Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Look Mum, 10 Röhrenverzerrer klingen so

Look Mum, 10 Röhrenverzerrer klingen so  ·  Quelle: Look Mum, Sam Battle

Das Experiment „Röhrenverzerrer“: Sam Battle alias Look Mum No Computer hat inzwischen zwei große Video-Channels, von denen sein Kanal „Look Mum No Computer“ sehr bekannt ist. Er hat drei Themen für uns vorbereitet. Darunter ist seine zweite Leidenschaft eine Art Museum aufzubauen, in denen alte Technik wie Nixi-Röhren-Taschenrechner vorkommen. Aber primär geht es darum: was passiert, wenn viele Verzerrer oder Megaphone hintereinander geschaltet werden. Nur lauter? Böser? Cooler? Eigenleben?

To DIY for!

Die andere Leidenschaft von Look-Mum-Sam ist der Bau eines eigenen Cases für sein Modular-Synthesizer, was er auch unter Beweis stellt. Und das mit einfachen „grobmotorischen“ Mitteln. Das ist keineswegs negativ gemeint, sondern bedeutet, dass andere – also auch DU – so ein Case selbst bauen können oder könnten. Aber noch viel mehr geht es um Versuche, wie etwa viele Megaphone zusammen und hintereinander geschaltet klingen würden? Also baut Sam für sich (und uns) 10 Röhrenverzerrer und probiert es aus. Alle Teile werden in dem Video zusammengebaut, und wer aufpasst, könnte es selbst tun. Die wirkliche Idee dahinter ist jedoch, 100 Verzerrer zu verschalten, so wie Sam es schon mit Oszillatoren gemacht hat.

Warum? Weil ich nicht weiss wie es klingt

Die Frage nach dem Warum ist mit: „Ich möchte wissen, was wirklich passiert.“ zu beantworten. Ein einzelner Verzerrer ist nicht so teuer, aber 100 schon. Deshalb entscheidet er sich für 10 Stück und baut sie auf. Auch das ist ein typisches Ritual in seinen Videos, den Weg dahin mindestens zu skizzieren.

Es geht also darum, dass etwas gemacht wird. Und schon stehen wir vor dem nun mit 10 Modulen gefüllten Rack und einem energetischen Sam Battle, der in ein Mikrofon spricht, was einem Megaphon ähnelt. Los geht es. Nach und nach werden weitere Verzerrer aktiviert, die Röhren fangen an zu glühen und werden sogar nach Signalstärke beleuchtet. Das Sam-Design ähnelt ein wenig dem von Make Noise mit „eckiger“ Beschriftung und Schwarz-Silber-Look, jedoch im 5-HE-Format. Das ist handlicher und Sam ist nicht der Typ für Pinzettenelektronik.

10 Röhrenverzerrer einschalten

Jetzt geht es los. Sprechen und Einschalten. Es bildet sich ein immer stärker werdender Tunnel aus Feedback und Verzerrer, die immer mehr nach Monster klingen. Nein, das ist keine korrekte Beschreibung. Die richtige ist: Chewbacca ist da, wenn man ihn mit 10 Röhren ruft! Chewie ist freundlich, auch wenn er nicht so klingt. Deshalb ist das Experiment geglückt. Anders als bei vielen Oszillatoren wirkt.

Gitarre oder Synth?

Aber wie ist das mit einer Gitarre? Ohne das Feedback vom Monitor oder einer möglichen anderen Störquelle? Auch das hören wir zum Ende des Versuchsverlaufs. Der letzte Versuch ist ein Synthesizer, der eine Sequenz abfeuert. Was passiert hier? Diese wird immer krasser zerstört, um in einer Zwitscher-Monster-Orgie zu verschwinden – mit allem zwischen Gut und Böse. Das Fazit ist, dass mehr als zwei bis drei Röhrenverzerrer nicht besser sind als 10 und sinnvoll muss es nicht sein. Oder man sollte vorher mit reinem Knacksen „aussteigen“, wenn Synthesizer angängig sind. Aber Spaß hat es gemacht. Interessant sind die Feedback-Eigenheiten, bevor es nur noch knackst und die werden ganz zum Schluss vorgeführt.

Weitere Infos

Video

2 Antworten zu “LMNC: Was passiert, wenn 10 Röhrenverzerrer kaskadiert werden?”

  1. Peter sagt:

    Einfach der geilste dude.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.