von Moogulator | Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten
Apple Mietsoftware

Apple Mietsoftware  ·  Quelle: _self

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Bis vor einigen Jahren war es einfach, den Apfel zu empfehlen. Die Hardware war noch erschwinglich und auch wenn es ein wenig geschlossener ist, kann man sagen, dass dieses Prinzip bei den Apps auch dazu geführt hat, dass man im Apple App-Store keine Malware ins iPad bekommt. Spiele, in denen man „Schlumpfbeeren“ kaufen kann und „in-App“-Bestellungen von Funktionen machen kann, waren möglich, jedoch nicht immer notwendig. Man könnte sagen, dass sie sogar eher seltener in Musik-Apps vorkamen.

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Ein Rant zum Einstieg

Apples Einnahmen steigen, man lässt die Audiobuchse weg, lässt sich SSDs und RAM fürstlichst bezahlen und baut auch gerne etwas zu kleine Massenspeicher ein, damit man die 1.000 Euro eben doch noch klickt. So wurden MacBooks eher 4.000 Euro schwer, statt bis 2012 eher um die 2.500-2.800 Euro, wenn man gern rechts unten klickte, wo das bessere Modell steht.

Abos im Apple Appstore

So weit, so schlecht. Entwickler von Pro-Software auf dem Mac bieten gern Updates an, die dann 100-200 Euro kosten. So können sie den Job auch weiter finanzieren. Denn nach einer Weile muss man doch einiges an Arbeit investieren und schon allein weil es sonst aus dem Store fliegen würde und alte APIs nicht mehr unterstützt werden.
Ein Beispiel; Die meisten DAWs (außer Logic X) werden nach einiger Zeit mit einer neuen Nummer vor der Versionsbezeichnung auch neu in den Shop gestellt. Bei Apples App-Store war so etwas bisher auch schlicht nicht möglich dasselbe Programm oder App quasi noch einmal zu verkaufen oder eine Nachgebühr zu erheben. Weder auf dem Mac, noch auf iOS. Die Services bei Apple boomen, sie sind das höchstbewerteste Unternehmen überhaupt. Einige beschweren sich über das mangelnde „Pro“ in einigen Pro-Apps, deshalb empfiehlt Apple: Wenn ihr nicht nur einmal im Leben eine App verkaufen wollt, macht ein Abo draus. Der Anreiz wäre größer, die Apps sehr zu professionalisieren – so die Grundidee. Es ist nicht sicher, ob dieses Gerücht genau so und für alle Entwickler gilt. Aber es ist nicht so wahrscheinlich, dass bestehende Apps quasi „übernacht“ entwertet werden.

Aktuell ist das machbar, indem die Nachfolgeversion einfach ein „anderes Programm“ mit anderem Namen wird, z. B. MPC Pro 2 statt MPC Pro. Apple hat Logic X jedoch nie als Logic X2 neu verkauft sondern stets kostenlos weiter entwickelt. Sagen wir einfach, dass sie die hohen Hardwarepreise damit kompensieren – als Service.

Mojave und iOS 12

Aber es wird sicher spätestens mit Mojave und iOS 12 doch Abos geben. So ist es denkbar, dass so ein Minimoog erst wieder läuft, wenn man brav jeden Monat oder jedes Jahr 10 Euro einwirft. Die Kosten dafür könnten auch durchaus explodieren, wenn man auch nur 1–2 Euro pro Monat für jeden besseren Synth oder eine DAW ausgeben soll. Die Roland Cloud kostet monatlich so viel wie ein Handy-Vertrag. Eigentlich ist das nicht zu attraktiv trotz der hohen Qualität und dennoch beginnt es erst jetzt. Viele Musiker haben ja auch gern mehr als eine Synthesizer-App.

