von Dirk Behrens | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Shure KSM8

Shure KSM8  ·  Quelle: Shure

Shure KSM44A

Shure KSM44A  ·  Quelle: Shure

Shure KSM141

Shure KSM141  ·  Quelle: Shure

Shure KSM137

Shure KSM137  ·  Quelle: Shure

Shure KSM353/ED

Shure KSM353/ED  ·  Quelle: Shure

Shure KSM313/NE

Shure KSM313/NE  ·  Quelle: Shure

Shure KSM313/NE

Shure KSM313/NE  ·  Quelle: Shure

Shure KSM32

Shure KSM32  ·  Quelle: Shure

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Wer muss beim Namen Shure nicht an die berühmten Mikrofone denken? SM57, SM58 oder SM7B haben in unzähligen Proberäumen, auf Bühnen und in Studios der Welt ihren Platz. Und wer kennt nicht das „Elvis-Mikro“ 55SH Series II? Viele dieser Modelle verdienen völlig zu Recht die Bezeichnung „Klassiker“. Und das gilt ebenso für die KSM-Serie, die auf robuste Verarbeitung und überzeugenden Sound für die Ansprüche im Studio setzt. Bei der Entwicklung dieser Serie betrat der Hersteller ursprünglich Neuland. Wir schauen, was die KSM-Serie auszeichnet und wie alles begann.

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Shure KSM Mikrofone

Anfang der 90er konnte das 1925 gegründete Unternehmen bereits auf eine sehr erfolgreiche Firmengeschichte zurückblicken. Mit einer großen Palette von Mikrofonen hatte sich der Hersteller zu diesem Zeitpunkt bereits einen Namen gemacht, aber Shure wollte mehr. Das selbsterklärte Ziel: Die Entwicklung eines neuen Mikrofons, das „side-fired“ betrieben wird und die für den Hersteller typische robuste Verarbeitung bietet. Der wichtigste Aspekt betraf aber die Klangqualität. Die sollte nämlich den unterschiedlichsten Anwendungen im Studio gerecht werden. Vorbilder waren die teuren Kondensatormikrofone aus Europa.

Das anvisierte Ziel stellte den Hersteller allerdings vor einige Herausforderungen. Denn für die Entwicklung wollte Shure nicht irgendwelche Kapseln von anderen Herstellern benutzen. Das amerikanische Unternehmen wolle ein Mikrofon zu bauen, das sich deutlich von den Produkten anderer Marken absetzt. Shure hatte bereits Erfahrung mit 3/4-Zoll-Kapseln gesammelt, aber noch nie ein Mikrofon mit Seitenadressierung gebaut.

Die nächsten zwei Jahre verbrachte die Firma mit Forschung und Entwicklung. Während dieser Zeit wurden verschiedene Designs entwickelt und ausprobiert. Und es gehörte auch zu dem Prozess, mal die Mikrofone anderer Hersteller auseinanderzunehmen – einfach um zu schauen, was besser gemacht werden kann. Der Entwicklungsaufwand war groß. Um eigene Bauteile zu erstellen, musste das Unternehmen neue Maschinen anschaffen und einrichten. Ausgesuchte Teile bezog Shure zusätzlich von erfahrenen Drittherstellern.

Shure KSM32

Shure KSM32

Das KSM32 markiert den Startpunkt der neuen Serie

Schließlich entstand eine Kapsel, die in dieser Form neu war, in Bezug auf Audioqualität überzeugte und 1999 schließlich Bestandteil des Großmembraners KSM32 wurde. Shure selbst bezeichnet das Ergebnis als einen „Happy Accident“. Der Sound überzeugte sofort durch Natürlichkeit und einen sehr linearen Frequenzgang. Die Qualität übertraf in einigen Bereichen sogar die eigenen Erwartungen.

Das KSM32 wurde zum Grundstein für eine ganze Serie, die dann mit dem KSM44 und der darin arbeitenden 1-Zoll-Kapsel ausgebaut wurde. Später gesellte sich das Beta 27 dazu, es folgten KSM42 und die Neuauflage KSM44A. Während das KSM32 noch auf eine „typische“ Nierencharakteristik setzt, variieren spätere Modelle die Richtcharakteristik. Im Laufe der Zeit kamen auch Kleinmembraner und ein paar dynamische Mikrofone dazu.

Shure KSM313/NE

Shure KSM313/NE

Bändchenmikrofone aus einem ganz besonderen Material

Mit KSM313/NE und KSM353/ED gibt es seit 2009 sogar zwei zur KSM-Serie gehörende Bändchenmikrofone, die als einzige ihrer Art mit dem sogenannten Roswellite-Material bestückt sind. Diese Bändchen haben – auch wenn es der Name suggeriert – nichts mit Area 51 oder Alien-Technologie zu tun.

Das patentierte Material der Bändchen zeichnet sich durch große Robustheit und Elastizität aus. Das macht diese Mikrofone gegenüber Windstößen, Plosivlauten, hohem Schalldruck und ebenso tiefen Frequenzen sehr widerstandsfähig. Und auch ungewollte Phantomspeisung verträgt das Material Shure zufolge. Vielleicht steckt ja doch Technik von einer anderen Zivilisation darin.

Wie ihr seht, steht der Name KSM heute für eine ganze Bandbreite von Mikrofonen, die für jede erdenkliche Anwendung ein passendes Modell anbietet. Wenn ihr mehr über die KSM-Reihe von Shure erfahren wollt, dann schaut mal hier vorbei.

Weitere Infos über Shure KSM Mikrofone

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