von  Julian Schmauch  | |  Lesezeit: 7 Min
Die besten Reverb-Pedale für E-Gitarre von Budget bis High-End

Die besten Reverb-Pedale für E-Gitarre von Budget bis High-End  ·  Quelle: Meris

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Kaum ein Effektbereich ist neben Verzerrung so vielfältig wie Reverb-Pedale. Laufend erscheinen hier neue Effekte von Klassikern über Emulationen hin zu wahren Effektmonstern. Wir haben die Besten für euch!

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Das Wichtigste in Kürze

  • Reverb-Pedale sind für Tiefe und Räumlichkeit im Sound von subtil bis ambient-verschwommen
  • Die wichtigsten Reverb-Typen sind Spring, Plate und Hall. Sie bilden die Grundlage fast aller Pedale
  • Für Einsteiger reicht oft ein einfacher Hall- oder Plate-Reverb mit Mix- und Decay-Regler.
  • Für Ambient-Sounds sind Shimmer, erweiterte Modulation und lange Decay-Zeiten wichtig.

Reverb-Pedale: Worauf sollte man achten?  

Reverb-Pedale sind in den letzten Jahren immer vielfältiger, teurer und verbreiteter geworden. Von Plate-Reverbs über Emulationen alter Studioklassiker hin zu komplex modulierten Granular-Reverb-Monstern ist das Feld immer gemischter geworden. Daher ist hier auch für wirklich alle Budgets ein Pedal dabei.

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Neben dem Preis spielen der Sound und für nicht wenige natürlich noch die Größe des Reverb-Pedals eine Rolle. Denn volle Pedalboards sind die Feinde von Reverb-Giganten! Beim Sound kommt es auf den individuellen Geschmack genauso an wie auf das Genre. Bei Glam-Metal, 80s-Pop oder Funk muss es blecherner hallen, ein Plate-Reverb ist hier zum Beispiel angebracht.

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Bei LoFi- oder Ambient-Produktionen darf es dagegen auch mal mit Freeze-Faktor sein, vielleicht sogar ein Granular-Reverb, ein Shimmer-Effekt, der die Hallfahne hochoktaviert oder eine Kombination aus mehreren Reverb-Effekten. Dazu gibt es auf den Herstellerseiten wie auch bei Stompenberg FX von Thomann die Möglichkeit, den Sound vieler Pedale noch einmal im Detail auf sich wirken zu lassen.

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TC Electronic Hall of Fame 2: Günstiges Reverb-Pedal

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Zum Einstieg unserer Liste der besten Reverb-Pedale kommen wir zu einem Klassiker, das TC Electronic Hall of Fame 2 – 2016 auf den Markt gekommen, ist das günstigste unserer Reverb-Pedale ein echter Dauerbrenner geworden.

TC Electronic Hall Of Fame 2 Reverb Effekt Pedal Front
Gleicher Aufbau, aber mehr Funktionen · Quelle: TC Electronic

Über die TonePrint-Technologie lassen sich eine ganze Menge hochqualitativer Reverbs von TC Electronics auf das Pedal laden. Dazu ist ein wunderschön glitzernder Shimmer-Reverb mit dabei. Ihr bekommt Hall of Fame 2 von TC Electronics für aktuell 110,- Euro bei Thomann*.

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tc electronic Hall of Fame 2
tc electronic Hall of Fame 2
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Walrus Audio Slö – Multi-Texture-Reverb

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Dancing in Slö-Motion … oder so ähnlich. Jedenfalls ist das Walrus Audio Slö keines der Reverb-Pedale für knackig kurze Hallfahnen. Hier wabert und hallt es, ob für Doom, Ambient oder den nächsten Jam, dass Shredder die Flucht ergreifen und Slow-Player ergriffen zuhören.

Walrus Audio Slö Multi Effekt Pedal Reverb Digital
Slö Multi · Quelle: Walrus Audio / Youtube

Die Grundidee: modulierter Reverb. Sprich, hier wird die Hallfahne durch verschiedenste Chorus-, Flanger- oder Vibrato-Effekte gejagt, sodass sie immer mehr verwischt, je länger sie ausklingt. Wer sich bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag in die Hallfahne einwickeln will, wird dazu große Freude am Sustain-Parameter haben.

Wie alle Effekte von Walrus Audio gehört auch Slö nicht unbedingt zu den Reverb-Pedalen, die man schnell begreift. Dafür dann aber losfliegt und nie mehr landet. Das Pedal kostet momentan bei Thomann* 211,- Euro.

