Die besten digitalen Synthesizer 2026
Neue digitale Synthesizer, starke Klassiker und echte Soundmonster für 2026
Digitale Synthesizer sind heute fast überall präsent. Gleichzeitig besitzen viele Modelle analoge Komponenten oder bezeichnen sich als virtuell analog. Doch was gilt dann eigentlich als digital? Ein Synthesizer wird in der Regel als digital eingeordnet, wenn der Signalweg mit Oszillatoren, Filtern und VCA vollständig digital arbeitet. Dabei gilt als entscheidend, dass die Klangerzeugung überwiegend digital erfolgt, selbst wenn gelegentlich analoge Filter ergänzt werden. Hier findest du die besten digitalen Synthesizer 2026, sowohl neue Modelle als auch Geräte, die sich preislich attraktiv halten. Dazu kommen Instrumente, bei denen der Preis weniger entscheidend ist.
Digitale Synthesizer – Der Guide 2026
Neue Klangmaschinen und überraschende Geheimtipps
Digitale Synthesizer punkten häufig mit klanglichen Innovationen oder zählen längst zu den Dauerbrennern, etwa der microKORG, der sich über Jahre bewährt hat. Da derzeit viele Hybrid-Synthesizer mit analogen Filtern erscheinen, führen wir sie hier bewusst ebenfalls unter den digitalen Synthesizern auf. Zahlreiche Hersteller verfolgen genau dieses Konzept. Der verbleibende Teil des Signalwegs bleibt meist digital. Streng genommen ist ein Wave-Synthesizer damit jedoch kein vollständig digitaler Synthesizer, unabhängig vom Hersteller.
1. Waldorf Iridium Mk2
Waldorf ist es gelungen, den Iridium massiv aufzuwerten. Er ist nun vierfach multitimbral und damit deutlich besser für eine kompakte Musikfabrik oder die Bühne geeignet als sein Vorgänger. Zusätzlich besitzt er jetzt einen Aphex-Twin-Modus, bei dem praktisch so viele Sounds entstehen können wie Tasten vorhanden sind. Angesichts der Komplexität dürfte dies gleichzeitig einer der aufwendigsten Drum-Modi sein, die bislang in einem Synthesizer zu finden sind.
Durch insgesamt sechs Synthesearten arbeitet der Iridium nun noch flexibler und dürfte damit einen der vorderen Plätze unter den volldigitalen Synthesizern einnehmen. Außerdem unterstützt er bereits MIDI 2.0 und befindet sich damit technisch auf dem aktuell höchsten Stand. Das lässt sich derzeit nur schwer übertreffen.
- Den Iridium Mk2 bekommst du bei Thomann*
- Mehr von Waldorf
- Website von Waldorf
2. Behringer Wave vs. Groove Synthesis 8M / 3rd Wave
Der Wave ist im Grunde ein Nachbau des PPG Wave 2.2 / 2.3 und erfüllt genau diese Rolle. Bisher war diese Klangwelt meist teuer, zudem gestaltet sich die Reparatur der Klassiker heute oft aufwendig. Der Behringer Wave bietet einen klassischen Modus, lässt sich aber auch in einen Modern-Modus schalten. Wer die ursprünglichen Wavetable-Synthesizer mag, sollte sich dieses Gerät genauer ansehen, besonders wenn das Budget begrenzt ist.
Etwas großzügiger sollte das Budget ausfallen, wenn du das heutige moderne Gegenstück zu den PPG Waves suchst. Gemeint sind der 3rd Wave und der 8M von Groove Synthesis. Sie reproduzieren nicht exakt den alten Klang, liefern jedoch eine hochauflösende und würdige Weiterentwicklung der PPG-Idee. Damit verdienen sie mehr als nur eine kurze Erwähnung. Besonders für Ambient und Pop zählen sie durch die Integration von Samples und die Analyse von Wavetables zu den interessantesten Angeboten derzeit. Für extrem snappy Sounds sind sie allerdings weniger gedacht. Hier bieten andere Wavetable-Synthesizer, etwa der Iridium, mehr Möglichkeiten.