Als User kann man so etwas faktisch nur durch Nichtkauf aufhalten oder durch Protest, denn solche Angebote wird man erkennen können. Auch wenn man dem Entwickler aus Sympathie vielleicht mal was zukommen lassen will, so gibt es kein System, die etwas entspannter damit umgehen. Es ist verständlich, dass man einen Entwickler motivieren kann mit etwas Geld, wieso nicht dann für neue Funktionen die dazu kommen als in-App anbieten statt „Miete“? Und es ist nachvollziehbar, dass die lebenslange Pflege irgendwie honoriert werden können sollte. Wieso gibt es also keinen Spendeneinwurf bei Zufriedenheit oder wenn man sie viel nutzt und man einen kleinen Dialog bekommt, der nicht auf der Bühne aufklappt sondern vielleicht wenn man eh Zeit hat? Es ist denkbar, dass Apps, die man liebgewonnen hat, zunehmend Dauergeldgräber werden, wenn man sie leasen muss. Man wird dann als Entwickler etwas lieber daran arbeiten, denn ab dann wäre diese Arbeit wieder bezahlt. Es gibt also auch einen positiven Aspekt, den nicht jeder User mag. Aber dass Treiber eingestellt werden oder es einfach keine Updates gibt, hat auch damit zu tun, dass nach Verkauf eigentlich alles gelaufen ist für den Anbieter. Und? Gute Idee? Wird dadurch das Angebot von Software professioneller, wenn man den Adobe-Weg geht? Dort kostet ein Abo gern mal schlappe 50 Euro monatlich. Der Autor dieser Zeilen ist daher Affinity-User geworden.

Rant Ende. Und du so?

UPDATE

Apple wird Leute nicht direkt in Massen ansprechen, nur noch Abos anzubieten, es wird überhaupt erst möglich sein. Es wird immer am Entwickler hängen, ob der das möchte. Außerdem gibt es das etwas handzahmere in-App System in dem man einzelne Funktionen kaufen kann. Es wird weiter sehr viele normale Anbieter geben. Dennoch ist das Prinzip Abo nicht mehr so neu und für einige attraktiv. Für Kunden ist es das sicher weniger, für einen Fortbestand bei so übereifriger jährlicher OS-Update-Periode jedoch ist es logisch, dass auch die Apps ständig angepasst werden müssen, damit sie nicht rausfliegen. Irgendwann würde ein Entwickler kaum noch neue Käufe haben sondern nur noch eine große Menge Apps pflegen. Dieses Problem ist seitens des Shops nicht mal mit Spendenbutton bedacht. Vielleicht wäre das auch besser so? Oder eine freiwillige jährliche Zuwendung von 1-2€. Wenn 1000-2000 User das tun, setzen sich schon die ersten Entwickler doch noch einmal hin und passen alles an.

Der Titel wurde nachträglich geändert, da die Gerüchte nicht stichhaltig genug sind, dass Apple gerade ihre Entwickler auffordert, sondern lediglich – es ist denkbar, dass es solche Modelle geben könnte ab IOS 12. Der Fairness wegen sei auch das hier erwähnt.

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24 Antworten zu “Apple erlaubt Entwicklern Abomodelle anzubieten …”

    shocknob sagt:
    0

    Dem kann ich nur zustimmen! Bei einem Abo wird mir schlecht und bei einem Abo für eine App ist wirklich alles vorbei. Sicher, es ist gut für die Entwickler, ich untzerstütze auch gerne und es gibt bestimmt viele Abo-Fans – aber bei dem Punkt bin ich raus. Es hängen schon genug monatliche Kosten an einem und dann soll ich noch 5 weitere Abos zu unterschiedlichen Zeiten abschliessen, damit ich den Überblick verliere und sich die Abos automatisch verlängern?
    No. Freaking. Way.
    Ich kann und werde so etwas nocht unterstützen, das ist ekelhaft und zeigt in meinen Augen nur, wie gierig die Software-Branche geworden ist. Ich hatte in den letzten Monaten bestimmt 3-4 Apps, die ich nutzen wollte, bis ich dann gesehen habe: Oh, ein Abo ist erforderlich. Und tschüss, App. Dann suche ich lieber woanders oder verzichte eben. Ich hoffe, dieser Trend wird wieder rückläufig werden, aber solange es genug Menschen gibt, die solche Abos abschliessen, wird es nur schlimmer werden. Zur Roland-Cloud enthalte ich mich. Adobe habe ich mit der Cloud auch den Rücken gekehrt, man kaufe einfach die CS6 oder nimmt eben Affinity oder Sketch.

    claudius sagt:
    0

    Auf jeden Fall ein schlimmer Schachzug von Apple. Ich bin definitiv gegen das Abomodell, deswegen verzichte ich auch auf Slate Plug-ins oder manche DAWs sowie Roland Cloud oder Adobe, denn ich will nicht monatlich dafür zahlen. Dann lieber immer mal für ein Update alle paar Monate/Jahre.