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Walrus Audio Slö Multi Texture Reverb
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Hotone NC-200 Verbera

Der Verbera von Hotone bietet eine für Reverb-Pedale ungewöhnliche Technologie, nämlich Faltungshall oder auch Convolution Reverb. Diese Impulsantworten sind wie akustische Abdrücke unterschiedlichster Räume vom Badezimmer zur Kathedrale zum Flugzeughangar.

Hotone Verbera: Mit diesem Reverb-Pedal klonst du jeden Hall!
Hotone Verbera: Mit diesem Reverb-Pedal klonst du jeden Hall! · Quelle: Hotone

Der Verbera kommt mit 120 dieser Impulsantworten vorinstalliert, das Ganze auf Wunsch komplett in Stereo, mit Hallzeiten von bis zu 20 Sekunden (in Mono) bzw. 10 Sekunden (in Stereo). Episch. Auch bietet das Pedal die bei neuen Effekten häufig genutzte Trails-Funktion. Damit werden Hallfahnen nicht abgeschnitten, wenn man das Pedal deaktiviert, sondern klingen aus.

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Wirklich einzigartig aber ist die Möglichkeit, direkt mit dem Pedal eigene Impulsantworten zu erstellen. Sprich, man schließt es an das Interface an und „klaut“ sich eine Halleinstellung seines Lieblings-Reverb-Plugins oder man ist beim Kumpel im Proberaum und kopiert sich einen Reverb-Sound seines Boutique-Pedals. Genial! Ihr bekommt das Hotone NC-200 Verbera für 296,00 Euro (momentan sogar reduziert!) bei Thomann*.

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Hotone NC-200 Verbera
Hotone NC-200 Verbera
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Universal Audio Golden Reverberator

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UAFX nennt Universal Audio seine Serie an Effektpedalen. Hier hat man all seine Expertise in Sachen DSP-Chips, Emulationen und Premium-Studio-Sound für zig Emulationen berühmter Effekte und Studio-Equipment hineingepackt. Und das hört man. So auch beim Universal Audio Golden Reverberator.

Golden Reverberator
Golden Reverberator · Quelle: Universal Audio

Bei kaum einem Effekt ist Stereo so wichtig, wie bei Reverb-Pedalen: breit soll es klingen. Und auch der Golden Reverberator bringt nicht nur eine ganze Reihe von Reverb-Emulationen mit, er macht das auch nicht in Stereo.

Wie alle anderen Pedale von Universal Audio, kann das Pedal über die USB-C-Schnittstelle und UAs hauseigene Software dazu noch mit Updates und neuen Reverb-Algorithmen versorgt werden. Der Golden Reverberator liegt bei Thomann* preislich bei 387,- Euro. 

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Universal Audio UAFX Golden Reverberator
Universal Audio UAFX Golden Reverberator
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Strymon BigSky: Das „Größte“ aller Reverb-Pedale

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Gute zehn Jahre auf dem Buckel, aber immer noch so beliebt, dass man kürzlich sogar eine Plugin-Version herausgebracht hat. Das muss man Strymon erstmal nachmachen. Denn das Strymon BigSky gilt bis heute immer noch als eines DER Reverb-Pedale.

Ein Klassiker unter den Halleffekten: Strymon BigSky
Ein Klassiker unter den Halleffekten: Strymon BigSky · Quelle: Strymon

12 verschiedene Reverb-Geschmäcker, über 300 Presets, fast jeder Parameter über MIDI fernsteuerbar – und dann der Sound. Kaum ein Pedal ist als Hall in so vielen Genres und für so viele Zwecke einsetzbar. Dazu sind eine Freeze-Funktion für Ambient-Klangwolken und Momentary-Sustain mit dabei. Bei Thomann* bekommt ihr das Strymon BigSky für 460,- Euro.

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Strymon Big Sky
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Meris Mercury X: Der Reverb Rolls Royce

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Episch, BigSky, Mercury X: mehr Steigerung, mehr Reverb geht nicht. Was Meris in Mercury X alles an Features und Klangqualität gepackt hat, reicht sonst für ein ganzes Pedalboard voller Hallpedale. Schon das Mercury 7 hatte eine große Fangemeinde, daher dachte sich der Hersteller: Warum machen wir nicht das mächtigste aller Reverb-Pedale?

Meris MercuryX von oben
Meris MercuryX von oben · Quelle: Meris

Herausgekommen ist ein Effekt mit acht komplett unterschiedlichen Hallgeschmäckern (statt zwei beim Mercury 7), 99 Speicherplätzen für Presets, eingebautem Stimmgerät und einem Gate für Gated-Reverb-Spielereien. Und das ist nur die Spitze des Reverb-Eisbergs, den ihr für 699,- Euro bei Thomann* bekommt.

