von claudius | 4,5 / 5,0 | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
MXR Duke of Tone Analogman King of Tone Clone

 ·  Quelle: Sweetwater / Facebook / Analogman

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Ein US-Händler und ein „YouTube-Kanal“ haben das MXR x Analogman Duke of Tone Effektpedal geleakt. Wir dachten erst an einen Fake, aber nachdem es nun bei Sweetwater gelistet ist, ist es zu 99,9%iger Sicherheit ein echtes King Of Tone bzw Prince of Tone zum kleinen Preis und verfügbar “ab sofort”.

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Analogman King of Tone

Du hast zwei Möglichkeiten, an ein sagenumwobenes, originales Analogman King of Tone Effektpedal zu kommen:

  1. Du trägst dich auf die Warteliste ein, die aufgrund der Handfertigung der Pedale mehrere Jahre im Voraus gefüllt ist und laut Disclaimer auf der Seite es auch sein kann, dass du niemals an der Reihe bist, wenn sie nie genug Modelle produzieren (NOS Teile fehlen irgendwann). Oder
  2. Du findest eines gebraucht. Dann zu etwas “erhöhten” Preisen.

Natürlich kommt auch noch die Möglichkeit ins Spiel: Du kaufst einen Clone, der gleichklingen kann, aber nicht muss. Mit dem MXR Duke of Tone könnte das ein Ende haben, denn anscheinend ist es eine offizielle Zusammenarbeit und damit quasi ein originaler Analogman Schaltkreis, vermutlich mit den Fertigungskapazitäten von MXR, die ja für gute Stangenware bekannt sind.

MXR Duke of Tone Analogman King of Tone Clone Sweetwater Leak

Unterschiede zum Original

Der große Unterschied zum Original dürfte wohl sein: Es ist sofort verfügbar. Ob es dadurch seinen Reiz verliert, wird sich zeigen. Das kleinere Gehäuse mit nur einem Fußschalter ist auch so eine Sache, die wir noch nicht einschätzen können, ob und wie gut das angenommen wird. Für mich ist es deswegen eher nichts, denn wenn ein Pedal zu klein bzw. schmal ist, laufe ich Gefahr, daneben platzierte Effektpedale aus Versehen gleichzeitig einzuschalten.

Statt des zweiten Fußschalters befindet sich ein Kippschalter zwischen den drei Reglern für Volume, Drive und Tone, der zwischen Overdrive, Boost und Distortion umschaltet und damit vermutlich die internen DIP-Schalter ersetzt, die sonst die Dioden aus der Schaltung raus-routen. Damit ist es eher ein Prince of Tone.

Preis und Marktstart

Natürlich ist da noch der Preis. Ein Analognman King Of Tone kostet gebraucht etwa 700-900 Euro. Ein Prince of Tone etwa 350-400 Euro. Das ist extrem viel Geld für ein Effektpedal, das “eigentlich nur” ein extrem wohlklingender Bluesbreaker ist.

Glauben wir dem Inserat von Sweetwater, dann wird das Analogman x MXR Duke of Tone Overdrive im Handel etwa 150 USD kosten. Gemessen am Hype und den Mölglichkeiten sicherlich ein guter Mittelweg. Wir sind gespannt, wie es klingt.

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Bildquellen:
  • MXR Duke of Tone Analogman King of Tone Clone Sweetwater Leak: Sweetwater / Facebook
MXR Duke of Tone Analogman King of Tone Clone

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9 Antworten zu “LEAK: Analogman + MXR planen Duke of Tone Overdrive”

    Dave sagt:
    0

    HA … wo ist der Bestellknopf? :)
    Wobei mir die großen (Phase 90 etc.) MXR Pedale eigentlich lieber sind.

      claudius sagt:
      0

      :D

      Ich finde die Größe von Phase90 und Co auch am besten. Fuß/Schuhbreit, da kann wenig schief gehen, wenn nicht zu viele Bierflaschen auf dem Weg zur Bühne geleert werden mussten. ;)

    Gast sagt:
    0

    Wenn man mehr Platz braucht, kann man auch einfach Abstände lassen. Niemand zwingt einen, die Effekte direkt aneinander zu klatschen. Das ist m.E. kein Nachteil des Pedals.