    Und wenn es nicht geht, dann eben eine Alternative. Da gibt es genug, man muss sich nur mal umgewöhnen. Das kostet sicher Zeit, aber am Ende habe ich kein schlechtes Gewissen oder ein Loch im Geldbeutel.

    Zudem finde ich Open Source klasse, wenn ich etwas nutze, dann spende ich idR. für das Projekt. Thunderbird, Gimp, Firefox, LibreOffice, Wikipedia – schade, dass es das Konzept nicht auch bei Plug-ins oder den großen DAWs gibt.

    Lornik sagt:
    0

    Bin absolut gegen diese Abo Modelle. Wir leben in einer Zeit wo allmählich gut bezahlte und unbefristete Arbeitsplätze Mangelware werden. Was das damit zu tun hat? Nur wenn ich mir vorstelle dass ich außer Audio-Software noch andere Software auf dem Rechner habe die ich benötige aber für alles irgendwie ein Abo bezahlen muss wie komme ich gleich auf monatliche Kosten die 100 und 200 Euro hoch sind. Das zeichnet sich ab dass ich auch immer einen Kompromiss finden muss zwischen den ständig steigenden Lebenskosten und was ich mir tatsächlich auf dem Rechner leisten kann. Auf dem Punkt gebracht bedeutet das dass ein gut ausgerüsteter PC nur was für Leute ist die Geld haben. Um es mal so krass zu formulieren. Passt aber zu Apple. Ist irgendwie schon merkwürdig das Konzerne oder Staat es für selbstverständlich halten das Risiko immer mehr auf den Burger zu übertragen und der Meinung sind dass wir monatlich noch so viel Geld über haben dass wir das aus dem Fenster schmeißen können. Und wer gewährleistet mir bei einem Abo-Modell dass die Software weiter gepflegt wird. Das werde ich ja erst nach einiger Zeit feststellen wenn schon etwas Geld in die Software geflossen ist. Passiert denn nichts habe ich schon monatlich was ins Abo bezahlt. Und nach einer Zeit schon mehr als die Software überhaupt wert ist. Dann bezahle ich lieber Geld für ein Update Punkt so wie ich es z.b. bei Cubase mache. Habe dann aber doch die Wahl ob es sich für mich lohnt.

    Maegz sagt:
    0

    Volle Zustimmung. Apple bietet immer weniger nutzbare dafür überteuerte Hardware an (verklebte Gehäuse, Akkus, Datenträger, nicht erweiterbar, nicht richtig reparierbar, immer weniger dringend benötigte Schnittstellen). Ich arbeite auf Modellen von 2012 mit Adobe CS6. Weil mein monatlicher Verdienst nicht automatisch mit den monatlichen Umsatzwünschen der Anbieter steigt, lehne ich das Abomodell konsequent ab. Eher ändere ich meinen Workflow und benutze andere Werkzeuge. Denn genau darüber reden wir: Werkzeuge. Und da ist es außer einer Umgewöhnung unerheblich, ob man mit Bosch, Makita oder Festool arbeitet. Die Software-Anbieter setzen auf die Trägheit der Kunden und vermuten gleichzeitig unendliche Geldreserven beim Nutzer. Dass dem nicht so ist, werden sie früher oder später an ihren Einnahmen merken, denn ich kenne niemanden (privat und im beruflichen Umfeld), der freiwillig Geld zu verschenken hat. Wenn eine App wirklich neue, gewünschte und benötigte (!) Features mitbringt, bezahle ich für eine neue Version. Aber diesen monatlichen Schutzgeldzahlungen ohne Innovationsanreiz für die Anbieter (ja, ich schaue dich an Adobe!) muss man Einhalt gebieten.

    Aven sagt:
    0

    Abo-Modelle sind meiner Meinung nicht akzeptabel! Als alternative ja, ok.
    Für Leute die eine Software jeden Tag benutzen mag ein Abo Sinn machen, aber für Leute die ein Stück Soft- oder Hardware nur gelegentlich benutzen, sind die Kosten in den meisten Fällen viel zu hoch.

    Philipp sagt:
    0

    Diese Abomodelle sind einfach nur Abzug des Kunden. Na klar das es von Apple kommt. Werde mir nie wieder etwas von Apple kaufen. Mein altes MBP 2010 hat letzten Monat den Geist aufgegeben und das war das letzte Produkt von Apple, welches ich mir gekauft habe.
    Das einzige Abomodell weches ich gut finde (obwohl es kein Abo ist), ist das von Bitwig. Das ist transparent und verursacht keine laufenden Kosten. Des weiteren bekommt man 12 Monate alle Updates. Das nenne ich fair.

