von Moogulator | Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Yamaha AN-X

Yamaha AN-X

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Yamaha hat schon lange keine neuen Synthesizer mehr präsentiert. Sie pflegen den Montage, eine 8-Operatoren-FM Maschine mit Sampling, und die kleine Reface-Serie. Aber an Hardware Synthesizern gab es schon länger keine Neuigkeiten. Kürzlich haben sie einen neuen und bekannten Namen als Warenzeichen registriert.

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AN-X

Was sie bisher unter dem Namen „AN“ taten, war eine kleine App zu Ehren des Jubiläums mit einer einfachen Synthesizer-App-teilung namens Synths Book. Aber auch die FM-Essentials waren ein kleiner Miniversuch FM-Synthese in einer App zu zeigen. Offensichtlich war das alles etwas zu geheim und zu versteckt.

Die AN-Serie war eine recht fortschrittliche Simulation von Analog-Synthesizern inmitten der „virtuell-analog“-Wortmarke. Die AN-Synths hatten einige Shaping-Methoden und etwas mehr FM als der Standard. Der AN-1X war bis dahin der bekannteste und stärkste Vertreter. Die dazu passende Groovebox AN-200 sowie einige Hardware „Plug-ins“ für bestehende Synthesizer sind Teil von Yamahas Geschichte. Der Reface CS ist der letzte Synthesizer, der offensichtlich klanglich wie funktional an diese Serie erinnert.

AN-X Hardware?

Yamaha hat sich den Markennamen AN-X gesichert. Der steht so sehr für Hardware, dass man hoffen kann. Wird uns Yamaha mit einer neuen Denkweise in Form der bewusst nicht Menü-lastigen Reface Serie in etwas größer überraschen? Folgen sie Korg, Roland und Co., so könnten sie noch kleinere Angebote wie Volca, Boutique und „Mini“-Serien liefern.

Bisher sieht man an Montage, dass man sich eher auf sehr große Herstellungsmengen stützt und diese sehr lange im Programm hält, welche sich klar auf Yamahas Kernkompetenz stützt. Der Volksmund wird hier wohl CS-80 , DX-7 und Rompler nennen, aber die Zeit hat sich geändert. Yamaha hat spektakulär die FM-Synthese, Physical Modeling aber auch Workstations (Motif) gehabt.

Wirkung

AN-X scheint heute fast ein bisschen retrospektiv wirken. Aber Hersteller wie Roland und Korg bauen aktuell auch klassische Methoden in neuem Formen. Korg hat dabei das, was bei Yamaha auch das X bedeuten könnte, nämlich „X-tended“ oder „erweitert„. Die Advanced-Enhanced-Idee hat Korg im Namen des Opsix untergebracht und ist mit ihrer kleinen Serie bei Synthese-Geeks durchaus gern gehört, wieso nicht auch bei Yamaha, die ja auch mal eine Serie mit dem Namen FDSP hatte (EX-Serie) und damit Interesse an Neuem und sogar Mut bewies.

Das ist heute weniger, jedoch sind Synthesizer dieser Art wie auch das System-8 noch immer hochspannend, zumal dessen Preis auch kürzlich massiv angestiegen ist. Dieser wurde kürzlich sogar durch den Jupiter-4 ergänzt.

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Ein erweitertes Syntheseprinzip mit digitaler Simulation von analogen Filtern mit FM-Elementen und erweiterten Shapern würde durchaus heute als modernes West-Coast-Prinzip machbar sein. So ein gut beknopfter Post-Reface Synthesizer mit viel „Hands-On“-Faktor und Bedienbarkeit ist zwar nicht typisch, jedoch kann Yamaha so etwas. Das Gerät ist in sehr unterschiedlichen Formen machbar. Das klassische Desktop-Gerät, ein Keyboard, eine Art Microkorg, aber auch die schon erwähnten günstigen Synthesizer im unteren und mittlerem Preissegment wären denkbar.

Erwartung

Bei Yamaha wird man hier wohl ein konservatives Profil erwarten – aber wird man das auch so machen? Vor Reface hat niemand mit diesem Format gerechnet. Die sind eine gute Zeit sehr günstig gewesen und hochwertig. Montage steht eher für ein fast konservatives Herangehen. Beide Wege würden wohl zusammen interessant sein können.

Es ist auch denkbar, dass man eine 90er-Rompler-Oberfläche oder nur eine Hand voll Encoder um einen Screen gruppiert. Das wäre dann aber nur tragbar, wenn das Gerät massiv neuartige interessante Funktionen anbieten kann. Die Konkurrenz ist aktuell groß und vielseitig. Wir sind gespannt. Was denkst du, was Yamaha plant und was würdest du dir wünschen? Reface ist günstig, Montage eher aufwendig, aber mit wenig Bedienelementen versehen.

