von Marcus Schmahl | Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten
Angecheckt: Shure KSM 353/ED und KSM 313/NE Dual Bändchenmikrofone

Angecheckt: Shure KSM 353/ED und KSM 313/NE Dual Bändchenmikrofone  ·  Quelle: GEARNEWS, Marcus

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Der Hardware-Hersteller Shure ist bekannt für seine Mikrofone. Vor allem stechen hier natürlich die dynamischen Bestseller SM58 und SM7B oder das neue Podcasting-Mikro MV7 hervor. Der Entwickler hat aber zusätzlich seit etlichen Jahren zwei wirklich hochwertige High-End-Bändchenmikrofone im Repertoire, die wir uns einmal für einen Studiotest in unser Angecheckt-Labor haben schicken lassen. Die Rede ist von dem Flaggschiff KSM 353/ED und dem „Alleskönner“ KSM 313/NE Dual.

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Shure KSM Bändchenmikrofone

Wir hatten euch vor kurzem die Geschichte der Bändchenmikrofone aus dem Hause Shure hier vorgestellt. Hier erhaltet ihr weitere interessante Informationen zu den Mikros sowie ein wenig Hintergrundwissen. Jetzt durften wir die beiden KSM-Mikrofone live in unserem Studio anchecken. Weiter geht’s zur Praxis.

Ausgepackt

Die beiden KSM-Mikrofone überraschen mit einem wirklich einzigartigen Look und Gewicht. Letzteres spricht für eine solide und vor allem robuste Bauweise. Und das ist auch so. Darüber hinaus ist die mitgelieferte silberfarbene Spinne ein absoluter Hingucker, die ich am liebsten gar nicht mehr hergeben möchte(!). Wobei das KSM 313/NE Dual mit einem eigenen (Standard-) Shockmount geliefert wird, passt es ebenso gut in die größere Spinne. Das große KSM 353/ED ist silbern glänzend (man sollte das Mikro mit Samthandschuhen in der Spinne befestigen, um keine Fingerabdrücke zu erzeugen) und enthält einen robusten Metallkorb um die Abnehmer.

Shure KSM 353/ED und KSM 313/NE Dual ausgepackt

Shure KSM 353/ED und KSM 313/NE Dual ausgepackt

Das „kleine Schwarz-Rote“ finde ich persönlich sehr schick und sexy. Auch dieses Mikro enthält einen robusten Korb um die Abnehmer. Beide in den USA handgefertigten Mikrofone enthalten natürlich einen XLR-Anschluss und das war es auch. Durch die Bauweise enthalten sie ein fixiertes bidirektionales Polar Pattern (8), das eine Aufnahme von beiden Seiten eines Mikrofons erlaubt. Und das ist eine gute Überleitung zum Klang-Check.

Die Bändchenmikros in Sprach-Aktion

Beide KSM-Mikrofone sitzen absolut geschützt und bombenfest in der Befestigung des Shockmounts (silberne Spinne). Jeder „Shock“ (Auftreten am Boden und Anschlagen am Mirkofonständer) wird abgefangen und so gut wie nicht übertragen. Beim Anschluss der XLR-Kabel benötige ich etwas Kraft, aber dafür sitzen diese ebenso fest und ruckelfrei. Das sollte bei solchen High-End-Mikros auch so sein. Beide benötigen nicht unbedingt Phantomspeisung, können aber damit umgehen.


Sehr interessant und für mich neu ist die Möglichkeit das KSM 313/NE Dual (deswegen „Dual“) von beiden Seiten mit einem unterschiedlichen Klangergebnis einzusetzen. Das ist natürlich sehr praktisch, um auf die Schnelle zwischen zwei verschiedenen Sprechern oder Situationen zu wechseln, ohne externe Effekte bedienen zu müssen. Die eine Seite ist hörbar höhenbetonter und besitzt weniger Low-End, die andere Seite klingt wärmer und hebt den tiefen Frequenzbereich an. Für meine eher mittig liegende Stimme bevorzuge ich hier die Seite, die die Höhen anhebt. Somit klingt meine Sprachaufnahme luftiger und natürlicher.

Auch Instrumente klingen edel

Die „dunklere“ Seite ist somit eher für Instrumente geeignet, bei denen ihr sowieso die Höhen mit einem Equalizer abschwächen würdet (zum Beispiel E-Gitarren). Die verbauten Roswellite-Bändchen sind dazu extrem robust und halten Schallpegel bis 146 dB ohne Probleme aus. Trotzdem ist es wichtig bei Bändchenmikrofonen im Vergleich zum Großmembran eine Art „Mindestabstand“ zu wahren, da sie ansonsten dazu neigen schnell sehr dumpf und „hohl“ zu klingen. Nebengeräusche aus dem Hintergrund gelangen, wie bei einem dynamischen Mikro, gar nicht erst in die Aufnahme oder werden stark gedämpft – ein weiterer Vorteil.

Das Größere der beiden Mikros wirkt nochmals edler im Klang und bildet für meine Ohren das Frequenzspektrum natürlicher ab. Aber das sollte bei dem Aufpreis auch so sein. Instrumente lassen sich mit Beiden wirklich gut in Audiodaten wandeln. Das Ergebnis ist sehr weich und wirkt im Vergleich mit meinen Großmembran-Mikrofonen viel wärmer.

Fazit und Vergleiche

Beide KSM-Mikrofone können im Studioeinsatz überzeugen. Und das nicht nur optisch. Die Möglichkeit das KSM 313/NE Dual zweimal unterschiedlich einsetzen zu können, ist ein großer Pluspunkt. Sowohl Sprache, Gesang sowie Instrumente sind für beide Mikrofone kein Problem. Der Klang ist rund und warm. Man muss sich natürlich an andere Aufnahmegegebenheiten (Entfernung) gewöhnen. Aber das ist der Bauart geschuldet. Das große KSM 353/ED ist sehr edel und absolut konkurrenzfähig zu weitaus teureren Mikrofonen.

Wie bei allen Mikros solltet ihr vorher eure Stimme oder das Instrument mit der Aufnahme-Hardware testen. Denn nicht jedes Mikro passt zu eurer Stimme oder dem Klang, den ihr aufnehmen wollt. Den ultimativen Allrounder gibt es eben nicht.

Preise und Zubehör der Shure KSM Mikrofone

Das Shure KSM 353/ED könnt ihr inklusive hochwertiger Spinne (ShureLock Wire Rope Shock Mount) hier bei Thomann.de (Affiliate) zum Preis von 2.619 Euro bestellen.

Das Mikrofon KSM 313/NE Dual von Shure gibt es inklusive ShureLock Stand Mount hier bei Thomann.de (Affiliate) für 1.349 Euro.

Shure KSM 313/NE Dual

Shure KSM 313/NE Dual

Kundenbewertung:

Beide Pakete werden inklusive gepolstertem Tragekoffer aus Aluminium oder einer schicken gepolsterten Tasche zum sicheren Aufbewahren der Hardware ausgeliefert.

Mehr Infos zu Shure und den Mikrofonen

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Bildquellen:
  • Shure KSM 353/ED und KSM 313/NE Dual ausgepackt: GEARNEWS, Marcus
  • Shure KSM 353/ED: GEARNEWS, Marcus
  • Shure KSM 313/NE Dual: GEARNEWS, Marcus
  • Shure KSM 353/ED im Test: GEARNEWS, Marcus
  • Shure KSM 313/NE Dual im Test: GEARNEWS, Marcus
Angecheckt: Shure KSM 353/ED und KSM 313/NE Dual Bändchenmikrofone

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