von stephan | 4,0 / 5,0 | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

 ·  Quelle: Joyo

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Der Name lässt vermuten, dass das neue Joyo R 20 King Of Kings ein Klon des legendären Boutique-Pedals Analog Man KOTv4 (King of Tone) sein könnte. Das begehrte Dual Overdrive hat derzeit eine mehrjährige Warteliste und die Preise auf dem Gebrauchtmarkt liegen weit über dem Originalpreis. Könnte dies ein günstiger Weg sein, um an den exklusiven Klang zu gelangen?

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Joyo R 20 King Of Kings

Das King of Tone-Pedal basiert wiederum auf der Schaltung des Marshall Blues Breaker-Pedals, das Mike Piera von Analog Man ursprünglich für den The Band-Gitarristen Jim Weider entwickelte. Viele Spieler lieben es. Und zwar so sehr, dass die Warteliste für die Bestellung eines Exemplars mittlerweile 3 Jahre beträgt und deshalb die Gebrauchtpreise in den vergangenen Jahren in die Höhe schossen.

Es gab vier große Revisionen, daher die aktuelle V4 in der Abkürzung KOTv4. Für Interessenten: Analog Man bietet übrigens auch eine einkanalige Version, das Prince Of Tone. Die Wartezeit dafür ist wesentlich geringer und es kostet natürlich auch weniger. Ein aktuelles King of Tone bekommt ihr ab 265 US-Dollar plus Versand und Einfuhr.

Joyo R 20 King Of Kings

Das neue Joyo R 20 King Of Kings ist ebenfalls ein Vintage-Doppel-Overdrive und es scheint so, dass es zwei identische Schaltkreise beinhaltet. Also genau wie das KOTv4. Beide Hälften verfügen über unabhängige Regler für Volume, Gain und Ton.

Die Joyo-Version hat zudem zwei Mini-Schalter auf der Frontplatte zur Anpassung verschiedener Clipping-Modi. Das Analog Man KOTv4 hingegen verwendet interne Mini-DIP-Schalter, um zwischen den Modi Clean, Overdrive und Distortion für jede Seite des Pedals zu wählen.

Identischer Nachbau?

Die große Frage ist natürlich, ob die beiden Geräte im Inneren identisch aufgebaut sind. Das halt ich für unwahrscheinlich, allein schon deshalb, weil Hersteller wie Joyo in der Regel auf SMD-Bauweise setzen. Nichtsdestotrotz denke ich, dass Joyo vermutlich alles versucht hat, das Original so gut es geht zu klonen.

In dem unten verlinkten Demovideo (mit dem merkwürdig nervösen Backing Track) könnt ihr einen ersten klanglichen Eindruck erhalten. Was meint ihr, ist das Ergebnis gelungen? Haltet ihr das R 20 für spannend oder würdet ihr lieber auf das in den USA von Hand gefertigte Original sparen?

Preis

Das Joyo R 20 King Of Kings kostet voraussichtlich 75 Euro.

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Bist du startklar?

Falls du dir ein neues Treterchen geleistet hast, schau am besten gleich nach, ob du über alle Zutaten verfügst, um nach der Wartezeit sofort loslegen zu können. Nicht, dass es dir am Ende an einer Kleinigkeit wie einem Klinkenkabel*, Patchkabel* oder einem guten Netzteil für die Stromversorgung* fehlt.

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Bildquellen:
  • Analog Man King of Tone V4: Analog Man
  • Joyo R 20 King Of Kings: Joyo

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