Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
Tilde Elektriske Kretser Fjærlett

Tilde Elektriske Kretser Fjærlett  ·  Quelle: YouTube / Gard Osen

Mit Fjærlett präsentiert Tilde Elektriske Kretser aus Norwegen ein elektromechanisches Instrument der besonderen Art. Aus dem Zusammenspiel von Hallspirale, Feedback und grafischem Equalizer entstehen einzigartige Klänge, die geradewegs aus dem Weltall, aus der Arktis oder aus den Tiefen des Ozeans zu stammen scheinen.

Tilde Elektriske Kretser Fjærlett

„Federgewicht“ lautet laut Google Translate die deutsche Übersetzung von „Fjærlett“. Und das beschreibt die Klänge, die diese spannende Kreation von Tilde Elektriske Kretser hervorbringt, eigentlich ganz gut. Man fühlt sich an Science-Fiction-Abenteuer der 1960er oder an mysteriöse Geräusche aus der Tiefsee erinnert.

Das außergewöhnliche Instrument basiert auf drei Hallspiralen, die man auf verschiedene Weisen in Schwingungen versetzen kann. Ihr könnt zum Beispiel daran zupfen, mit dem Finger oder einem Gegenstand darauf schlagen oder darüber streichen. Das Signal durchläuft dann eine Feedback-Schleife und regt die Spiralen erneut an. Der Clou: Im Feedback-Weg arbeitet ein grafischer Equalizer mit zehn Bändern. Damit kann man beeinflussen, welche Frequenzbereiche rückgekoppelt und wieder in die Spiralen eingespeist werden. Durch Absenken oder Anheben bestimmter Frequenzbereiche lassen sich die entstehenden Klangwelten auf eine sehr interessante Weise formen. Laut Hersteller wirkt der Equalizer nur auf den Feedback-Weg; das Ausgangssignal bleibt davon unbeeinflusst.

Ich bin völlig fasziniert von den Klängen, die im Demo-Video zu hören sind. In solchen Klangwelten, an denen ein externer Hall zugegebenermaßen auch einen gewissen Anteil hat, könnte ich mich stundenlang verlieren. Wer experimentelle Musik macht oder zum Beispiel Soundtracks für surreale Filme komponiert, dürfte von Fjærlett ebenso angetan sein. Und dann sieht das Instrument mit seinem skandinavischen Design auch noch umwerfend gut aus!

Preis und Verfügbarkeit

Tilde Elektriske Kretser gibt an, dass die ersten beiden Exemplare im Juli 2020 verfügbar sein sollen. Mitte August soll dann die eigentliche Produktion starten, für die ihr euch auf der Website des Herstellers auf die Warteliste setzen lassen könnt. Dann gehört ihr zu den ersten, die ein Instrument erhalten, sobald die Produktion anläuft.

Fjærlett kostet außerhalb Norwegens 250 US-Dollar. Der weltweite Versand ist kostenlos.

Mehr Infos

Video

Subscribe
Benachrichtige mich zu:
guest
1 Kommentar
älteste
neuste beste Bewertung
Inline Feedbacks
View all comments
MaLu
15 Tage her

Dieses Gerät vermag einen handelsüblichen Tontechniker in einen psychischen Pflegefall zu verwandeln – „Ich kann abgeschaltete Mikrofone koppeln hören“ ;-)