    Ich bezahle gerne für gute Software. Besitze zwei DAWs und sehr sehr viele VST´s. Aber es muss einfach fair bleiben.

    echtjetzt sagt:
    0

    Moogulators Kritik einer möglichen Dystopie des Macs in allen Ehren – leider nur seit fast einem Jahrzehnt die selbe Leier und letztendlich kauft er doch wieder den nächsten Mac!

      moogulator sagt:
      0

      Es ist verdammt schwer, weil die Alternative dasselbe in grün ist. Eigentlich ist es egal, man tritt immer daneben oder noch mehr daneben. Ich könnte vermutlich sogar mit Linux arbeiten, weil Hardware – wenn ich mal nicht mehr schreibe und teste – ist die Frage ob man dann noch eines der großen beiden nehmen muss.

      Aber du hast nicht ganz unrecht. Es ist schwer sich zu lösen mangels Alternative. Anders mies an anderer Stelle. Wenn ich mal abspringe, wird es für länger sein und es wird dann minimalistisch. Brauche ja nur Recording wirklich. Aber was da ist wird aufgebraucht. Die Abomodell-Sache stammt aus einer Art von Gerücht – es ist aber nicht 100% sicher, ob das kommt. Apple könnte auch weiter fahren oder bei einigen einen Testballon starten. Die Macblogs sind noch immer komplett auf Apples Seite – bin da auch erstaunt, da ist Pro kein Thema, die Preise egal, weil man kommt ja aus mit 128GB SSD, wie vor 10 Jahren – Office läuft halt auch damit – und und und.

      Es bleibt schwierig. PC Books gibt es etwas mehr und offener. Hackintosh wird ohne T2 nicht laufen und Linux ist natürlich auch nicht ideal, weil vieles nicht läuft und man eine steile Lernkurve hat.

      Every OS sucks.

        Philipp sagt:
        0

        Warum ist es so schwer sich von Apple zu lösen. Ich persönlich hab mein MBP nur für Traktor im Club genutzt und das kann ich auch mit jedem Windows Laptop. Als ich mir mein MBP vor 7 Jahren gekauft habe, musste ich nur 80% Prozent des Preises zahlen. Und zu der Zeit gab es nicht viele alternativen mit Alu Body. Heute gibt es echt gute und solide Laptops mit Windows.
        Auf Arbeit benutzte ich einen Laptop von Dell mit Xeon Prozessor und CAD Grafikkarte. Dieses Segment wird Apple niemals bedienen. Und der Laptop ist mehr als robust.

        Für mich gehört Apple in die gleiche Abteilung wie Intel und NVIDIA. Das ist alles viel zu teuer und man versucht nur die Leute auszunehmen. Mein nächster Desktop Rechner zum produzieren wird wieder ein AMD System (Threadripper) mit AMD Grafikkarte.
        Und beim Laptop werde ich auch einen Ryzen nehmen.

          claudius sagt:
          0

          Kommt immer auf das Anwendungsgebiet an. Man hat sich halt über Jahre an das System gewöhnt und seinen Workflow angepasst. Allein auf OS-Ebene nutze ich systemweite Custom Shortcuts, habe diverse Automationen (Automator), die ich so nicht mit Windows umsetzen könnte. Dann eben noch Logic (Komposition und Mixing und Reaper fürs Tracking) und Final Cut.
          Klar ginge umlernen. Aber Premiere ist für mich in der Anschaffung zu teuer oder eben im Abo. Genauso nutze ich Pixelmator statt Photoshop. Ich versuche es immer wieder mit GIMP, bin da aber noch nicht so fit darin.
          Es gibt eben viele, individuelle Baustellen, die sich nicht so leicht verlagern lassen. Wenn es „nur“ Traktor oder ein anderes Crossplattformprogramm wäre, wäre der Umstieg sicher kein Problem.

