von claudius | 3,5 / 5,0 | Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Gibson Kirk Hammett Greeny Les Paul

 ·  Quelle: Gibson

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Es ist offiziell. Der Leak war echt: Vor zwei Jahren hatten wir schon einmal über die Greeny Les Paul geschrieben. Es handelt sich bei der neuen Gibson Kirk Hammett Greeny Les Paul um eine Replik der Gibson Les Paul Standard von 1959, die sich mittlerweile im Besitz von Kirk Hammet befindet, dem Gitarristen von Metallica. Die Replik hat aber einen dicken Haken.

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Gibson Kirk Hammett Greeny Les Paul

Die Gitarre ist nicht nur ziemlich alt und dafür in recht gutem Zustand, sie war zuvor im Besitz von Peter Green und Gary Moore. Und nun Kirk Hammet. Wenn das keine bewegte Geschichte ist, weiß ich auch nicht. Mit der „Collectors Edition“ Gibson Kirk Hammett Greeny Les Paul baut Gibson nun eine exakte Replik des Modells.

Der Name Greeny kommt vom ehemaligen Besitzer Peter Green, der damals bei Fleetwood Mac spielte. Dann war sie bei Thin Lizzy für etwa 30 Jahre im Einsatz. Auf dem Case sind daher zwei „weggekratzte“ Namen zu lesen, die immer an die Historie erinnern.

Gibson Kirk Hammett Greeny Les Paul Body

Originale Specs

Die Gitarre wurde von Gibson gescannt, dass die Farben und Macken sich komplett gleichen. Es sollte sich also genau so anfühlen, wie die echte Greeny von Kirk Hammet. Der Body ist aus leichtem Mahagoni mit Cream-Binging, darauf wurde eine zweiteilige Ahorndecke mit toller Maserung angebracht. Dazu gesellen sich eine ABR-1 Bridge, ein Nickel-Stop-Tail, (moderne) Sperzel-Tuner, zwei Historic Gold und zwei True Historic Gold Kappen mit Silber-Einlage.

Eine Besonderheit sind sicherlich die Tonabnehmer. Die Custom Greeny Humbucker am Hals sind mit umgedrehten Alnico-2 Magneten gebaut und „reversed“ verbaut, also um 180° gedreht. Der Bridge-PU ist ein „normaler“ Custom Greeny Humbucker.

Gibson Kirk Hammett Greeny Les Paul Amp

Nur USA

Das Problem an der wirklich schönen Gitarre: Originalgetreu wird ein Griffbrett aus brasilianischem Palisander verbaut. Das Holz hat bestimmte Richtlinien im weltweiten Handel und daher wird die Greeny nur in den USA verkauft.

Es wird neben der einmaligen Replik für Hammet auch 50 Modelle für Sammler und gut betuchte Gitarristen geben. Die werden im Gibson Custom Shop gebaut und dürfte beim tendenziell hohen Kaufpreis über die kommenden Jahre noch viel teurer werden. Allein deshalb werden vermutlich etliche Modelle gekauft: Als Wertanlage.

Gibson Kirk Hammett Greeny Les Paul Headstock

Preis und Marktstart

Gibson hat keinen Preis genannt. In einem Forum hat angeblich ein Nutzer bei Gibson in der CS-Garage angerufen: 50.000 USD.

So toll ich die Gitarre finde, aber dieser Preis erschließt sich mir nicht. Aber Gitarrenhersteller sind Gitarrenhersteller. Eine mit runden Spiegeln beklebte Tele kostet dann schonmal 26.000 Euro und eine Unterschrift von Slash kostet schon einmal 4000 USD oben drauf.

Allerdings halte ich die 50 k nicht für realistisch. Bei aller Liebe. Aber über 20 k dürfte die Gibson Kirk Hammett Greeny Les Paul kosten. Bei den involvierten Namen und Produktionsschritten bzw. -orten – und einem Pflichtanruf in der Gibson Garage.

Mehr Infos

Bildquellen:
  • Gibson Kirk Hammett Greeny Les Paul Body: Gibson
  • Gibson Kirk Hammett Greeny Les Paul Amp: Gibson
  • Gibson Kirk Hammett Greeny Les Paul Headstock: Gibson
Gibson Kirk Hammett Greeny Les Paul

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8 Antworten zu “50.000 USD für die Gibson Kirk Hammett Greeny Les Paul?”

    Thomas sagt:
    4

    Verlangen darf Gibson natürlich jeden Preis, aber als Käufer sollte man sich fragen, wie blöde man sein müsste, um diesen Preis für eine KOPIE zu bezahlen.

    Wird man darauf spielen? Vielleicht ja, aber es wird sich nie wie ein Original anfühlen und die langjährige Nutzung wird es optisch vom Original unterscheiden.

    Und wenn man die Gitarre nicht spielt, wozu dieser Preis, dann würde ein Poster reichen, aber mit einer Kopie kann man ja nicht angeben.

    Die 50T würde ich für 10 Gitarren a 5T Doller verwenden oder schauen, wo man eine echte LP 59er herbekommt.

    The Rob sagt:
    2

    Mit „Instrument“ hat das überhaupt nichts mehr zu tun, diese „Preisklasse“ ist derart indiskutabel das es dazu nichts mehr zu sagen gibt, außer was will bitte ein Musiker mit sowas!?

    Marco 🤣👍🎶🎶 sagt:
    3

    Wenn eine Gitarre nicht mehr fürs Musikmachen gedacht ist und damit komische Geschäfte gemacht werden, dann hat die Gitarre ihren Sinn verfehlt! Wäre diese olle verranzte Klampf von Otto Schmidt aus Hinterweiher, und es stünde nicht Gibson sondern Chaser drauf, dann wäre der Hobel 70€ wert, 🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣🤣

    Moulin sagt:
    3

    Eine sinnloses Statusobjekt aus geschützem Holz für reiche Menschen. Hat alles nichts mit Musik zu tun und ist rückwärtsgewandt! Gehört nicht mehr in unsere Zeit. F U Gibson!

    Sanperro sagt:
    2

    Brasilianisches Palisander verbaut? Das Holz hat sich an bestimmte Richtlinien im weltweiten Handel zu halten und daher wird die Greeny nur in den USA verkauft, danke Gibson! Tolles Image Marketing, damit werdet ihr immer beliebter…. Ich bin jetzt wirklich kein großer Fan von diesen Verboten. Was mich jedoch stört ist die Tatsache, dass die reichen Säcke sich wirklich über jedes Gesetz in nicht unerheblicher Weise hinweg beugen und hier Holz abgreifen auf das sonst mal wieder keiner Zugriff hat! 50t Steine für eine Klampf die dann hinterher keine Sau spielt, es könnte ja auch ein Kratzer dran kommen 🤣🤣🤣 ich bin mir aber auch sicher dass es egal ist ob die überhaupt klingt oder nicht? Ich glaub wir sind hier alle der gleichen Meinung.

      The Rob sagt:
      0

      Die Richtlinien gelten nicht zwingend im Instrumentenbau, wo hier allerdings die Grenzen sind habe ich nie eindeutig herausfinden können, es hängt wohl vom prozentualen Anteil am „Gesamtwerk“ ab – Griftbrett ok, Body nicht ok.
      Zudem gibt es anscheinend temporäre Lockerungen wenn das (geschütze) Holz eine aktuell höhere Verfügbarkeit aufweist…

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