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Mikroständer per App justieren ...  ·  Quelle: Youtube / Dynamount

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... kann man nun machen.  ·  Quelle: Youtube / Dynamount

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Egal ob vor Akustikgitarre ...  ·  Quelle: Youtube / Dynamount

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... oder der 4x12 Box.  ·  Quelle: Youtube / Dynamount

Es ist immer wieder interessant, was man im Netz alles an Neuheiten findet. Da gibt es auch die eine oder andere Lösung für etwas, das ich bis dato nie als Problem wahrgenommen habe. Aber je mehr ich darüber nachdenke, umso besser finde ich die Idee: ein Mikrofonständer fürs Studio, der vom Rechner aus eingestellt werden kann.

X1-R bzw. V1-R sind die griffigen Namen für die Konstrukte – wie der sich zusammensetzt, erkläre ich im nächsten Absatz. Das Prinzip ist recht simpel: Es ist eine Mikroklemme, die auf einem X-Gestell mit zwei Achsen angebracht ist. Dieses Konstrukt kann die Position durch Elektromotoren verändern, in X- und Y-Richtung, wahlweise lässt sich das Mikro noch drehen. Ferngesteuert wird via WLAN oder USB mit einer App auf Smartphones oder Tablets – iOS und Android wohlgemerkt – oder einem Programm am PC bzw. Mac. In der App lassen sich sechs Positionen als Presets abspeichern.

Was verbrigt sich hinter den Namen? Modelle mit V haben eine Achse, Modelle mit X haben zwei. Das zusätzliche R steht für Rotation und erlaubt, die Mikros um 360° zu drehen. Eine Kippfunktion gibt es nicht. Nach der Aufschlüsselung machen die Bezeichnungen durchaus Sinn, aber griffig ist anders.

Die Idee dahinter ist, dass man für die Justage vor den Boxen nicht mehr von der DAW aufstehen , neu positionieren und wieder zurück an den Rechner und reinhören muss, sondern dass man direkt vom PC alles justieren kann und gleichzeitig die Veränderung hört und nicht sieht. Stelle ich mir durchaus effektiv vor.

Zwei Haken hat die Sache aber in meinen Augen: Die Zahnräder und Riemen sind freiliegend und das Design erinnert mich durch die sehr offene Bauweise eher an Prototypen. Durch die fehlenden Cover könnte es schnell verschmutzen. Vorteil: Man kann es dadurch schneller selbst reparieren und reinigen. Zweiter Haken: Preis. Das Spitzenmodell X1-R kostet inklusive Steuer gleich mal (umgerechnet) 840 Euro. Ja, Neuheiten haben ihren Preis. Aber dann doch bitte etwas realistischer. Der V1-R ist mit ca. 560 Euro vergleichsweise preiswert, hat aber auch nur die eine Achse.

Cool finde ich die Idee aber trotzdem. Auch weil es sich kreativ nutzen lässt. Eine Mikrofonfahrt (als Gegenstück zur filmischen Kamerafahrt aka. Bewegung während der Aufnahme) könnte man sicher hier und da sinnvoll einsetzen. Zumal es durch das Schienensystem immer wieder wiederholbar ist. Nur der Preis. Wobei das natürlich als Luxusartikel durchgeht. Dann aber auch bitte mit Luxusdesign und weniger durch Lego Technics inspiriert.

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xx
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Wenn ich mich recht erinnere hatte Peter Weihe so was schon vor ca. 30 Jahren in seinem Studio.

gearnews
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Es gab bestimmt einige DIY-Lösungen davon. Ich konnte leider keine gesicherten Informationen dazu finden.

Kai
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Kai

Für’s Reamping muss das doch super sein:
Im Aufnahmeraum brüllt der Marshall und im Studio kann man in Ruhe das Mic positionieren.
Alleine und ohne Rennerei oder mehr oder weniger erfolgreiche HinHerRaufVorRunter-Kommandos.

Die Idee hatte ich ja auch schonmal ;) …und Peter Weihe scheinbar viel, viel früher ebenfalls… (s.u.)