            Krypton sagt:
            0

            Mir ist aber auch aufgefallen das du es dir selber auch etwas bewusst schwer machst. In Grunde genommen, stehst du dir selber im Weg.
            Ein Umstieg ist sicherlich nicht leicht, aber man sucht immer einen Grund um es am schluss nicht zu tun. Damals aber haben wir auch von einem Atari auf ein anderes BS gewechselt und hatten viele Hürden zu nehmen.
            Oder als Logic übernommen wurde. Entweder man nahm damals ca. 3000.- € für ein Mac in die Hand (wer auf Win war)oder man versuchte eine neue DAW.
            Und einige konnten oder wollten sich nicht so eine sündhaft teure Kiste leisten.
            Heute brauchen beide BS die gleiche Hardware. Also…

            claudius sagt:
            0

            Ich sitze ja bewusst am Hackintosh. 3 OS, eine Hardware. Das ist günstig, leistungsstark und zukunftssicher, solange Apple mit ihren Sicherheitschips nichts unterbindet. Als Laptop reicht dann immer noch mein 2013er MBA. Davor war es ein 2008er MBP. Alle 5 Jahre ein neuer Laptop ist ok, wäre er mir nicht geklaut worden, hätte der sicher auch länger gehalten. Das 2013er ist noch nicht am Ende. Ist auch die Frage, wie man sein System für was nutzt.

            Allein die systemweiten Shortcuts und die Automationen bringen mir einen extrem schnellen Arbeitsflow. Bildbearbeitung als Batch ist auch kein Problem. Das kann ich unter Win oder Linux so einfach nicht nachbauen. Nur mit X extra Programmen oder selbst geschriebenen Hacks.

            Müsste ich einen neuen. mobilen Mac kaufen, wüsste ich nicht, was ich kaufen würde. Vermutlich würde ich wirklich den Umstieg probieren. Am Desktop gibt es aktuell nix attraktives für mich.

            Krypton sagt:
            0

            Auch das Umsteigen meine ich jetzt nicht damit, das man jetzt alles was OS ist, zu vergessen oder verteufeln etc. Das eine zu nehmen heisst nicht das andere zu lassen. Nur sollte man es sich nicht schwer machen und vorallem die Überwindung etwas „neues“ auszuprobieren. Vielleicht gibt es auch positive Überraschungen. Was das eine BS nicht hat, hat das andere vielleicht oder anders oder bestensfalls besser.
            Heute können wir schnell switchen weil wir es für beide BS bekommen.
            Du musst ja nicht auf deine geliebten MBP verzichten.
            Wenn Apple nicht so teuer wäre, hätte ich auch beide Systeme am Start.

          moogulator sagt:
          0

          Aus den beschriebenen, erstens ist das Abomodell nicht etwas, was ausschließlich kommen wird sondern bestenfalls eine Option für manche Angebote erwägt wird. Apple zwingt die Leute nicht dazu. Das muss man fairerweise sagen. Das geschlossene System in iOS zu dem es ja nur Android gibt als Alternative hat an Musik Apps und sorgenfrei auf jedem Gerät nutzbar einfach weniger zu bieten. Daher würde ich zumindest 3x überlegen, ob ich auf diese Synths verzichten will um eine diesbezüglich unattraktivere Plattform zu gehen. Der Grund: Google hat sich nicht um ein CoreAudio/MIDI bemüht und eine Art Voraussetzung für Hardware – daher kann es zu Latenzen oder anderem kommen – es MUSS nicht, es kann. Sowas ist recht analog zu Windows PCs zu beurteilen, die auch funktionieren können und freier zusammengestellt, es war aber doch eine lange Zeit so, dass manches mit manchem nicht gut lief oder gar nicht. Das Thema geht und dreht sich nicht um Macs, denn dort gibt es noch immer genug und vorwiegend 1x Kauf-Software – im Appstore hat man sogar den Vorteil keine Seriennummern und nervige Authentifizierung-Aktionen durchführen zu müssen, es läuft einfach. Außerhalb des Stores gibt es noch mehr Software – Nahezu das meiste ist eh außerhalb, weil Apple da sehr schön die Hand aufhält und zu wenig Gegenleistung anbietet, daher machen es da wohl auch weniger Entwickler.

          Es ist also sehr wohl wichtig.
          Und am Desktop – was ja nicht wirklich Thema war sondern nur ein Einsteigs-Rant – Windows wäre die Alternative. Das ist dasselbe in grün, das OS mögen oder nicht ist dann einfach Sache von Sympathie – das man mit beidem arbeiten kann ist sicher klar, aber auch Windows ist nicht überall angenehm und supertoll. Was in dem Lager besser ist, ist die freiere Wahl der Komponenten, denn Apple verkauft ja auch Hardware und es gibt keine von anderen Anbietern, weil sie das unterbinden, es gibt dennoch eine Menge Leute die auf einen Hackintosh umgestiegen sind. Das ist nicht ohne Risiko und am Ende hängen die sehr nah an der HW-Konfiguration von Apple. Das ist also nur eine Scheinfreiheit.
          Das ist irgendwie nicht wirklich alles besser.