Interessant ist außerdem, dass diese Synthesizer technisch hybrid arbeiten. Aufgrund ihres historischen Hintergrunds und ihres High-End-Anspruchs gelten sie jedoch weiterhin als legendäre digitale Synthesizer. Der große 3rd Wave ist vierfach multitimbral, während der 8M zweifach multitimbral arbeitet.
- Bei Thomann gibt es den Behringer Wave* und die den 3rd Wave als Keyboard* und Desktop*. Den kleinen 8M* bekommst du hier.
- Mehr über Groove Synthesis
- Mehr über Behringer
- Die Websites von Behringer und Groove Synthesis
3. Mayer Vibes
Dieser Synthesizer liefert hochwertige, morphbare Wavetables, Samples und eine FM-schnelle Modulationsmatrix, die sowohl Oszillatoren als auch die beiden Filter als Quellen akzeptiert. Außerdem enthält er einen Shaper sowie eine konsequente Stereoauslegung vom Oszillator bis zum Ausgang. Dazu kommen vierfache Multitimbralität und Sample-Drums mit jeweils 10 Effekten pro Slot.
Der klangliche Druck wirkt durchaus imposant. An Bord befindet sich sogar ein Clip-Sequencer im Ableton-Stil, der sich über ein Launchpad steuern lässt. Dadurch entwickelt sich der Vibes zu einer kleinen Groovebox mit vierfacher Multitimbralität und einem zusätzlichen Drum-Kanal. Damit tritt er zugleich als kompakte Workstation an.
4. ESI XSynth
Der XSynth wirkt zunächst unscheinbar, schließlich besteht er fast nur aus seiner Polypressure-Tastatur. Beim Antesten überraschte mich jedoch, wie vielseitig dieser Laptop-taschen-große Mini-Synthesizer ausfällt. Seine drei LFOsreichen bis in den Audiobereich, außerdem arbeitet er mit drei Oszillatoren und drei Hüllkurvengeneratoren sowie einer Vielzahl digitaler Wellenformen. Dank der offenen Modulationsmatrix entstehen auch sehr aufwendige Klänge. Dabei bleibt der Preis erfreulich moderat.
Wer einen Unterwegs-Synth sucht oder für Gigs häufig mit Bus und Bahn unterwegs ist, kann seinen Haupt-Synthesizer einfach im Rucksack transportieren.
5. ASM Leviasynth
Der Hydrasynth von Ashun Sound Machines (ASM) passt weiterhin gut in diese Kategorie. Doch der neue Spross ist der FM-Spezialist Leviasynth. Als einer der wenigen Synthesizer neben Yamaha bietet er acht Operatoren. Deren Hüllkurvenparameter besitzen eigene Taster für eine besonders schnelle Auswahl. Zusätzlich lässt sich der Algorithmus frei erstellen und anschließend sogar morphen.
Der FM-Part ist, ähnlich wie beim Hydrasynth, in eine vollständige VA-Engine eingebettet. Ein ähnliches Konzept verfolgt Korg schon seit einiger Zeit mit dem KORG opsix. Dadurch stehen zusätzlich zwei Filter sowie jeweils fünf LFOs und Hüllkurven neben der eigentlichen FM-Engine bereit.
ASM stattet alle seine Synthesizer mit Polypressure aus. Das bleibt selten und macht die Instrumente besonders ausdrucksstark. Eine polypressure-fähige Explorer-Version des Leviasynth wäre daher eine spannende Ergänzung. Die Engine erzeugt zwar ihren eigenen charakteristischen Klang, stellt jedoch auch digitale Wellenformen bereit. Damit eignet sich der Synthesizer neben experimentellen Sounds auch für klassische Brot-und-Butter-Klänge.
- Die beiden Leviasynth-Varianten bekommst du bei Thomann als Keyboard* oder Desktop*
- Mehr zu Ashun Sound Machines (ASM)
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