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Orsilus iPad DAW Editor

Editor  ·  Quelle: Orsilus

Orsilus iPad DAW Virtual Mixer

Virtual Mixer  ·  Quelle: Orsilus

Orsilus iPad DAW Standard Mixer

Standard Mixer  ·  Quelle: Orsilus

Orsilus iPad DAW FX Chain

FX Chain  ·  Quelle: Orsilus

Orsilus iPad DAW Drum Sequencer

Drum Sequencer  ·  Quelle: Orsilus

DAWs fürs iPad sind nicht gerade Mangelware, aber qualitativ hochwertig auch an zwei Händen abzählbar – wenngleich sie auch nicht den Funktionsumfang der Vertreter am Computer erreichen. Die Art der Bedienung und die Beschränkung aufs Wesentliche ist für viele aber genug. Dennoch gibt es Firmen, die an Tablet-Musikprogrammen arbeiten und gleichzeitig etwas frischen Wind reinbringen: Orsilus könnte mit dem Visual Mixer überzeugen.

Dahinter verbirgt sich eine intuitive Ansicht für den Mixer. Es ist ein Raum zu sehen, in dem die Track Icons auf einer XY-Achse bewegt werden können. X verändert das Panorama nach links oder rechts, Y die Lautstärke. Das Icon leuchtet, wenn die Spur Audio abspielt. Simpel, aber wirksam.

Sonst bietet die iPad DAW neben einem Editorfenster mit rudimentären Funktionen und dem Visual Mixer auch die übliche Mixeransicht in Mischpultoptik und einen Drum-Sequencer mit 8 Spuren bzw. vorgefertigten Instrumenten mit je acht Samples, die frei belegt werden können.

Orsilus zu allen iOS Class Compliant Interfaces kompatibel, verfügt über eine 64 Bit Mix Engine, kann 48 Audio- und 16 AUX-Tracks verwalten und jeder Kanal hat ein eigenes Effekte-Rack, in denen auch 3rd Party AU geladen werden können. Welche Qualität die integrierten Effekte mitbringen, kann ich mangels iPad leider nicht ausprobieren.

Am Ende kann man es in den gängigen Formaten (WAV, AIFF, MP3, AAC, M4A) exportieren und entweder in die angebundene Dropbox oder in die Korner Stone Collaboration Cloud hochladen. War mir bisher nicht bekannt, dort kann man wohl mit anderen Musikern Projekte und Audiodaten austauschen und kommunizieren.

Was fehlt?

Ich vermisse die Möglichkeit, die App über IAA (Inter App Audio) oder Audio Bus zu verknüpfen. Deswegen hatte ich den Entwickler Jamaine Obeng angeschrieben: Der Londoner meint, dass es nicht nur geplant sei, sondern auch demnächst in einen der nächsten Releases eingebaut würde. Sehr schön, mit dem Standard wird es erst richtig interessant.

Durch den interessanten Visual Mixer hat Orsilus gute Karten bei Einsteigern und Menschen, die gerne intuitive und gleichzeitig angenehm dreinschauende Oberflächen nutzen. Und „alte Hasen“ können ihre „alte“ Ansicht im Mixer auch nutzen.

Anforderungen

Ihr braucht in jedem Fall ein Apple iPad mit iOS 10 oder neuer.

Preis

Momentan ist Orsilus noch in der Beta Phase und noch nicht im iTunes Store verfügbar. Es wird sich wohl nur um Tage handeln. Dann wissen wir auch den Preis. Der sollte nicht zu hoch sein, damit es Fuß fassen kann.

UPDATE 10.03.2017: Orsilus ist im App Store angekommen. Es kostet 19,99 Euro/USD. Ich denke, das geht in Ordnung.

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