          Daher – würde mir da ein Umstieg doch schwer fallen. Es gibt bekanntermaßen auch manches nicht für die jeweils andere Plattform und man müsste schon eine Woche oder so sich Zeit für Installationsorgien mit komplizierten Auth-Verfahren kümmern. Das nervt so dermaßen gewaltig. Das ist einer der Hauptgründe, weshalb man ein OS lieber weiter führt als alles „platt zu machen“ auf dem Rechner. ZB bei Neukauf eines neuen Rechners – egal mit welchem OS. Allein den Kram zusammen zu suchen und die ganzen Stores und Logins der einzelnen Hersteller abzuklappern – es ist unfassbar und unendlich nervig und unangenehm, da man auch viel Zeit verliert. Das gilt auch für einen Umstieg von Win auf Mac. Wobei Entfernen und Co. auf dem Mac etwas einfacher ist.

          Aktuell gibt es ja kein Problem mit Abos, die quasi den Weg zur normalen Kaufoption versperrten außer bei Adobe und da hab ich nicht mal mehr PS Elements gekauft, obwohl das ohne Abomodell geht, um der Firma zu signalisieren – ich kaufe halt wenn das Angebot stimmt. Das tut es für mich nicht – also Affinity für Bildbearbeitung und parallel noch Pixelmator, wer eine Alternative dazu sucht und wer da noch nicht zufrieden ist nimmt dann Acorn. Es gibt also genug gute Angebote, die man nutzen kann.

          Ich sehe da also noch kein Problem. Wenn jetzt jeder 2 relevante Hersteller auf Abos umstellt und keine Option lässt, würde ich auf Hardware wechseln. Ich bin da verdammt entspannt. Ich habe schon mal mit dem Touchscreen des Surface gehadert, das wäre schon verdammt attraktiv. Kann sein, dass ich da auch schwach werde und dann wäre ich halt wieder auf Windows. Bei IOS und Android ist das auch nicht in Stein gemeißelt, jedoch sind die Apps die ich mag dort nicht vorhanden und ich würde dann wohl einfach verzichten und halt kleine HW Synths mitnehmen müssen – so what..

          Viele machen einfach weniger Updates und machen mit älteren Sachen Musik, weil dieses System einfach nervt. Sicherheitsupdate? Klar, gern – danke dafür – aber solche, die irgendwas inkompatibel machen? Mir eine Lawine von Updates bringt? Da verstehe ich, dass im Forum und Umfeld viele auch einfach zurück treten von der Sache und generell einfach weniger schnell auf das neue OS gehen. Selbst schuld sind diese Firmen, die dadurch Entwickler so zwingen sich ständig zu kümmern, das können die speziellen Musikleute nicht so gut – es ist zwar Pro aber eine kleine Ecke. Das finden nur wenige super.

          Der Vorteil ist, dass neue Dinge schnell eingeführt werden können, der Nachteil ist, dass man auch verlieren kann. Es ist ein ständiges Gelddrucksystem für den Hersteller. Andere nutzen ihren Minimoog seit 1982 täglich.. Alle 15-20 Jahre mal tunen und Service und dann weiter..

          Wie viel Hersteller bringen nach 10 Jahren neue Treiber für ihre Synths? Na? Also gerade solche, die nicht Class Compliant sind? VSYnth Treiber gibt es nicht mal mehr für die letzten macOS Versionen – wegen des beschriebenen Problems.

          Und niemand braucht diese künstlichen Jahresabstände. Das ist künstlicher Druck. Was sicher sein müsste wäre das ältere Sachen lange laufen bei Musik ohne nachdenken. Oder man friert ein – nutzt etwas 10-20 Jahre und kauft dann immer alles neu. Vince Clarke hat bis tief in die 2000er mit dem BBC Acorn gearbeitet – … *G*

          Every OS sucks..

    non eric sagt:
    0

    Es gibt für mich zur Zeit keinen Computer den ich von Apple, sogar unabhängig von den Schweinepreisen, den ich erwerbe möchte. Die Funktionalität ist mittlerweile dem Design und der Marge geopfert worden.

