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Aston Microphones Element

Aston Microphones Element  ·  Quelle: Aston Microphones

Aston Microphones - Project Element

Aston Microphones - Project Element  ·  Quelle: Aston Microphones

Aston Microphones Element Projekt

Aston Microphones Element Projekt  ·  Quelle: Aston Microphones

Vielleicht habt ihr euch schon mal gefragt, warum ein Hersteller bestimmte Aspekte eines Produkts nicht anders gemacht hat. Möglicherweise denkt ihr euch manchmal so etwas wie: „Das hätte ich aber anders entschieden.“ Dann seid ihr bei dem aktuellen Projekt von Aston Microphones genau richtig. Das neue Mikrofon des Anbieters – Element – soll nämlich nach euren Wünschen entstehen. Die ersten beiden Runden sind abgeschlosssen, jetzt geht es um den finalen Test des Prototypen. Und ihr könnt immer noch mitmachen! Jetzt startet die dritte und finale Runde des Votings. Unterdessen zeigt der Hersteller das Design und Zubehör wie den magnetischen Popschutz und den Shock Mount. Außerdem verrät Aston Microphones, dass das hintergrundbeleuchtete Logo als Anzeige für die Phantomspannung dient.

Aston Microphones Element

Bisher wurden alle Mikrofone des Herstellers in Zusammenarbeit mit dem sogenannten „Aston 33“-Panel entworfen. Dieses Gremium umfasst mittlerweile 600 Personen (fing mal mit 33 an) und besteht aus Experten der Musik- und Audiobranche. Das Feedback dieser Leute floß bei dem Design der Produkte in den Entscheidungsprozess ein. Da die Entwicklung von Hunderten Prototypen jedes Budget sprengen würden, geht Aston Microphones einen anderen Weg. Blindtests, bei denen das subjektive Empfinden der „Auserwählten“ entscheidet, dienen für die Einschätzung der Entwicklung.

Bei dem neuen Mikrofon Element kommt nun das gleiche Verfahren zum Einsatz, diesmal will der Hersteller aber euch beteiligen. Das bedeutet, dass ihr zu Aston Microphones Developer gemacht werden sollt – und euch im Abschluss auch hochoffiziell so nennen dürft.

So läuft der Blindtest ab

In mehreren Phasen wird zwischen Mai und Juli 2020 von euch abgestimmt, insofern ihr euch beteiligt. In jeder Phase bekommt ihr unterschiedliche Aufnahmen von Vocals (männlich und weiblich) sowie Akustikgitarre zu hören. Zwischen fünf Takes müsst ihr die Aufnahme auswählen, die euch am besten gefällt. Damit eure Angaben nicht verfälscht werden, erfahrt ihr natürlich nicht, welche Aufnahme von den Prototypen stammen und welche anderen Marken beteiligt sind.

Nach jeder Phase werden die Prototypen modifiziert, dann folgt ein erneuter Test mit der überarbeiteten Version. Sobald sich ein Sieger ergibt, wird dieses Modell für die Produktion freigegeben.

Die Audiodateien für die Entwicklung des Aston Element werden von unabhängigen professionellen Musikern in den Londoner Soho Sonic Studios aufgenommen. Dabei wird darauf geachtet, dass die Aufnahmepegel gleich hoch sind. Damit keine klanglichen Verfälschungen entstehen, bleibt die Position des benutzten Mikrofons möglichst gleich. Die euch vorgesetzten Aufnahmen werden zufällig zusammengestellt und einfach nur mit Buchstaben von „A“ bis „E“ gekennzeichnet.

Aston Microphones - Project Element

Aston Microphones – Project Element

Update: Eure Meinung ist weiterhin gefragt

Um bei dem Projekt mitzumachen, müsst ihr euch auf der Website des Herstellers registrieren. Dann bekommt ihr einen Zugang zu der Voting-Plattform. Als Dankeschön erwartet euch nicht nur der Titel „Aston Microphones Developer“ – ihr bekommt auch die Kaufoption auf ein „Limited Edition Voters Element“ mit einem Rabatt von 25 Prozent. Dazu gesellt sich ein Zertifikat, ein Aufkleber und eine Aston-Anstecknadel zur Special Edition sowie digitale Logos, die ihr dann in euren Social-Media-Kanälen benutzen dürft.

Wenn ihr mindestens 16 Jahre alt seid, Zugang zu einer DAW oder einem Aufnahmegerät sowie hochwertigen Monitorlautsprechern oder Studiokopfhörern habt, könnt ihr dabei sein.

Ich bin mal gespannt, was dabei herauskommt. Im Vorfeld ist das schwierig abzuschätzen. Es gibt einige Bereiche, in denen ich mir eher weniger Einfluss eines Testpublikums wünsche. Vielleicht ist das für ein Mikrofon aber eine gute Idee. Der bisherige Ansatz scheint sich jedenfalls für Aston Microphones gelohnt zu haben. Sicherlich ist das auch ein guter Marketing-Kniff. Auf der einen Seite ist da die Story und andererseits sind die „Entwickler“ auch potentielle Kunden.

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