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Softtube Heartbeat - so sieht das komplette User-Interface aus  ·  Quelle: softube.com

Das schwedische Unternehmen Softube ist schon seit längerem bekannt für seine durchdachten Plugins und Tools. Bisher lag der Schwerpunkt ganz klar auf Effekt-Plugins, nun hat der Entwickler erstmals ein Plugin zur Klangerzeugung vorgestellt.

Bei dem Heartbeat benannten Plugin handelt es sich um einen virtuellen Drum Synth mit einigen feinen Besonderheiten. Der Entwickler betont hierbei, dass es sich nicht um eine Emulation klassischer Drum-Computer handelt, der typische Klang der Maschinen aus den 80er Jahren diente lediglich als Inspirationsquelle. Bei der Klangerzeugung setzt man auf eine Kombination aus Analog Modeling unter Zuhilfenahme von einigen Wave-Files.

Insgesamt stehen acht Instrumenten-Kanäle bzw. Drum Synths zur Verfügung. Darunter finden sich zwei verschiedene Bass-Drums in Anlehnung an die Sounds der 808 und 909 sowie zwei weitreichend im Sound verbiegbare Snare-Drums. Vervollständigt wird das Paket von einer Hi-Hat sowie zwei Percussion und einem Cymbal Instrument.

Die Ausgangssignale der einzelnen Drum-Instrumente werden mit Hilfe eines übersichtlich gestalteten Mixers zusammengeführt. Dabei verfügt jeder Kanal über fest zugewiesene FX Send-Wege für Reverb und Delay, aber auch über einen einfachen EQ und einen Pan-Regler. Hinter den abwechselnd mit „Ping“ und „Pong“ bezeichneten Reglern verbirgt sich ein Auto-Panning Tool, das dazu dient, etwas mehr Bewegung in die Drum-Sounds zu bringen.

An integrierten Effekten stehen dem Heartbeat Kompressor, Delay, Reverb und Saturation zum Anfetten zur Verfügung. Statt hier auf eine vollständige Neuentwicklung zu setzen, hat man sich bei Softube dazu entschieden, zwei etwas modifizierte Effekte aus dem bereits bestehenden Portfolio einzubinden: Sowohl den Dyna-Mite Kompressor wie auch das TSAR Reverb kennt man bereits als standalone Plugins.

Das liest sich bis hierher schon mal ganz gut, das Highlight des Heartbeat ist jedoch die sogenannte Auto Layer Machine. Mithilfe dieses Tools können einerseits bis zu vier Drum-sounds gelayert werden, genauso ist es aber auch möglich, Flames und Rolls zu programmieren. Grundsätzlich besteht die Arbeitsweise der Auto Layer Machine darin, dass ein beliebiger Drum-Sound einen weiteren antriggern kann, die Verzögerung zum Trigger-Signal ist dabei natürlich jeweils individuell einstellbar. Damit das Ganze nicht allzu starr klingt, kann man mit den Chaos-Slidern zufällige Variationen einbringen.

Das Drum Synth Plugin macht insgesamt einen durchdachten Eindruck, bisher ist auf der Website des Herstellers nur ein Audio Demofile zu finden, das allerdings hört sich recht vielversprechend an und lässt auch das Potenzial der Auto Layer Machine erkennen. Das Plugin soll noch im Frühjahr dieses Jahres für Mac und PC verfügbar sein, ein Preis war derzeit noch nicht herauszufinden. Wer diese Woche auf der Musikmesse in Frankfurt ist, kann sich auch vor Ort einen ersten Eindruck verschaffen. Der Stand von Softube ist in Halle 5 auf Ebene 1 (Stand C72) zu finden. Alle weiteren Information gibt’s auf der Website des Entwicklers.

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