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accSone crusher-X 9

accSone crusher-X 9  ·  Quelle: accSone

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Der deutsche Software-Hersteller accSone konzentriert sich weiter auf dessen riesige Granular-Spielwiese. crusher-X 9 bringt einige neue Features, darunter eine Simulation, die Grains Lebenszyklen verpasst. Und auch Sidechaining gibt es mit dem neuen Update. Was in der 9er-Version sonst noch drinsteckt, schauen wir uns jetzt im Detail an.

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accSone crusher-X 9 bringt Lebenszyklen für Grains

Der Hersteller beschreibt crusher-X als ein Plug-in, das sowohl einen Granular-Synthesizer als auch -Effekt darstellt. Seit 1999 entwickelt accSOne dieses Plug-in beständig weiter und bietet damit ein umfassendes Tool für Sound-Design, Komposition, Musik- und Filmproduktion. Zu den wichtigsten Features gehören die sogenannten GCOs (Grain Controlled Oscillators), ein Autotune- und Pitch-Tracking-System, bis zu zehn Surround-Kanäle, bis zu 199 Grain-Streams, über 3700 LFOs, über 370 Echtzeitparameter und einer 3D-Visualiserung. Der Blick auf das Interface zeigt eigentlich schon, dass es hier hochkomplex zugeht.

Aber es gibt immer neue Ideen für ein paar Funktionen, die noch mehr Möglichkeiten für Sound-Experimente bieten. Dazu gehört bei crusher-X 9 zu allererst das GLT System – steht für Grain Life-Time. Das eignet sich wohl besonders gut für granulare Percussion-Sounds. Für jedes Grain wird eine Art Lebenszyklus simuliert – inklusive sämtlicher Modulationen. Im Gegensatz zum „Real Life“ lassen sich „gestorbene“ Grains aber einfach wiederbeleben. Das funktioniert über einen Button, über MIDI, einer Quantisierung oder über Audio-Trigger. SimLife für Grains – das hört sich sehr interessant an!

accSone crusher-X 9 Grain Life-Time System

accSone crusher-X 9 Grain Life-Time System

Sidechaining, generative Musik, Modulationsmatrix

Eine Trigger-Quelle kann nun über den neuen Sidechain-Eingang kommen. Damit lässt sich allerhand anstellen, zum Beispiel das Tuning über ein Audiosignal verändern oder die „Lebensspanne“ eines Grains mit einer Sidechain-Hüllkurve steuern. Der Sidechain-Eingang kann auch als Quelle für einen GCO dienen.

Grains und generative Musik passen laut Hersteller gut zusammen. Und genau dafür soll GCM nun dienen, die Abkürzung steht für Grain Controlled MIDI. Über die Funktion Grain to MIDI Note erzeugen Grains dann MIDI-Events. So zumindest verstehe ich das, der Entwickler drückt sich da etwas uneindeutig aus.

Zwei Global Modulation Matrices (GMM) gibt es nun! Andere nennen so etwas einfach Modulationsmatrix. Vier Slots bekommt ihr für die „craziest modulations ever“. Das Alter der Grains kann hierbei auch als Modulationsquelle dienen.

accSone crusher-X 9 GMM

accSone crusher-X 9 GMM

Zu den weiteren Features gehören neue Scanner Modulations, Window Tilt, Grain Normalization, VST3 Support und Atmos 7.2.1 Support. Eine komplette Übersicht findet ihr hier. crusher-X 9 sieht wie bereits die Vorgänger sehr interessant aus, mich schreckt allerdings der Anschaffungspreis etwas ab. Wer keine Angst vor Experimenten hat und neue Klangwelten erforschen will, findet hier bestimmt endlose Möglichkeiten dafür.

Spezifikation und Preis

accSone crusher-X 9 läuft als VST, VST3, AU auf macOS und Windows. Der Preis beträgt 289 Euro, Updates von älteren Versionen bekommt ihr für 99 Euro. Wer crusher-X 8 nach dem 1. Juli 2021 gekauft hat, erhält auf Anfrage ein kostenloses Upgrade. Eine Demoversion findet ihr auf der Website des Herstellers.

Weitere Infos über accSone crusher-X 9

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2 Antworten zu “accSone crusher-X 9: Granular-Synthese mit Simulation von Lebenszyklen”

  1. Prof. Emplen sagt:

    Sound experimente? Kann man damit auch Musik machen? Ich bin eher skeptisch.

    • Gerald sagt:

      Klar kannste damit auch Musik machen. Entweder im experimenterellen Rahmen oder als einzelnes Element im „normaleren“ Rahmen. Als einfachste Arbeitsweise nimmste einfach paar Sounds auf und spielst die in nem Sampler. Mit crusher-X kannste auf jeden Fall Sounds erzeugen die du so schnell nicht woanders erzeugen kannst Es auf jeden Fall toll, dass crusher-X immer weiter entwickelt wird, es bereichert die elektronische Musik und das Umfeld auf jeden Fall. Auch für Postproduktionssachen nicht zu unterschätzen. LG

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