    CloudSounds sagt:
    0

    Abo-Modell?! Nee, muss ich nicht haben. Sollte dieses Modell Fuß fassen, werde ich meine App-Sammlung wohl drastisch minimieren.

    Ich nehme gerne Geld in die Hand, wenn eine App signifikante Neuerungen aufweist und dann als Version xyz neu in den App-Store kommt. Aber da hab ich in der Hand, wann der Mehrwert für mich ausreichend ist, um einen neuen “Invest” zu tätigen. Bin ich nicht überzeugt, nutze ich halt die alte App weiter.

    Aber jeden Monat für etwas zu zahlen, was ich ggf. nur 4 mal im Jahr nutze ohne dass es u. U. überhaupt groß weiterentwickelt wird… sorry, da bin ich raus!

    StereJo sagt:
    0

    Der größte Nachteil bei Abos: Zahlst vielleicht 10 Jahre lang monatlich 15 EUR = 1800 EUR.
    Dann kann man ja gleich auf einen Hardwaresynth sparen. Den haste noch nach 10 Jahren, steigt vielleicht im Wert.
    Wenn du das Abo kündigst bleibt nix! Nur im Kaufleasing. Abo – niemals.
    Viele Grüße

    Ja, genau so! Danke :-)
    Ich will und werde auch keine Miete für Software bezahlen.
    Dann muß es halt mit den Bordmitteln der DAW gehen.
    Allerdings möchte ich eine Lanze für Roland brechen.
    Dort kann ich nach einem Jahr Mitgliedschaft mir ein Plug-In aussuchen, das ich dann behalten darf auch wenn ich mich entscheide die Cloud zu verlassen. Das kostet auch nicht mehr als wenn ich das Plug-In so kaufe.
    Ich finde das einen super Kompromiss!
    Ich bin immer bereit für eine neue Software-Version Geld zu bezahlen, allerdings nicht als Abo. Das wird mir irgendwann zu unübersichtlich und wahrscheinlich auch teurer.

    phonic sagt:
    0

    Abofalle?
    Ich sehe dem auch wie ihr sehr kritisch entgegen.
    Ich kann mir auch vorstellen, dass da noch der eine oder andere Software Entwickler aufspringen wird.
    Für die Firmen sind Subscription Modelle auch gleichzeitig auch Kundenbindungstools.
    Gute Zeiten für Hardware User, die kauft man einmal ohne Abo.

    Sequeller sagt:
    0

    Das Thema muss man differenzierter sehen. Auf der einen Seite sind da die teuren Apple-Notebooks. Stimmt. Auf der anderen Seite ist da die Software von Apple. Die gibt es teilweise kostenlos oder für einen symbolischen Betrag. Stimmt auch, weil – wie der Autor zu recht vermutet – Apple somit Hardware verkauft.

    Was ich aber ganz anders sehe ist der Preis von den sogenannten Drittherstellern. Wenn ein Software-Unternehmen heute noch überleben will muss es wohl oder übel auf das Abo-Modell wechseln. Da steht dann die Frage im Raum, warum das früher nicht so war? Da hat die Software noch ein vielfaches gekostet. Heute kann sich keine Firma hochgezahlte Spezialisten (Entwickler, Marketing, Autoren etc.) leisten, wenn die Software nur 19,99 € (überspitzt dargestellt) kostet. Und das Versprechen, dass man Millionen Lizenzen verkauft, wurde von Apple leider nie erfüllt. Und wenn ich manchmal die Preisbezogenen Kommentare einer 99 Cent-App im Store sehe, wird mir schlecht.

    Ich mag auch keine Abos. Aber durch den Einblick in verschiedene Software-Häuser (kleine und große) bekomme ich ein Verständnis für die. Man muss sicher hier und da mal rechnen, ob sich das Abo einer speziellen Software lohnt, aber das musste ich früher bei den teuren Programmen auch. Oder wurden die nur günstig bei einem Freund kopiert? Who knows…

    peta sagt:
    0

    Was sollte ich da erst sagen?

    Abomodell bei Autodesk, und simple Os-gschichten, red ma gar net.

