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Accentize Chameleon

Accentize Chameleon  ·  Quelle: Accentize

Der deutsche Hersteller Accentize bringt regelmäßig sehr spannende Plug-ins heraus, die in den meisten Fällen mit Technik aus dem Bereich der KI arbeiten. Dabei geht es oft um Tools, die beim Postprocessing oder Sounddesign extrem nützlich sind. Chameleon ist das neuste Produkt und kümmert sich um das Thema Reverb – aber anders, als ihr das vielleicht erwartet.

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Accentize Chameleon

In gewisser Hinsicht könnte man Chameleon als den Gegenspieler zu DeRoom bezeichnen. Während DeRoom aber die Aufgabe hat, den Raumanteil aus Audiospuren möglichst sauber zu entfernen, schlägt Chameleon genau den anderen Weg ein. Hier geht es nämlich darum, den Reverb-Sound aus bestehenden Aufnahmen zu „extrahieren“ und wieder so realistisch wie möglich nachzubilden.

Wofür soll das gut sein? Nun, da gibt es gleich eine ganze Reihe von Anwendungen. Einmal denkt der Entwickler da an Postprocessing. ADR- oder Foley-Matching ist gerade bei Film eine sehr wichtige Geschichte, wenn nachträglich aufgenommen werden muss. Chameleon soll hier mit wenigen Mausklicks das Reverb aus bestehenden Aufnahmen nehmen und so eine Nachbearbeitung erleichtern. Und für Sounddesign ist das mindestens genauso praktisch. So erzeugt das Plug-in aus dem Raumanteil in Aufnahmen Impulsantworten, die ihr als WAV speichert. Euch gefällt das Reverb in irgendeinem Song? Chameleon erstellt euch ein realistisch klingendes „Imitat“. Sehr cool!

Accentize Chameleon

Accentize Chameleon

Im Hintergrund werkeln Algorithmen für maschinelles Lernen, die quasi den Reverb-Sound im Audiomaterial analysieren und dann daraus ein Modell erzeugen. So erstellt ihr eigene Reverb-Profile, die sich dann auf trockene Aufnahmen anwenden lassen. Für bestmögliche Ergebnisse hat Accentize das Plug-in mit über 30.000 Aufnahmen „trainiert“.

Für weitere Anpassungen greift ihr auf Parameter wie Width, Stretch oder Treble zu. Außerdem könnt ihr die Pre-Delay-Zeit, das Decay und den Bassanteil regulieren. Zusätzlich stehen Hoch- und Tiefpassfilter bereit. Neben einem Regler für Dry/Wet findet ihr auch eine Gain-Kontrolle und einen Output-Regler. Erstellte Profile zeigt das Plug-in mit einem Spektrogramm, das ihr zwischen einer 2D- und 3D-Ansicht umschalten könnt.

Spezifikation und Preis

Accentize Chameleon läuft als VST3, AAX und AU für Windows 7 (und aufwärts) sowie macOS 10.12 (und aufwärts). 4 GB RAM empfiehlt der Hersteller. Das Plug-in unterstützt Samplerates von 44,1 kHz bis 192 kHz. Eine Anleitung findet ihr als PDF auf der Website. Eine kostenlose Testversion (läuft sieben Tage) steht ebenfalls zur Verfügung.

Bis zum 7. Semptember 2021 bekommt ihr das Plug-in für 149 Euro – der reguläre Preis beträgt 199 Euro. Im Bundle mit DeRoom Pro bezahlt ihr 299 Euro (kosten zusammen regulär 398 Euro).

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