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DJ iPhone spielt ein Set mit Apple Decice im Boiler Room - kontrovers?

DJ iPhone spielt ein Set mit Apple Decice im Boiler Room - kontrovers?  ·  Quelle: YouTube/Boiler Room

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie sich ein Teil der DJ-Szene vor einem guten Dutzend Jahren empörte, als Laptops, DVS und später der Controllerism ihren Siegeszug begannen. „Cheat-Mixing“ (Stichwort: Sync-Knopf usw.) und „Serato Face“ wurden  zu „gängigen Begriffen“. Klar, zuvor gab es auch schon die Anti-CD-Fraktion, frei nach dem Motto: „Wer nicht mit Turntables und Platten auflegt, ist sowieso kein echter DJ“, aber in Anbetracht der kompakten Controller und Tausenden MP3-Tracks auf dem Laptop machte sich so mancher Plattensammler doch seinen Kopf. Einige Läden verbieten wohl auch heute noch, eigene Controller mitzubringen.

Eine ähnliche Diskussion dann, als die ersten iPad DJ-Apps auftauchten. Sogar eine DVS-App „Tonetable“ erblickte das Licht der Welt, welche diverse Tonträgerfrequenzen an ein passendes Audio-Interface weitergab. Ein Wegbereiter für den Siegeszug der DJ-Apps jedenfalls war Algoriddim Djay und genau mit diesem Programm hat nun jemand ein DJ-Set gespielt und zwar auf einem iPhone.

Das wäre an sich vielleicht noch nichts Besonderes, hätte sich dies nicht im Boiler Room zugetragen und der DJ, der dort sein Set gespielt hat, nennt sich kurzum auch noch DJ iPhone. Kann, darf oder muss das sein?

Die Crowd, die auf der „Boiler Room x Ballantines True Music Ghana“ Party dabei war, scheint dies jedenfalls nicht gestört zu haben, denn der Protagonist am Smartphone sorgt für tanzende Leute und Stimmung. Es ist halt doch die Musik, die zählt und nicht das Mittel – oder wie seht ihr das? Die Kommentare unter dem YouTube-Beitrag jedenfalls sind sehr gemischt. Nachstehend das Video …

 

… und dazu auch gleich noch Juicy M hinterher, die das auf vier Decks praktiziert (im stillen Kämmerlein allerdings) …

 

Mit dem iPhone in den Club? Was sagt ihr dazu?

11 Antworten zu “Mit dem iPhone DJ in den Club – kann, darf oder muss das sein?”

  1. „Kann, darf oder muss das sein?“. Alles davon, kommt halt auf den Anspruch des Publikums an. Es gibt ja auch Partys auf denen von Spotify Musik läuft, inklusive Werbung, Hauptsache der Billigfusel haut so richtig rein. Macht die Performance aber nicht besser.

  2. aven sagt:

    Das ist abspielen von Musik, hat nix mit DJn zu tun. Aber das ist wohl der Lauf der Zeit.

  3. Donald sagt:

    Den allgemeinen Musikkonsumenten interessiert nicht,
    wie ein Track produziert wurde, sondern will nur konsumieren.
    Das gleiche ists im Club, wen interessiert es ob CD, Vinyl, oder ne App abspielt.
    Die Musik muss funktionieren, nur darauf kommt es an.
    .
    Sicher, es gibt immer ein paar Technikaffine, die darauf wert legen.
    Die treffen sich dann aufm „I Love Vinyl“ Festival : )

  4. Larifari sagt:

    Die Kommentare sind nicht „sehr gemischt“ sondern eindeutig überwiegend negativ. Auch die Bewertungen sind mit ca doppelt so vielen negativ Bewertungen ziemlich eindeutig.

  5. Poser sagt:

    Boiler Room ist überbewertet.

  6. Name* sagt:

    unter anbetracht wo das ganze statt fand kann ich das nachvollziehen. nicht überall auf der welt kann sich jeder teures equipment leisten. bevor er gar kein dj wird nimmt er sein iphone. legit!

  7. Christoph sagt:

    Auch wenn dies jenseits von Qualität ist, wird es früh oder spät dazukommen.
    Das gleiche Prinzip wie bei Hardware und Plugins.
    Die Plugins sind Preislich sehr gut, und werden immer besser.
    Auf kurz oder lang kann da das Mojo nicht mithalten.

  8. Art Duke sagt:

    Ich lege seit dem Ipad1 ausschliesslich mit dem IPad auf, mit oder ohne Controller (Numark, Pioneer, Reloop) und kann über diese „Performance „ nur den Kopf schütteln. Warum ein IPhone mit dem Laudigen Apple Adapter? Da kommt nur komprimierter Matsch raus. Sein Telefon in der Hand halten ist optisch eher mau.
    Möglich ist sehr viel, wenn man z.B. Mit Djay Pro arbeitet, aber hier wie bei allen anderen Systemen gilt doch: Musikauswahl, Skils und ein Auge fürs Publikum… egal ob Vinyl oder digital

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