Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Google entwickelt mit NSYNTH SUPER einen intelligenten Synthesizer

Google entwickelt mit NSYNTH SUPER einen intelligenten Synthesizer  ·  Quelle: Google

Der Internet Gigant Google steigt in Zusammenarbeit mit der Firma Magenta in die Entwicklung von Synthesizern ein. NSYNTH SUPER ist eigentlich bis jetzt nur ein Open Source Projekt, das nicht als Hardware vertrieben werden soll. Aber es steht Bastlern als kostenloses DIY-Projekt zur Verfügung. Und natürlich zur Weiterentwicklung. Der Synthesizer an sich ist intelligent und lernt bei jeder Eingabe, Sounds zu „verstehen“ (Machine Learning). Das Stichwort: neuronales Netzwerk.

NSYNTH SUPER berechnet den Sound intelligent

NSYNTH SUPER muss von euch mit Sounds beladen werden. Diese Klänge werden analysiert und in Parameter aufgeschlüsselt. Durch sehr komplizierte Berechnungen kann die Maschine so leichte Variationen des Timbres akustischer oder elektronischer Instrumente sehr einfach erzeugen. Das heißt, dass Samples zu Synthesizer-Sounds werden und die Hard- beziehungsweise Software, die dahinter steckt, kein gewöhnlicher Sampleplayer ist. Das klingt doch mal nach Innovation!

Charakter und Timbres von Klängen könnt ihr sehr einfach über die Bedienoberfläche austauschen. Somit entstehen komplett neue und vielleicht sogar noch nie gehörte Sounds. Die Entwickler speisten NSYNTH SUPER in der ersten Phase der Entwicklung mit 16 unterschiedlichen Sounds, die sie in 15 verschiedenen Tonhöhen einspielten. Der Algorithmus erzeugte wiederum über 100000 neue Klänge. Ein Traum für Sounddesigner!

Auch eine Art Morphing könnt ihr mit dem Synth herstellen. Zum Beispiel ist es möglich, einen Teil eines Flötensounds mit einem Teil einer Snaredrum zu „mischen“. Das Ganze funktioniert im Kern der Software komplett mathematisch. Die Hardware (ähnlich eines Korg Kaoss Pads) in der Präsentation enthält einen Touchscreen, über den die Software eingestellt, aber auch die Klänge in Variationen abgespielt werden.

Die Idee ist wirklich super und sehr interessant. Wir sind gespannt, wohin die Reise gehen wird. Vielleicht werden wir bald verschiedene NSYNTH SUPER in Hardware-Form sehen. Wenn ihr Bastler seid, könnt ihr den Quellcode und eine Anleitung kostenlos bei Github ergattern. Ein mehr als interessantes Projekt!

Preis und Spezifikationen

Die Software zu Google NSYNTH SUPER gibt es als Open Source Projekt auf der Github Seite des Entwicklers. Dort könnt ihr euch alle Skripte (TensorFlow, openFrameworks) und Anleitungen kostenlos herunterladen. Dort findet ihr auch Zeichnungen und Design-Beispiele für eine Hardware, die ihr euch aber selbst zusammenbauen müsst. Falls ihr hierauf keine Lust habt, aber trotzdem die Klangerzeugung mit eurer DAW Ableton Live nutzen möchtet, stellt die Firma hier ein Max for Live Patch kostenlos zur Verfügung.

Mehr Infos

Video

13 Antworten zu “Google entwickelt mit NSYNTH SUPER einen intelligenten Synthesizer”

  1. Donald sagt:

    Die neuen Klänge interessieren mich sehr.
    Aber ich bin nicht so der Entwickler, weswegen ich mich freuen würde,
    wenn es den Synth vielleicht bei Thomann als Hardware zu kaufen gibt.
    X/Y- Pads mag ich auch nicht so :/
    Danke für die News : )

  2. Erich sagt:

    Wiso kommen die Berichte aus dem Archiv wieder nach oben? – falls jemand mit DIY und Raspberry-Pi mal weiter machen will, der kann sich auch mal „Circle“ anschauen. Damit kann man C-Programme, also sehr ähnlich zu Arduino, direkt auf der Hardware des Raspberry-PI laufen lassen, – ohne den Linux-Layer darunter. Der Entwickler hat https://github.com/rsta2 auch einen eigenen kleinen Mini-Synth damit entwickelt. Der hat zwar nur einen Oszillator pro Stimme, ist aber Polyphon über USB und MIDI spielbar. Wenn man sich anschaut, dass „Circle“ einige Forks hat, findet man auch eine frühe Portierung der PJRC – Teensy Audio-Library. Somit stünden hier fast 1 GByte für eigenen Code und RAM zur Verfügung. Bei PJRC gibt es übrigens auch einen neuen Teensy 4.1 – der hat etwas mehr „Bums“ haben als der Teensy 3.6. Der Teensy 4.1 lässt sich mittels der Arduino-Umgebung programmieren. – Falls also gerade jemand unbedingt einen neuen Synth basteln will, – Möglichkeiten gibt es viele.

  3. Tom sagt:

    Boah Leute, die Nachricht habt ihr aus dem Archiv recycled. Das habt ihr vor zwei Jahren schon Mal gebracht.

    https://www.gearnews.com/nsynth-super-experimental-machine-learning-neural-synthesizer-google/

    • marcus sagt:

      Deswegen ist sie auch mit Archiv gekennzeichnet. Trotzdem ein lesenswerter Artikel finden wir.

      • Tom sagt:

        Das sieht man auf einem Android nicht.

        • claudius sagt:

          Hast du im Bild zum Artikel auf der Hauptseite kein grünes Viereck unten links mit „Archiv“ drin? Wenn nein, ist das ein Bug, den wir natürlich beheben müssen. In dem Fall würdest du uns sehr helfen, wenn du uns sagst, welches Telefon/Android-Version/Browser-Kombination zu verwendest. Gern auch als E-Mail, wenn es dir zu privat wird. :)

      • Ja kann man machen, kann man aber auch lassen. Ihr habt doch genug echten Output. Ich hab das auch nicht als Archiv-News gelesen. Ist ja auch mitten unter den echten News – auf der Plattform „Gearnews“, nicht auf „GearArchive“. Ich hab erst mal die Hälfte gelesen in der Hoffnung, dass es da was neues gibt.

  4. Anyone sagt:

    Als Hardware würde ich sowas kaufen.

  5. Liesl sagt:

    Das klingt ja total verrückt. Aber ich bin Musikant und kein Musikinstrumente Bauer sorry, deshalb warte ich auf ein fertiges Produkt, z. B. Als VST Instrument für die DAW.
    Aus 16 Instrumenten 100000 Sounds basteln, das ist ja eher beängstigend, für mich ist das zu viel. Denn ich bin da sehr einfach gestrickt, was nutzen mir 100000 Sounds, zum Musik machen brauche ich eine Handvoll nützlicher Klänge die ich einordnen und benutzen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.