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AudioSprockets Tone Dexter Akustik Gitarre Mikro Modelling Preamp Pedal Front

Sieht angenehm unauffällig aus  ·  Quelle: AudioSprockets

AudioSpockets hatte bereits 2015 versucht, das Tone Dexter Pedal auf den Markt zu bringen. Damals über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter, ist aber gescheitert. Dabei ist das Projekt wirklich interessant: Es handelt sich dabei um ein Effektgerät und Preamp, vornehmlich für akustische Saiteninstrumente, das ein Mikrofon auf den Piezosound legt – mit einer Art Matching/Modeling/Profiling der Mikroeigenschaften.

Das ganze Prozedere erinnert mich an die Amps von z.B. Kemper oder Positive Grid, nur eben mal nicht für E-Gitarre. Man steckt seine A-Gitarre (oder Ukulele, Banjo etc.) direkt an, wie man sonst auch in die PA gehen würde, steckt aber gleichzeitig noch ein Mikro mit dran. Welches Mikro ist egal, es kann (oder sollte sogar) das Lieblingsmikro sein. Dann spielt man eine Minute einfach ganz normal Gitarre und Tone Dexter nimmt den „eigenwilligen“ (heißt: grausamen) Klang des Piezo-Pickups und den des Mikros auf. Anschließend kann man das Mikro abstecken und man hat die Eigenheiten und Frequenzverlauf im Pedal als Preset abgespeichert. Im Video ganz unten ist es gut erklärt.

Tone Dexter bietet daneben noch Regler für einen durchweg halbparametrischen 3-Band-EQ, Noise Gate, separat fußschaltbaren Boost, „Character“, Monitor Levels (Mic und Pickup) und Output Volume auf der Oberseite. Die Aus- und Eingänge befinden sich komplett auf der Rückseite, dazu ein FX-Loop, DI-Out und Headphone-Out.

AudioSprockets Tone Dexter Akustik Gitarre Mikro Modelling Preamp Pedal Back

Die Rückseite – alles Wichtige dran?!

Preis und Verfügbarkeit

Der damals angegebene Listenpreis im Handel sollte laut AudioSprockets bei 895 USD liegen, ein ziemlicher Batzen. Die Early Birds hätten die ersten 50 Stück für 445 USD haben können, das Angebot gibt es jetzt leider nicht mehr. Man kann sich auf der Homepage auf eine Warteliste für 100 Stück eintragen, jetziger Kostenpunkt ist unbekannt. In zwei Monaten soll ausgeliefert werden.

Ich finde es extrem klasse, dass die Firma sich von dem Rückschlag auf Kickstarter nicht beeindrucken lies, das Problem sehe ich aber beim Namen der Firma. Keiner kennt die bisher von einem Produkt und dann gleich so hochpreisig einzusteigen, ist gewagt. Allerdings sollte man es auch nicht unter Wert verkaufen. Schwierige Situation.

Wenn das Teil funktioniert, dann sollten die Käufer ordentlich Werbung machen. Mir wachsen die Fingernägel schlagartig im Kreis, wenn ich von der Bühne den Piezoklang vernehme. Bin ich wirklich der Einzige, den das so stört? Akustikgitarren können so gut klingen und werden durch diese Teile so verstümmelt und keinen stört’s …

Mehr Infos

Video

(vom 2015er Prototyp)

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