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Neutral Labs Elmyra

Neutral Labs Elmyra  ·  Quelle: Neutral Labs

Der Lyra 8 und Lyra 4 von Soma Labs ist als Drone-Synth ziemlich eingeschlagen. Er ist auch nicht ganz billig, deshalb gibt es jetzt eine kleine Variante mit einfacheren Mitteln.

Neutral Labs nehmen sich der Sache an und bieten einen Schaltplan und den Code für den Arduino, einem Microcontroller der äußerst beliebt für Synthesizer und Module ist und bauen die Idee des Lyra Synths nach. Der Drone Synth wird über insgesamt 3 Pads gespielt, die jeweils aus 2 berührbaren Flächen bestehen. Es gibt also 3 verschiedene komplexe Töne, die in ihrer Tonhöhe variabel sind.

Jeder dieser Töne kann manuell per Tune-Knopf gestimmt werden und ist damit kleiner und einfacher als der kleine Lyra 4 von Soma aus Russland, die generell auch aktuell immer wieder sehr ungewöhnliche Maschinen und Instrumente vorstellen.

Der eigentliche Synthesizer besteht aus einem abgefahrenen Delay, das einen wichtigen Teil des Sounds herstellt und dem eigentlichen Synthesizer. Dieser Synth ist sehr sehr einfach und erschließt sich schnell, bedient aber keinerlei Klischees. Er stellt angenehmgeräuschvolle Drones her, anstatt „Fiepsen“ oder Standard-Wellenformen abzugeben. Man kann die Modulation und Filterung und natürlich die Lautstärke direkt einstellen. Der Rest ist über Hüllkurven und Shaping über eine kleine Reihe von Kippschaltern zu beeinflussen.

Das DIY-Gerät ist intuitiv und nicht sonderlich kompliziert – die Sounds jedoch sind es (komplex!) und genau darin liegt offenbar der große Erfolg, des aktuell für 699 Euro angebotenen Geräts. Wer nicht auf günstig oder DIY angewiesen sein möchte, kann ihn in mehreren Farben aktuell kaufen.

Die Leistung des Spielers besteht darin, die Töne per Gehör zu stimmen und zu spielen und ggf. umzustimmen, wenn man andere Töne benötigt als die drei eingestellten. Beim Lyra 8 sind es derer 8, beim Lyra 4 vier.

Weitere Information

Code, Bauplan und Downloads gibt es gesammelt bei Neutral Labs. Für Platinen und andere Fragen kann man zwanglos per Mail nachfragen, die sich ebenfalls auf der Website befindet. Der Anbieter will dafür kein Geld sehen, aber man kann ihm einen Kaffee spendieren.

Video

 

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