      Dave sagt:
      0

      Darum geht es nicht ganz. Auch die seitlichen Ein- und Ausgänge sind unpraktisch – wenn man ein volles Pedalboard hat – und z. B. für eine Aufnahme an einer Stelle ein anderes Pedal „legen“ will – da kann man oben montierte Kabel besser „kurz mal eben“ herausziehen und verwenden.

    The Rob sagt:
    0

    Wow 150,- Dollar für ein Mini-Pedal, das ist mutig!
    Wer mit nem Lötkolben umgehen kann bekommt den exakten Nachbau des Orginals mit besten Bauteilen für deutlich unter 50,-Euro!
    Ein Overdrive/Fuzz/Distortion ist das simpelste Pedal was man bauen kann, möchte mal wissen wie man da auf Preise von weit über 200,- Euro kommt.
    Schade das die Korg Tube (6P1) immer noch nicht lieferbar ist, kennt man von der „Vox Valvenergy Serie“, das würde den Pedal/Rack – Markt mal so richtig voranbringen.
    Man stelle sich das mal vor, digitale Boden – Multieffektgeräte mit einer echten analogen Röhre in der Eingangsstufe bzw. Ausgangsstufe, die mit nur 12V bereits optimal läuft und dabei so flach sind wie PC-Tastaturen!
    Naja, war nur so ein kleiner Anstoß…

      claudius sagt:
      0

      Gut, Nachbauen kostet nie wirklich viel, außer wenn es in DSP-Gefilde geht oder es wirklich aufwändige Pedale wie von Darkglass sind. Aber darum geht es ja oftmals nicht. Wer „nur“ den Sound möchte, der baut sich ohnehin selbst oder kauft einen guten Clone (es gibt leider auch echt viele schlechte). Ist bei Amps und Gitarren nicht anders. Wer Marke möchte, zahlt drauf. Ab wann es persönlich zu viel ist, muss jeder selbst entscheiden. Für manche Sachen zahle ich den Markenpreis gerne, für andere eher nicht.

        The Rob sagt:
        0

        Stimmt schon, mich nerven nur die aktuellen Entwicklungen und die nahmen bereits vor der Pandemie ihren Anfang, kaum jemanden ist z.b. bewusst das die Kosten für „Shipping“ um das 5-7fache gestiegen sind.
        Kompensiert wird das im „bezahlbaren“ Sektor mit deutlichem Rückgang an Qualität, „Premium“ ist natürlich ebenso deutlich im Preis gestiegen.
        Wenn das soweit geht das für eine E-Gitarre im 1000,- Euro Bereich „Pappel“ für den Body verwendet wird ist das nicht mehr lustig, daraus wird die Cellulose für die Papierherstellung gewonnen, Zahnstocher, Mundstäbchen und Streichhölzer gefertigt, das ist für mich kein Klangholz, erst recht nicht in der 1000,- Euro Preisklasse.
        Ein MXR-Clone vom „King of Tone“ im Minipedalformat für schlappe 150,- Dollar ist da schon irgendwie symbolhaft, ich kenne den Orginal-Schaltkreis und der passt mit Sicherheit nicht in ein Minipedal…

          claudius sagt:
          0

          Wenn Pappel gut klingt, warum nicht? Am Ende ist doch nicht das Material entscheidend, sondern wie es schwingt. Aber ich kann den Gedanken gut nachvollziehen. ;)

            The Rob sagt:
            0

            Da kann man natürlich endlos darüber simpeln, „Pappel“ schwingt eben nur „hell“ und hat kaum Sustain, es ist viel zu weich (leicht zu verarbeiten) und hat keine Struktur in den Mitten und Bässen.
            Es ist einfach nur extrem preisgünstig, 1qm kostet etwa 25,- Euro, Rot-Erle 50cm×40cm dagegen etwa 120,- Euro und das ist derzeit noch nicht einmal viel.
            Pappel wächst schnell und überall, der Transport von amerikanischen oder europäischen Hölzer nach Südostasien (Indonesien) ist so teuer, das der Vorteil der niedrigen Lohnkosten dahin ist.
            Nyatho, ein südostasiatisches Bauholz ist da im Vergleich zu Pappel richtig edel.

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