Praxis – Update: Montage MX Serien haben AN-X Engine

Yamaha hat mit den Montage Mx Serien die AN-X Engine verbaut, die entfernt an den AN-1X erinnert, jedoch keine 1:1 Variante davon ist, besonders der FM-Teil ist hier nicht so komplex, da Montage eine 8-OP-FM Engine bereits hat.

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8 Antworten zu “Yamaha AN-X: kehrt Yamaha in die Synthesizer-Welt zurück?”

    vnss sagt:
    0

    Das nenne ich doch mal eine positive Nachricht. Endlich mal wieder was neues von Yamaha. Hatte den AN1x recht lange aber irgendwann verkauft, da ich auch den AN200 & DX200 hatte und zum damaligen Zeitpunkt dann überflussig fand. Fand alle 3 recht gelungen für die Zeit. Ob er heute noch seinen Platz finden wird oder ob es bei mir nur aufgrund meiner Erfahrung wird man sehen wenn er dann auf den Markt kommt. Dann fehlt nur noch eine Workstation / Groovebox bzw der gute Sequencer der RS7000 fand ich auch sehr gut.

      Moogulator sagt:
      0

      damals war dumm, dass sie nur 16steps hatten – selbst heute sind 4 Takte üblich, besser 8 – und so, dass man am Gerät auch alles editieren kann (selbst wenn es ein Menü ist) – der große Schreck besonders für den DX200 war das es eigentlich nie Editoren gab (da der Editor dafür noch auf MacOS 9 basierte war das sehr ungünstig) – Pflege und Nachsorge für Firmware und Editoren ist schon sehr wichtig.

    Marco 🤣👍🎶🎶 sagt:
    0

    Die Welt braucht wieder Synthesizer, reface war und ist nach wie vor sehr erfolgreich! Nun fehlt ein ordentliches Synthesizer Gerät, am besten von yamaha. Ansonsten kann man ja auch einfach mal ein paar Synthesizer von der Konkurrenz kaufen, das geht natürlich auch. Also, liefern bitte!

    T.W.G sagt:
    0

    Sicher cool, aber Yamaha kann mit 2 Teilen echt Geld verdienen:

    – Sequencer!!
    – Montage Rackversion

    Die QY-Serie von Yamaha war schon damals eine „Wunderwaffe“. Ein neuer Sequencer von Yamaha würde in der DAW-less Welt sicher für Aufruhr sorgen und die ganze – teils abartig kryptisch zu bedienende – Konkurrenz locker hinter sich lassen. :-) Das Know-How haben sie ja.

    Manfred Knauthe sagt:
    0

    Wenn da was physisches kommt: Niemand wird sich mehr so ein HW-Brett hinstellen. Läuft mittlerweile eh die gleiche SW nativ wie auf den Compute-Pis die in den (zu großen) Kunststoff-Hüllen eingesetzt werden.. Roland und Korg zeigen wie es geht! Wir haben 2022.

      Moogulator sagt:
      0

      Schon, aber der AN und der CS klingen & noch wichtiger: nicht „nach 90er“ – mit mehr Prozessorleistung und den FM Fähigkeiten und dem was Yamaha einem „X“ so mitgeben könnte, wäre das durchaus eine Chance – meine Haltung wäre aber auch nur wenn es kein ausladendes Monster oder aber so ein Bedienmufflon wäre wie es damals das Original war mit 3-4 Knöpfen und Menüs. Der ist als AN-200 schon recht cool gewesen. Heute wäre die Engine sicherlich HiRes.

      Aber – was hier größer sein müsste wäre der Syntheseteil um die Wavetables der anderen auszugleichen. Sampling wäre immer gut – nicht so in der Vergangenheit kleben.

        vnss sagt:
        0

        genau das waren meine Gedanken konnte sie allerdings nicht so formulieren ;) Kann zu 100 % so unterschreiben vorallem was die Bedienung aus heutiger Sicht angeht. Hatte den Gedanken auch VA & FM in ein Gerät zu bauen wollte allerdings nicht zu unverschämt werden und k.A ob es möglich wäre damit kennst du dich sicher besser aus. Lange Rede kurzer Sinn so wie damals meines Wissens nach AN & CS aber auch der SU700 recht speziell waren hoffe ich auf einen modernen Ansatz und das füllen einer Lücke im Markt, auch wenn er heute noch deutlich großer ist. Mal abwarten was da kommt…

    Paul L sagt:
    0

    Ich habe den AN1X, An200 und DX200 früher auch gehabt. Geblieben ist bisher nur der DX200. Wobei alle Synthis der Hammer waren. Bei AN200 und DX200 ist der Sequencer mit 16 Steps einfach nur peinlich. Aber extern angesteuert, sind das echte Biester!!
    Ich würde mich so freuen wenn Yamaha mal das Konzept von AN10 und DX10 etc mal in Angriff nimmt…
    Würde mich so freuen wenn sowas in der Art mal kommen würde…

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