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Michigan-Synth-Works MSW-810

Michigan-Synth-Works MSW-810  ·  Quelle: Synthanatomy

Roland hat es damals getan, nämlich die legendäre Roland SH-101 in einem weißen Desktop-Gehäuse anzubieten. Der Name war CMU-810. Das war der Beginn der Computermusik und offensichtlich etwas zu früh. Der MC-202 war schon etwas mehr auf der Spur, was ein nur leicht abgespeckter SH-101 mit Sequencer ist. Der Michigan Synth Works MSW-810 versucht es jedoch mit allem: der Synthesizer aus der SH-101 und der Sequencer aus der TB-303. Eigentlich ist das schon immer die bessere Variante gewesen, da der Klangerzeuger nicht so extrem limitiert ist, wie die TB-303.

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MSW-810

Der MSW-810 ist eine Nachbildung des CMU-810. Somit gibt es einen Oszillator mit drei Wellenformen, die jeweils separat gemischt werden können. Außerdem hat er auch einen schaltbaren Suboszillator in 1 und 2 Oktaven darunter sowie eine ADSR-Hüllkurve, die das 24dB/Oktave-Filter und den VCA steuern. Der LFO kann die Hüllkurve triggern und der Sound ist heute durch „Bleeps und Clonks“, Acid, Boards of Canada und vielen anderen Acts mehr bekannt und beliebt. Aber in dieser Version gibt es noch einen eigenen Sequencer. Somit haben wir es mit einem erwachsenen tastenlosen-SH-101-artigen Synthesizer zu tun. Der Oszillator beherrscht Pulsbreitenmodulation und bietet im Gegensatz zum MC-202 einen Rauschgenerator.

Spezielles

Verbaut ist eine Art Doppelmixer, der zwei externe Audiosignale zu dem eigentlichen Synthesizer mischen kann. Der Oszillator basiert offenbar auf dem CEM 3340, während das Filter auf dem typischen Roland IR3109-Chip basiert.

Der Clou ist offenbar der Sequencer. Auf der Rückseite sind 4 AUX-Anschlüsse zu finden sowie eine Klinkenbuchse für MIDI. Außerdem ist der Sequencer mittels Clock- und Start-Eingängen kontrollierbar. Der Sync ist offenbar als Ausgang umschaltbar. Der Mixer liefert sein Endergebnis ebenfalls als Buchse an. Da der Sequencer auch eine Track-Taste hat, könnte man auch hoffen auf weitere Spuren, jedoch fehlen dann Gate-Anschlüsse für mehr als eine Spur. Selbstverständlich sind CV- und Gate-Anschlüsse vorhanden. Vielleicht ist aber etwas möglich über die AUX-Anschlüsse? Deshalb gehen wir erst einmal von einem normalen Sequencer aus.

Alternativ dazu wäre wohl Rolands SH-01A zu nennen, der einen vierstimmigen digitalen SH-101 mit Sequencer liefert und hervorragend klingt. Aber wer das Analoge vermisst, wäre hier gut bedient.

Mehr Information über Michigan Synth Works

Mehr Synthesizer und Module von Michigan Synth Works findest du hier. Die Website findest du hier. Den Synthesizer gibt es auch als Bausatz und ist damit recht günstig zu haben. Dieser Bausatz kostet $295 Dollar für die Basisbauteile. Das Gehäuse und Sequencer ist noch nicht mit einem Preis versehen worden. MSW-810-Kits gab es offenbar bei der „Knobcon“ – inklusive des CEM 3340 und einem Original Roland IR3109 VCF Chip. Wir müssen also hierzulande etwas abwarten, bis alles lieferbar ist und einen klaren Preis hat. Wir warten zudem auch auf die fertig zusammengebaute Variante und deren Preis.

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