..

    mir einen mac zu kaufen käme eine kastration gleich.. zumal ich mein geld dem teufel geben würde..

  5. Labofmusic Records sagt:

    unfassbar..! Die kleinste Version kostet hier in der Schweiz 5’799.- Ich denke dass Apple mit der Preispolitik nun endgültig den Vogel abgeschossen hat und sich ins abseits stellt. Auch alle Professionals werden sich sowas Teures nicht ins Studio stellen, vor allem nicht da das System 0,0 erweiterbar ist. Ich bin seit Jahren MAC und Windows User und ich kann sagen, dass beide Systeme, wenn man damit umzugehen weiss, seht gut und sehr stabil laufen. Ich hatte letztmals in den 90er Jahren einen Absturz auf dem Windows System und Anfang 2000 auf einem MAC. Ich nutze seit Jahren auch verschiedene DAWs in der jeweiligen Vollversion, Cubase, FL Studio, Logic Pro X oder Reason und Ableton, laufen alle einwandfrei auf meinem 2013er Macbook Pro. Für das Geld kaufe ich mir eine Ultradeluxe Musikstudio Maschine der Sonderklasse, die ich beliebig erweitern kann und ganz sicher nicht sowas… Sorry Apple, aber das wars nun mit uns beiden, ich lasse mich scheiden :-/

    • Anonym sagt:

      Haha, das wird hoffentlich keine teuere Scheidung.
      Ich arbeite seit 1994 mit Windows, vorher Atari und ich hatte nie Probleme wie sie die Leute hinstellen.
      Hatte nie Probleme mit Deadlines oder mit den Kunden allgemein.
      Wobei ich sagen kann das auch eine gute Workstation bei Windows nicht gerade ein Günstiges Unterfangen ist, nicht so teuer wie Apple, aber trotzdem.

  6. Nobser sagt:

    vom Heise Newsticker:
    „Im Unterschied zum MacBook Pro wird beim iMac Pro der Arbeitsspeicher aber offenbar durch Apple oder autorisierte Händler nachträglich erweiterbar sein.“

    „Zugleich hat Apple in Reaktion auf erhebliche Nutzerkritik wieder einen neuen modularen – sprich erweiterbaren – Mac Pro in Aussicht gestellt, der jedoch frühestens 2018 erscheinen soll. Auch ein neues Stand-alone-Display sei in Arbeit. Weitere Details wurden bislang nicht genannt.“

  7. Kassel99 sagt:

    Wer zwingt einen denn den Imac Pro zu kaufen? Ich muss auch kein Phaeton kaufen um VW zu fahren. Wir haben hier Imacs, auch einen ganz neuen, und sind super zufrieden. (Die 5K Displays sind der Hammer!) Es gibt keine Alternative zum MacOS für unsere Agentur. Ich hab aber auch kein Problem damit, wenn jemand sagt er ist mit Windows glücklich. Glaubenskriege bringen doch nichts.

    • Richard Kimble sagt:

      es geht nicht um glaubenskrieg (wenn dem so wäre, wäre die apple-front die taliban) sondern lediglich um gesunden menschenverstand.. du willst einen computer? .. schön.. dann lerne gefälligst damit umzugegen und stofpe nicht die taschen des satans voll, der dich in deinem nutzer-recht kastriert bis aufs minimum.. als macOS-user ist man ohnehin knapp an der grenze, dass die einem bald vorschreiben welche webseiten man besuchen darf und welche nicht.

      • Kassel99 sagt:

        Na klar kommen jetzt welche und wollen dann doch wieder Glaubenskriege anzetteln.

        Ich hab viele Jahre lang meine (Windows) Rechner selbst zusammen geschraubt bis ich vor 10 Jahren alles auf Apple umgestellt habe, weil ich das ganze heute als Selbstständiger im Kreativ-Business anders betrachte. Das ist wie mit dem Autofahren: Ich will das die Kiste funktioniert und bequem das tut was sie soll. Ich will weder einen Motor zerlegen können noch wissen wie die Elektrik funktioniert. Je besser die Kiste das macht was sie soll, umso mehr Freizeit habe ich als Selbstständiger. Wenn man das als Hobby macht, super, aber im Job muss der Rechner komfortabel sein.

        Die letzten Updates haben mich da wieder bestärkt. Apple ist es scheiß egal was die Werbeindustrie sagt. Die Kotzen weil das Tracking verhindert wird und es standardmäßig keine selbststartenden Videos mehr gibt. Kleinigkeiten die viel ausmachen.

        Ich hab letztens meinen Schwiegereltern einen Windoof Rechner aufgesetzt und weil heilfroh, dass ich mit dem Mist nix mehr zu tun hab. Nach 2 Wochen wurde der Rechner zurück gebracht und die haben jetzt auch Apple. Seit dem kommen keine Anrufe mehr, Virus Warnung hier, Malware Warnung da, dies geht nicht, das geht nicht, hier fehlt ein Treiber und da ist was abgestürzt.

        Und von „Kastrierten Nutzerrechten“ hab ich in 10 Jahren nix mit bekommen. Aber ich hab seit 13 Jahren ein Laptop, mit dem arbeite ich heute noch manchmal. Hat mal einen neuen Akku gebraucht, ansonsten läuft er.

        Ansonsten: Haters gonna hate.

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