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Meris Mercury X Reverb Pedal
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(24)

Fazit

Wir haben für die besten Reverb-Pedale natürlich nur eine winzig kleine Auswahl treffen können. Welchen Klassiker habe ich vergessen? Welchen Geheimtipp habt ihr?

Schreibt es in die Kommentare!

FAQ – Reverb-Pedale

Welches Reverb-Pedal eignet sich am besten für Anfänger?

Für Anfänger sind die besten Reverb-Pedale einfach und intuitiv, mit wenigen Reglern wie Mix, Decay und Tone. Du benötigst keine 10 Algorithmen, ein guter Plate- oder Hall-Sound reicht für den Anfang vollkommen aus.

Analoge vs. digitale Reverb-Pedale: Was ist besser?

Die meisten Reverb-Pedale sind digital, da echter analoger Hall (wie Federhall) sperrig und geräuschanfällig ist. Digitale Pedale können klassische Sounds heute äußerst präzise nachbilden und bieten dazu meistens weitaus mehr Flexibilität.

Brauchst du ein Reverb-Pedal, wenn dein Amp schon mit einem Reverb kommt?

Nicht unbedingt, aber ein dediziertes Reverb-Pedal bietet dir mehr Kontrolle und häufig eine bessere Klangqualität. Amp-Reverbs sind oft eher eingeschränkt, während Pedale mehrere Modi und mehr Einstellungsmöglichkeiten bieten.

Welches Reverb-Pedal eignet sich am besten für Ambient?

Für Ambient bieten die besten Reverb-Pedale lange Decay-Zeiten, umfangreiche Modulationsmöglichkeiten und häufig auch Shimmer-Effekte.

Wo sollte ein Reverb-Pedal in der Signalkette platziert werden?

Ein Reverb-Pedal wird typischerweise am Ende deiner Signalkette oder in der Effektschleife deines Amps platziert. Dadurch wird verhindert, dass der Hall mitverzerrt wird.

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9 Kommentare zu “Die besten Reverb-Pedale für E-Gitarre von Budget bis High-End”

    superweb sagt:
    1

    Mit die besten Reverb-Pedals fehlen in der Liste: Specular Tempus und Specular Reverb V3 von GFI System.

    Axibis sagt:
    1

    The Strymon BigSky is also a great stereo machine.

    Mick sagt:
    -1

    Zuhause tut es Software und Live interessiert das keinen ob da ein TC oder ein Strymon spielt!
    Die Dinger sind sowieso viel zu teuer, ist nämlich alles inzwischen Made by Asia und darum teilweise unverschämt solch Preise zu verlangen! Design und Ingenieurskunst sollte längst armotisiert sein, warum zocken die einen immer noch ab!
    Hoffentlich nimmt sich Behringer der Sache auch noch einmal an, deren Stompboxen sind im Moment leider grottenhässlich!

      blah sagt:
      1

      teilweise zustimmung. wobei; ja, die hardware ist fast immer made in asia, aber bei digitalen effekten zählt vor allem die software/algorithmus, und deren entwicklung kostet nun mal geld, außer man machsts wie mooer und andere chinesen und kopiert selbst die 1:1 von ehx und co ;)

        claudius sagt:
        1

        Na, wer macht denn sowas? ¯\_(ツ)_/¯ :D

        The Rob sagt:
        1

        Jeder kopiert von jedem, das war auch schon lange vor den „Chinesen“ so.
        Das ist auch ganz einfach, irgendwo gibt es immer einen Schaltplan oder die Kiste einfach aufschrauben und die Teile auflisten.
        „Entwickeln“ besteht heute in Simulationsprogrammen und einer Abgleichung der Bauteile.
        Das Platinenlayout wird meistens von außenstehenden Unternehmen gestylt und dann schlichtweg eingekauft.

    Claud sagt:
    2

    EHX Cathedral!!!

    Marco 🤣👍🎶🎶 sagt:
    2

    Ich finde gerade grossen gefallen an meiner hallspirale in meinem Head! Das kann man nicht digital machen, es klingt einfach sehr schön. Alle anderen digitalen reverb Dinger sind einfach was völlig anderes. Ich habe ein 19 Zoll rack von damals noch, das ist doch noch das beste! Es kann Hall, Delay chorus etc einfach alles. Der überteuerten Fusstreter ist doch blöd! Hab ich auch, aber ich benutze ihn wenig weil ich ja den eingebauten preamp als Distortion benutze. Müsste den dann einschleigweg nutzen. Manchmal mach ich das. Aber das 19 Zoll Effekt gerät schon 30 Jahre alt klingt verdammt gut.

    Sonny sagt:
    0

    „Die besten“ ist sowieso schon verkehrt. Ist doch Geschmacksache.

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