    Dazu Hardware, die teilweise total überzogen im Preis ist ( ich weiß net warum ich für einen
    Intel 12 core 3500 Euro zahlen soll, wenn der Amd-12 core nun um 400 € same macht.)
    Und dazu eine differenzierte Unverträglichkeit die bis in die CPU geht. ( redshift GPU rendern war bis
    2017 Q1 noch interessant, nach dem Miminghype und der Hybris von Nvidia/ Amd teilweise nicht m.)
    Wobei bei den Preisen des Threadrippers ( und 64 PCI LANES!!!)-8 / 12 core-normal-erschwinglich, is es nicht mehr so, das ich normal über GTX-1050ti gehe ( wir arbeiten hier..) und bei einer DAW wäre die eh overpowerd.
    Bei Audio rennt fast alles in Studio One ( Prootools tümpelt auf 2012er Macs rumm– konserviert/ Updates immer? wird alles besser oder versemmelt man gutes?)–und sollte es in OSX Davinci Resolve sein ( wegen der einen 4k-datei)-na dann wird der i7 8700 Hackintosh halt brav tun.

    Macbooks–nur die 799,- Mediamarkt.

    Reines Filmdaten-mobil-sichtungs-gerät / Coppy/ und zum Komponieren… ehrlich die Stones hatten 40 Jahre weniger.. von daher… I-pad weils billiger wie Waccombildschirmboards sind und Z-brush damit gut geht..

    Aber… 2018 müssten wir einen 16core 14nm Cpu um 99,- euro bekommen.. hm?
    ( gab es da nicht das Intelgesetz alle 36 Monate…?)
    Den dann in einem verlöteten Idiotencomputer um +1700 Euro zu verhöckern, spricht für die arglose Dummheit
    mancher User, oder einem perves korrupten System…

    ABO… nein, weil ich für eine SAUBERE CLOSED PERFECT WORK UMGEBUNG bin…die 24 7 365 tut.

    Das war bis 2010 normal. ( Windows hat mit dem W7 ein perfectes os, dass man entweder absichtlich versemmelt oder weil man halt GIERIG in der REPUBLIK NORD KALIF-ORNIEN ist, andere leisten sich einen 1km/Dm Klodeckl als Firmenzentrale..)

    Ps auf einem Unix, dass ich zu 78% zu einem OSX (11 ?) gemacht habe ( naked ohne..) rennt EMAGIC fein..
    und wird Threadripper 2 kompatibel ( Maya 2019..etz..)
    nur.. wieso muss ich das als USER machen?

    Text in etwas anti ehhhn ess ehh und konsorten styla getastet..

    Next step ist CLOUD wo der virtuelle KI-musiker für dich……. wozu machen wir das dann noch ?

    Lothar Lotrecht sagt:
    0

    Neee, das reicht mir jetzt. Das wird seit 30 Jahren mein letztes Apple Produkt gewesen sein.
    Werde mich jetzt in die PehZehWelt wagen

    Tom sagt:
    0

    Das Problem bei Abo-Modellen ist, dass man nicht darüber entscheiden kann, wann man ein Update benötigt (und es dann kauft), denn wird nicht monatlich bezahlt, stellt die Software einfach ihren Dienst ein. Für Unternehmen, die mit Musik Geld verdienen, mag das spannend sein, für Hobbymusiker, die jeden Cent investieren, ohne ein adäquates Auskommen zu haben, ist eine solche Entwicklung ruinös. Und schlimmer noch: Niemand wird auf Dauer die Abo-Preise stabil halten! Das zeigt sich im Streaming- ebenso wie im Software-Bereich, denn hat man den Kunden erst mal an der Angel, ist das Abomodell die Lizenz zum Gelddrucken. Was soll man schon tun, wenn man einen Synthie benötigt, um zu komponieren oder eventuell sogar nur, um ältere Songs zu überabeiten und der Hersteller einfach mal den monatlichen Preis erhöht? Zahlen, natürlich. Zwangsläufig.
    Ich bin sehr gespannt, wie sich die Roland-Cloud-Sache entwickelt, denn ich habe auf Facebook daran gezweifelt, dass Roland den aktuellen Preis auf Dauer halten wird. Vom Hersteller bekam ich die Antwort, dass es natürlich überhaupt niemals nicht eine Preiserhöhung geben würde. Ich habe gewettet und bin gespannt, wer Recht behält…

    Fair finde ich übrigens das Angebot von Splice, nämlich „Rent-to-own“. Hier bezahlt man auch eine Art „Abo“ über eine definierte Laufzeit, doch wenn der Preis des Produkts durch die Zahlungen erreicht ist, gehört einem die Software dauerhaft ohne weitere Verpflichtungen.

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